Biografie

Peer Steinbrück

Der diplomierte Volkswirt stellte von 2005 bis 2009 den Bundesminister der Finanzen sowie den stellvertretenden SPD-Bundesvorsitzenden. Davor verdiente er sich von 2002 bis 2005 als Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen. Peer Steinbrück engagiert sich seit 1969 in der SPD, unter deren Bundesregierung er in den 1970er Jahren und unter deren nordrhein-westfälischen und schleswig-holsteinischen Landesregierung er seit Mitte der 1980er Jahre eine politische Laufbahn vom Referenten über den Staatssekretär bis hin zum Minister vollzog. Steinbrück amtierte 1998 bis 2002 unter Ministerpräsident Wolfgang Clement in Nordrhein-Westfalen als Wirtschafts- und Finanzminister. In der Nachfolge von Clement stellte er darauf den Regierungschef des bevölkerungsreichsten Bundeslandes. Auf Bundesebene trat er im Herbst 2005 als Finanzminister in die Große Koalition unter Angela Merkel ein...
Peer Steinbrück wurde am 10. Januar 1947 in Hamburg geboren.

Nach dem Abitur nahm Steinbrück 1970 ein Studium der Volkswirtschaft und Soziologie an der Universität Kiel auf. 1974 schloss er als Diplom-Volkswirt ab. Neben dem Studium engagierte sich Steinbrück im politischen Bereich: Er war bereits 1969 der SPD beigetreten. Steinbrück wurde dann von 1974 bis 1976 für das Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau, ab 1976 für das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen tätig. 1977 wechselte Steinbrück in das Bundesministerium für Forschung und Technologie, wo er als persönlicher Referent der Minister Hans Matthöfer und Volker Hauff zum Einsatz kam. In den Jahren 1978 bis 1981 war Steinbrück unter Helmut Schmidt im Bundeskanzleramt tätig.

Auch kam er in der Ständigen Vertretung der BRD in Ost-Berlin zum Einsatz. Im Bundestag arbeitete Steinbrück 1983 bis 1985 als Referent der SPD-Fraktion. 1985 trat er in das nordrhein-westfälische Umweltministerium ein, für das er bis 1986 arbeitete. In den Jahren 1986 bis 1990 war Steinbrück Büroleiter des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Johannes Rau. 1990 erfolgte der Wechsel nach Schleswig-Holstein, wo Steinbrück als Staatssekretär zunächst bis 1992 im Ministerium für Natur, Umwelt und Landesentwicklung, dann bis 1993 im Ministerium für Wirtschaft, Technik und Verkehr tätig wurde. Im Mai 1993 wurde Steinbrück zum schleswig-holsteinischen Minister für Wirtschaft, Technik und Verkehr erhoben. Diese Funktion nahm er bis 1998 wahr.

Im Oktober 1998 wechselte Steinbrück zurück nach Nordrhein-Westfalen, wo er in das Kabinett von Wolfgang Clement eintrat, um zunächst das Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr zu leiten. Im Februar 2000 wechselte er auf den Posten des nordrhein-westfälischen Finanzministers, den er auch noch in der zweiten Legislatur der Clement-Regierung innehatte. Bei der Landtagswahl 2000 wurde Steinbrück für seinen Wahlkreis Unna in den nordrhein-westfälischen Landtag gewählt. Als Clement nach der Bundestagswahl 2002 zum neuen Wirtschaftsminister der zweiten rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder berufen wurde, übernahm Steinbrück Anfang November 2002 dessen Amt als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.

Im Mai 2005 musste Steinbrück bei den nordrhein-westfälischen Landtagswahlen seinen Anspruch auf die Regierung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes verteidigen. Nach einem heftigen Wahlkampf, in dessen Verlauf sich die Landtagswahl immer mehr auch als eine Vorentscheidung für die bevorstehende Bundestagswahl abzeichnete, verlor Steinbrück am 22. Mai 2005 die Wahl. Mit nur 37,1% der Stimmen wechselte die SPD daher nach 39 Jahren Landesregierung in Nordrhein-Westfalen in die Opposition. Die Nachfolge Steinbrücks trat Jürgen Rüttgers an der Spitze einer CDU-FDP-Koalition an. Nach der vorgezogenen Bundestagswahl im September 2005 beschlossen SPD und CDU/CSU die Bildung einer Großen Koalition. In diese wurde Steinbrück im Oktober 2005 als Finanzminister berufen und am 23. November 2005 vereidigt.

In Steinbrücks Amtszeit fiel die US-amerikanische Immobilien-Krise ab 2007, die dauauf zu einer internationalen Banken- und Wirtschaftskrise führte. Bei der Bundestagswahl 2009 zog er über die SPD-Landesliste erstmals in den Bundestag ein. Am 27. Oktober 2009 erhielt Steinbrück seine Entlassungsurkunde als Finanzminister. Im März 2010 wurde er neben ehrenamtlichen Tätigkeiten auch Mitglied des Senats der Deutschen Nationalstiftung. Im Sommersemester 2011 erhält Steinbrück die Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator an der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen. Am 9. Dezember 2012 wurde er vom SPD-Parteitag zum Kanzlerkandidaten der SPD für die Bundestagswahl 2013 gewählt.

Peer Steinbrück ist verheiratet und Vater von drei Kindern.


Die Bundesminister der Bundesrepublik Deutschland

NamePeer Steinbrück

Geboren am10.01.1947

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortHamburg (D).