Biografie

Bernardo Bertolucci

Der italienische Regisseur schrieb als Teenager seine ersten Gedichte, die sich am literarischen Realismus orientierten. Mit seinen ersten Kinofilmen thematisierte Bernardo Bertolucci ab 1962 den Generationenkonflikt in der italienischen Nachkriegsgesellschaft. Nach "Der große Irrtum" (1969/70) folgte mit "Le dernier Tango à Paris" (1972) der Durchbruch des Regisseurs im internationalen Kino, wo er sich fortan durch meisterhaft inszenierte Monumentalwerke wie "1900" (1974/75), "Der letzte Kaiser" (1986) und "Little Buddha" (1992/93) etablierte...
Bernardo Bertolucci wurde am 16. März 1940 in Parma (Italien) geboren.

Schon als Teenager wandte er sich der Literatur und Poesie zu, wobei er dem Realismus anhing. Bertolucci schloss in jungen Jahren mit den literarischen Realisten Alberto Moravia und Pier Paolo Pasolini Freundschaft. Nach einigen Kurzfilmen debütierte Bertolucci 1962 mit dem Kinofilm "La commare secca", an dessem Drehbuch Pasolini mitgewirkt hatte. In den folgenden Jahren brachte er mit seinen Filmen wie "Prima della rivoluzione" (1963) oder "Amore e rabbia" (1967) den Konflikt der Jugend mit der italienischen Nachkriegsgesellschaft zum Ausdruck.

Einen ersten internationalen Erfolg erlebte Bertolucci mit dem Film "Il conformista" (1969/70; Der große Irrtum), der die Vergangenheit des italienischen Faschismus thematisierte. Seinen internationalen Durchbruch feierte der italienische Regisseur dann 1972 mit "Le dernier Tango à Paris", der wegen seiner damals ungewöhnlich freizügigen Erotikszenen Furore machte. In den Jahren 1974/75 legte Bertolucci mit "Novecento" ("1900") sein Meisterwerk vor, das als Geschichtsepos von mehr als fünf Stunden die großen Themen eines Jahrhunderts am persönlichen Schicksal von Liebe, Freundschaft, Solidarität und Verrat veranschaulichte.

Im Jahr 1986 lieferte der Regisseur mit "The Last Emperor" ein weiteres Monumentalwerk, welches das Leben des letzten Kaisers von China, Pu Yi, eindrucksvoll in Szene setzte und den ersten Höhepunkt in der Karriere Bertoluccis markierte. Für den Welterfolg erhielten der Regisseur, der Drehbuchautor Mark Peploe und der Kameramann Vittorio Storaro jeweils einen Oscar. Es folgten das Wüstenepos "The Shletering Sky" (1989) und mit "Little Buddha" (1992/93) ein weiteres Monumentalwerk, das jedoch trotz seiner atemberaubenden Fotografie für seinen Inhalt Kritik auslöste. In den 1990er Jahren inszenierte Bertolucci weiterhin "Stealing Beauty" (1995) und "L’assedio" (1997).

Im Jahr 1998 legte er "Besieged" ("Shandurai und der Klavierspieler") vor, der in Rom und Kenia gedreht wurde. 2000 steuerte er den Kurzfilm "The Cello" zu dem Episodendrama "Ten Minutes Older" bei. Zu Jahresbeginn 2004 kam "The Dreamers" ("Die Träumer") in die Kinos, der aufgrund seiner meisterhaft in Paris inszenierten Erotikszenen an den Skandalfilm "Der letzte Tango in Paris" erinnerte.
2004:
The Dreamers

2000:
Ten Minutes Older: The Cello (Kurz)

1998
Besieged

1997:
L’assedio;
Bologna (Doku)

1995:
Stealing Beauty

1992/93:
Little Buddha

1989:
The Sheltering Sky

1986:
The Last Emperor

1980:
Tragedia di un uomo ridicolo

1978:
La luna

1974/75:
Novecento

1972:
Le dernier Tango à Paris

1971:
La salute è malata (Doku)

1969/70:
Il conformista

1969:
La strategia del ragno

1968:
Partner

1967:
Amore e rabbia

1965:
La via del petrolio;
Il canale (Kurz)

1963:
Prima della rivoluzione

1962:
La commare secca

1956:
La teleferica (Kurz)

1955:
Morte di un maiale (Kurz)

NameBernardo Bertolucci

Geboren am16.03.1940

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortParma (Italien)