Biografie

Björn Steiger

Der Name des deutschen Unternehmersohnes sollte seit den 1970er Jahren unauslöschlich und unverzichtbar in die nationale und internationale Lebensrettung eingehen. Der tragische Unfalltod des erst achtjährigen Kindes Björn Steiger erschütterte und berührt noch bis heute ungebrochen die Gemüter. Da sein Tot durch eine schnellere Hilfe hätte vermieden werden können, gründeten seine Eltern, mit einem beispiellosen Engagement der Zivilcourage, zur Unfall- und Lebensrettung die "Björn Steiger Stiftung e.V."; Die Stiftung: "Es darf nie vergessen werden, dass der Nutzen unserer heutigen Notfallhilfe um ein Vielfaches höher ist als seine Kosten"...
Björn Steiger wurde am 10. Mai 1960 in Winnenden als Sohn von Ute und Siegfried Steiger geboren.

Aufgewachsen ist Björn Steiger in Winnenden bei seinen Eltern in behüteten Verhältnissen, wo er auch die Schule besuchte. Am Samstagnachmittag des 3. Mai 1969 wurde der achtjährige Björn Steiger, auf dem Weg vom Schwimmbad nach Hause, von einem Auto angefahren. Der folgenschwere Verkehrsunfall führte zu lebensgefährlichen Verletzungen. Sofort und immer wieder wurde die Polizei und die Rettung alarmiert. Trotz aller Bemühungen um Hilfe, dauerte es eine Stunde, bis endlich der Krankenwagen am Unfallort eintraf. Alle Bemühungen der Ärzte, das Kind zu retten, waren nun vergebens. Björn Steiger verstarb noch im Rettungswagen während des Transports ins Krankenhaus, wenige Tage vor seinem neunten Geburtstag, an einem Schock.

Die Trauer und der quälende Gedanke, nicht helfen zu können, ermutigte die Eltern Ute und Siegfried Steiger am 7. Juli des selben Jahres zur Gründung der "Björn Steiger Stiftung e.V.". Ziel der Stiftung sollte sein: "Die Rettungskette zu beschleunigen, Notfall-Meldeeinrichtungen zu installieren und die Qualität des Rettungswesens zu erhöhen". Was damals kaum jemand wusste, es dauerte fast immer so lange, bis Hilfe eintraf. Ende der 1960er Jahre gab es weder rund um die Uhr besetzte Leitstellen noch eine Koordinierung der Hilfsorganisationen. Die Geschichte der "Björn Steiger Stiftung" wurde gleichzeitig die Geschichte des Aufbaus der Notfallhilfe in Deutschland. Der erste Ansatz der Stiftung war die Verbesserung der Notfallhilfe im Großraum Winnenden. Das war, neben der beruflichen Tätigkeit von Ute und Siegfried Steiger, geografisch eine kleine, aber vom Inhalt eine sehr große Aufgabe.

Schon kurz nach der Gründung stand fest, dass die Problematik der Notfallhilfe weder in Winnenden noch auf Kreisebene gelöst werden konnte. Auf der Ebene des Regierungsbezirks fanden sich die ersten realen Arbeitsgrundlagen für diese Aufgabe. Vor allem wurde klar, dass eine Endziel-Strategie benötigt wurde. Im Jahr 1969 fühlte sich in den Bundes- und Landesregierungen niemand für die Notfallhilfe zuständig. Das Jahr 1970 bildete in der Bundesrepublik mit 21.332 getöteten Menschen im Straßenverkehr den traurigen Höhepunkt. Der Anstoß zur Schaffung staatlicher Zuständigkeiten war zunächst die wichtigste Aufgabe der Björn Steiger Stiftung. Es gab weder Gesetze noch Richtlinien. Man hatte die Notfallhilfe unkontrolliert den Hilfsorganisationen überlassen. Mit einem 15-Punkte-Programm und öffentlichen Aufrufen mit Unterstützung der Medien konnte die Björn Steiger Stiftung in sehr kurzer Zeit staatliche Zuständigkeiten anregen.

Obwohl erst wenige Wochen mit der Materie befasst, hatte Siegfried Steiger schon im Herbst 1969 Gelegenheit vor dem Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages als Sachverständiger seine strategische Perspektive zur Schaffung einer funktionsfähigen Notfallhilfe und die Schaffung eines Fachberatergremiums vorzutragen und zu erläutern. Mit diesen Initiativen ist die Björn Steiger Stiftung völlig neue und vor allem unkonventionelle Wege gegangen, und sie hat dadurch, innerhalb weniger Wochen, bundesweite Beachtung gefunden. Großen Anteil an dieser Entwicklung hatte der Einsatz von Hilda Heinemann. Die Frau des neu gewählten Bundespräsidenten sagte der Familie ihre Unterstützung zu. Sie hat diese Zusage bis zu ihrem Tod gehalten und der Björn Steiger Stiftung die Türen zur Politik geöffnet und durch ihre Anwesenheit bei Veranstaltungen die Initiativen der Björn Steiger Stiftung mitgetragen.

Zu den Meilensteine der Stiftung zählen: 1969 Einführung des Funksprechverkehrs im Krankentransport. 1971 Der Aufbau des Notrufmeldesystems an Bundesstraßen und Bundesautobahnen, 1972 die Stiftung sichert den Aufbau der staatlichen Luftrettung, 1972 die Björn Steiger Stiftung finanziert Gründung und Aufbau der DRF (Deutsche Rettungsflugwacht), 1973 Flächendeckende Einführung der Notrufnummer 110 / 112 durch die Stiftung, 1974 Entwicklung, Finanzierung und Einführung von Baby-Notarzt-Wagen (NAW), 1980 Eröffnung Eigene Werften für die DRF, 1985 Aufbau eines Sekundärhubschrauber-Systems für die Bundesrepublik, 1986 Luftrettung für Westberlin, 1988 Aufbau der Luftrettung in Luxemburg, 1992 Aufbau der Luftrettung in ehemaligen Ostblockstaaten, 2001 Die Initiative "Kampf dem Herztod", 2003 mit EU-Notruf "E 112" zu neuen Strukturen der Notfallhilfe.

Die im Jahr 1972, auf Initiative der Björn Steiger Stiftung, gegründete gemeinnützige Luftrettungsorganisation DRF, betreibt heute, mit ihren Partnern im TEAM DRF, bundesweit 28 Luftrettungszentren mit insgesamt 43 Rettungs- und Intensivtransporthubschraubern. Heute verfügt die Bundesrepublik Deutschland über eines der modernsten Notfallhilfesysteme der Welt. Gemeinsam haben sie 2002 bundesweit 25.664 lebensrettende Einsätze geleistet. 2001 hatte die Bundesrepublik, inklusive der neuen Bundesländer, erstmals weniger als 7.000 Verkehrstote zu vermelden. Ein beeindruckender Erfolg, an dem die Björn Steiger Stiftung maßgeblich Anteil hat.
Präsident:
Siegfried Steiger

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NameBjörn Steiger

Geboren am10.05.1960

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortWinnenden (D).

Verstorben am03.05.1969

TodesortWinnenden (D).