Biografie

Paul von Hindenburg

NamePaul von Hindenburg

Geboren am02.10.1847

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortPosen

Verstorben am02.08.1934

TodesortNeudeck

Paul von Hindenburg

Der Militarist und Politiker stellte von 1925 bis 1934 den deutschen Reichspräsidenten und damit den deutschen Regierungschef während der Weimarerzeit. Davor zählte er als Führer der Reichstruppenverbände im Osten zu den größten Feldherren des Ersten Weltkrieges. Trotz monarchistischer Grundeinstellung fühlte sich Paul von Hindenburg an die republikanische Verfassung gebunden. Seine Popularität rührte aus den Siegen von Tannenberg (1914), die den Rückzug russischer Truppen aus Ostpreußen herbeiführten. Seine unliebsame Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler (1933) markierte dann das Ende der Weimarer Republik...
Paul von Beneckendorff und von Hindenburg wurde am 2. Oktober 1847 als Sohn des preußischen Offiziers und Gutsbesitzers, Robert von Beneckendorff und von Hindenburg, sowie dessen Frau, der Arzttochter Luise, in Posen geboren.

Bis 1859 besuchte er das Gymnasium und wechselte kurze Zeit später zur Kadettenanstalt nach Wahlstatt und später nach Berlin. Von Hindenburg beteiligte sich im Jahr 1866 an der Schlacht von Königgrätz und 1870/71 an der Schlacht im Deutsch-Französischen Krieg von Sedan. Zum Schluss war er kommandierender General in Magdeburg. 1911 nahm er Abschied vom Militärdienst. 1914 übernahm von Hindenburg die 8. Armee als Oberbefehlshaber. In dieser Zeit fand auch die Schlacht bei Tannenberg statt, in der die 2. Russische Armee geschlagen wurde. Die darauf folgende Schlacht an den Masurischen Seen brachte den Sieg über die 1. Russische Armee. Durch diese Erfolge erhielt von Hindenburg das Oberkommando über alle deutschen Truppen der Ostfront. Von Hindenburg übernahm 1916 die oberste Heeresleitung. Zwei Jahre später, nach dem Scheitern der Frühjahrsoffensive, übernahm von Hindenburg die oberste Heeresleitung zusammen mit Erich Ludendorff.

Paul von Hindenburg zog sich 1919 nach Hannover in den Ruhestand zurück. In der Nationalversammlung propagierte er die These von einem "Dolchstoß" in den Rücken des Heeres. Der parteilose von Hindenburg wurde 1925 mit hoher Mehrheit, vor Wilhelm Marx, zum Reichspräsidenten gewählt. Obwohl er zur Monarchie stand, leistete er den Eid auf die Weimarer Verfassung und wurde als Präsident anerkannt. Fünf Jahre danach machte er Heinrich Brüning zum Reichskanzler. Am 10. April 1932 wurde von Hindenburg zum zweiten Mal wiedergewählt und gewann sogar gegen Adolf Hitler. Im Mai ernannte er Franz von Papen zum Reichskanzler. Ein halbes Jahr später wurde Kurt von Schleicher Reichskanzler. Am 30. Januar 1933 berief von Hindenburg Adolf Hitler zum Reichskanzler. Außer Hitler gehörten mit Innenminister Wilhelm Frick und Hermann Göring als Minister ohne Geschäftsbereich nur zwei Nationalsozialisten dem neuen Kabinett Hitler an. Trotz seiner persönlichen Abneigung gegen Hitler geriet er immer stärker in dessen Einflussbereich.

Am 1. Februar 1933 löste Hindenburg den Reichstag auf. Die Teilnahme Hindenburgs an dem von den Nationalsozialisten inszenierten "Tag von Potsdam", am 21. März 1933, steigert das Ansehen der Regierung Hitlers. Das am 23. März 1933 verabschiedete Ermächtigungsgesetz setzte dann mit Hindenburgs Zustimmung auch die in der Weimarer Verfassung festgelegte Gesetzgebungskompetenz des Parlaments außer Kraft und trug dazu bei, dass Hitler die totale Kontrolle über die politischen Verhältnisse in Deutschland erlangte.

Am 2. August 1934 starb Paul von Hindenburg in Neudeck in Westpreußen. Die erste Grabstelle war das Denkmal von Tannenberg. Seine letzte Ruhestätte ist heute in Marburg in der Elisabethkirche.

NamePaul von Hindenburg

Geboren am02.10.1847

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortPosen

Verstorben am02.08.1934

TodesortNeudeck

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