Biografie

Peter O’Toole

Den Sohn eines irischen Buchmachers avancierte in der Rolle des britischen Gentlemans zu einem der erfolgreichsten Darsteller des Kinos. Nach ersten Theatererfolgen in den 1950er Jahren, bescherte Peter O’Toole die Hauptrolle in dem legendären Monumentalfilm "Lawrence of Arabia" (1962) die erste "Oscar"-Nominierung und den Beginn einer glänzenden Filmkarriere, die seit über vier Jahrzehnten anhält. Weitere sieben "Oscar"-Nominierungen als bester Hauptdarsteller folgten, ehe er 2003 mit dem "Ehren-Oscar" für sein Lebenswerk bedacht wurde. O’Toole stand für mehr als 60 Rollen vor der Kamera. Zu den erfolgreichsten Produktionen zählen "Casino Royale" (1967), "Der Löwe im Winter" (1968), "Caligula" (1979), "Der letzte Kaiser" (1987) und "Troja" (2004)...
Peter Seamus O’Toole wurde am 2. August 1932 in Connemara, im irischen County Galway, als Sohn eines Buchmachers und einer Krankenschwester geboren.

Er wuchs in bescheidenen Verhältnissen im englischen Leeds auf. Nach der abgebrochenen Schulausbildung in einer Klosterschule, hielt sich der Jugendliche mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Neben seinem Volontariat bei einer Leeder Zeitung, wandte sich O’Toole bereits in jener Zeit der Schauspielerei zu: 1949 stand er als Mitglied einer Amateur-Schauspieltruppe erstmals auf der Bühne. Im Anschluss an seinen zweijährigen Wehrdienst bei der Marine nahm O’Toole 1951 ein Schauspielstudium an der Londoner Akademie für Dramatische Kunst auf, das er mit Hilfe eines Stipendiums abschließen konnte.

Seine Laufbahn als Schauspieler begann O’Toole bei der "Bristol Old Vic Theatre Company", für die er von 1955 bis 1958 über 50 Rollen übernahm. 1959 brillierte er in einer Aufführung am Londoner "Royal Court"-Theater, die ihm den schauspielerischen Durchbruch und eine Nominierung zum "Schauspieler des Jahres" bescherte. Der Erfolg im Theater ließ auch die Filmwelt auf den Schauspieler aufmerksam werden. 1959 debütierte O’Toole mit einer Rolle in "The Savage Innocents" im Kino. Daneben übernahm er immer wieder auch Bühnenrollen, bis er 1962 seinen Durchbruch als Filmstar erlebte.

In dem von David Lean inszenierten Monumentaldrama "Lawrence of Arabia" spielte O’Toole einen britischen Offizier, der durch seine Unterstützung des arabischen Freiheitskampfes zum Helden aufsteigt. Der Schauspieler übernahm in den folgenden Jahren zahlreiche weitere Filmrollen, zum Teil in Inszenierungen, die durch seine eigene Filmgesellschaft "Keep Films" produziert wurden. So glänzte er als Heinrich II. in "Becket" (1964) und in "The Lion in Winter" (1968), wo er einmal mit Richard Burton, dann mit Katharine Hepburn zusammenspielte.

Nach einer krankheitsbedingten künstlerischen Schaffenspause knüpfte O’Toole mit "Caligula" (1979) und "The Stunt Man" (1980) an die früheren Erfolge an. Weiterhin bewunderte ihn ein internationales Publikum u. a. in Bernardo Bertoluccis "Der letzte Kaiser" (1987), in "The Rainbow Thief" (1990) und in der TV-Produktion "Rosamunde Pilcher - Heimkehr" (1998). Neben seinen Filmrollen spielte Peter O’Toole in all diesen Jahrzehnten auch immer wieder auf der Bühne internationaler Häuser. 1987 absolvierte er in einer Inszenierung von George Bernard Shaws "Pygmalion" sein Debüt am New Yorker Broadway.

Anfang der 1990er Jahre legte er mit "Loitering with intent – the child" den ersten Band seiner Memoiren vor, der von Kritikern gelobt wurde. Der zweite Band "Loitering with intent – the apprentice" folgte einige Jahre später. O’Toole wurde als erfolgreicher Schauspieler durch zahlreiche Auszeichnungen geehrt. In den Jahren 1965, 1969 und 1970 erhielt er den "Golden Globe". 1999 verlieh man ihm den "Outstanding Achievement Award". Für sein Lebenswerk wurde O’Toole, der immerhin in über 60 Film- und Theaterrollen aufgetreten war, im März 2003 mit dem "Oscar" für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Er war von 1959 bis 1979 mit der walisischen Schauspielerin Siân Phillipsist verheiratet. Gemeinsam wurden sie 1960 und 1963 Eltern der zwei Töchter Kate und Pia. Aus einer Beziehung mit einem US-amerikanischen Model wurde 1983 der Sohn Patrick Lorcan geboren. Peter O’Toole lebt in London.
1959 - The Savage Innocents

1960 - Kidnapped

1960 - The Day They Robbed The Bank of England

1962 - Lawrence of Arabia

1964 - Becket

1965 - What’s New, Pussycat

1965 - Lord Jim

1965 - The Sandpiper

1966 - How To Steal a Million

1966 - La Bibbia

1967 - The Night of the Generals

1967 - Casino Royale

1968 - The Lion in Winter

1968 - Great Catherine

1968 - Present Laughter (TV)

1969 - Goodbye, Mr. Chips

1970 - Country Dance

1971 - Murphy’s War

1972 - The Ruling Class

1972 - Man of La Mancha

1973 - Under Milk Wood

1975 - Foxtrot

1975 - Rosebud

1976 - Rogue Male (TV)

1976 - Man Friday

1978 - Power Play

1979 - Zulu Dawn

1980 - The Stunt Man

1980 - Caligula

1981 - Masada (TV)

1982 - My Favorite Year

1983 - Svengali (TV)

1983 - Pygmalion

1984 - Kim (TV)

1984 - Supergirl

1985 - Creator

1986 - Club Paradise

1987 - The Last Emperor

1988 - High Spirits

1989 - Wings of Fame

1989 - As Long as It’s Love

1990 - The Rainbow Thief

1990 - The Nutcracker Prince

1990 - Crossing to Freedom (TV)

1991 - Isabelle Eberhardt

1991 - The Dark Angel (TV)

1991 - King Ralph

1992 - The Seventh Coin

1992 - Civvies (TV)

1992 - Rebecca’s Daughters

1994 - Heaven & Hell: North & South (TV)

1995 - Heavy Weather (TV)

1996 - Gulliver’s Travels (TV)

1997 - Fairy Tale: A True Story

1998 - Phantoms

1998 - Coming Home (TV)

1999 - Joan of Arc (TV)

1999 - The Manor

1999 - Jeffrey Bernard Is Unwell (TV)

2002 - Global Heresy

2002 - The Final Curtain

2003 - Bright Young Things

2003 - Augustus (TV)

2004 - Troja

2007 - Venus

NamePeter O’Toole

Geboren am02.08.1932

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortConnemara, County Galway (Irland).