Biografie

Jean Piaget

NameJean Piaget

Geboren am09.08.1896

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortNeuchâtel (CH).

Verstorben am16.09.1980

TodesortGenf (CH).

Jean Piaget

Der Schweizer Philosoph, Entwicklungspsychologe und Épistémologe arbeitete und forschte auf dem Gebiet der Kinder- und Persönlichkeitspsychologie. Er befasste sich mit philosophischen Fragen des Sprachverständnisses, des Symboldenkens, der moralischen Urteilsbildung, der Genetik und mit dem Strukturalismus. Weiter forderte er die Erneuerung des Unterrichtswesens. Jean Piaget war Professor für Psychologie an der Universität Genf und Gründer des "Centre International d'Épistémologie", ebenfalls in Genf. Außerdem hatte er Professuren an der Universität von Neuchâtel und an der Sorbonne in Paris inne...
Jean Piaget wurde am 9. August 1896 im schweizerischen Neuchâtel als Sohn des Literaturprofessors Arthur Piaget und seiner Frau Rebecca Jackson geboren.

Piaget besuchte die Lateinschule in Neuchâtel und absolvierte sein Abitur. Schon früh in seiner Schulzeit interessierte sich Piaget für die Zoologie, mit der er sich beispielsweise durch Tierbeobachtungen intensiv auseinandersetzte. Nach dem Schulabschluss studierte er an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Neuchâtel. Er schloss sein Studium mit der Promotion in Zoologie ab. Im Anschluss daran schrieb der sich an der psychologischen Fakultät an der Universität Zürich ein. In seinem Psychologie-Studium beschäftigte er sich vor allem mit Kinderpsychologie und Erziehung. Noch während seiner Züricher Studienzeit ließ er sich für ein Jahr in Paris nieder.

Dort befasste er sich im Labor Alfred Binet mit Fragen zur Entwicklung der Intelligenz. 1921 wurde Piaget an die Universität Genf berufen, um dort am Institut J.-J. Rousseau tätig zu werden; ab dem Jahr 1933 wurde er dessen Leiter und blieb es bis zum Jahr 1971 aus. Im Jahr 1935 heiratete er Valentine Châtenay. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor. Sie waren ihm unter anderem geeignete Studienobjekte für seine wegweisenden Forschungen zur Entwicklung der Intelligenz von der Geburt bis zum Erstspracherwerb. In der Folgezeit hinterlegte er einen wechselvollen Berufsweg. 1925 folgte er einem Ruf an die Universität Neuchâtel als Professor für Psychologie, Soziologie und Philosophie. Ab dem Jahr 1929 befand er sich wieder an der Universität Genf als Professor für Wissenschaftsgeschichte. Im selben Jahr wurde er zugleich Leiter des "Bureau International d`Education".

Im Jahr 1936 übte er zusätzlich eine Lehrtätigkeit an der Universität Lausanne aus. 1938 wechselte er abermals nach Genf als Professor für Psychologie und Soziologie, in der Zeit von 1940 bis 1971 war er dort dann als Professor für experimentelle Psychologie berufen. In der Zeit von 1952 bis 1963 hielt er als einziger Schweizer Professor Gastvorlesungen an der Pariser Sorbonne. 1955 gründete er mit Hilfe der Rockefeller Stiftung das "Centre International d`Epistémologie Génétique", das er auch bis zu seinem Tod leitete. 1958 erschien sein Grundlagenwerk mit dem Titel "Das Wachsen des logischen Denkens von der Kindheit bis zur Pubertät". In seiner Beschäftigung mit genetischer Psychologie und Erkenntnistheorie interessierte sich Jean Piaget für den Aufbau der Erkenntnis. Mit der Beschäftigung der Logik des Kindes leistete er bahnbrechende Arbeiten.

Piaget fand heraus, dass die Entwicklung der Logik des Kindes progressiv eigenen Gesetzen folgt. Sein bedeutendstes Ergebnis in der Erkenntnistheorie betraf den Nachweis der spezifischen wissenschaftlichen Denkform der Kindes, das in erheblichem Unterschied zur Denkart von Erwachsenen steht. Piagets wissenschaftliche Ergebnisse und Werke wurden weltweit rezipiert. An seinen Forschungen orientieren sich noch heute die Wissenschaftler aus der Psychologie, Philosophie und Soziologie sowie der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Jean Piaget war ein höchst beachteter und ausgezeichneter Wissenschaftler. Zu seinen Ehrungen und Auszeichnungen zählen mehr als dreißig Ehrendoktorwürden von Universitäten aus aller Welt.

Zu seinen Schriftwerken gehören unter anderem "Psychologie der Intelligenz" (1948), "Traité de logique. Essais des logistique opératoire" (1949), "Die Bildung des Zeitbegriffs beim Kind" (1955), "Das moralische Urteil beim Kind" (1973), "Les mécanismes perceptifs. Modèles probabilistes" (1961), "Biologie et connaissance" (1967), "Logique et connaissance scientifique" (1967), "Einführung in die genetische Erkenntnistheorie" (1973), "Der Strukturalismus, seine mathematischen und logischen Strukturen" (1973) oder "Die Entwicklung des inneren Bildes des Kindes" (1979).

Jean Piaget starb am 16. September 1980 in Genf.

NameJean Piaget

Geboren am09.08.1896

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortNeuchâtel (CH).

Verstorben am16.09.1980

TodesortGenf (CH).

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