Biografie

Max Liebermann

Der Maler und Grafiker zählt zu den bedeutendsten Vertretern des deutschen Impressionismus. Er hatte, vor allem durch seine Aneignung des als "undeutsch" apostrophierten Impressionismus, maßgeblichen Anteil an der Überwindung des kulturellen Chauvinismus im Kaiserreich. Dem vorausgegangen war seine Auseinandersetzung mit dem französischen Naturalismus, dessen Einfluss Szenen aus dem Arbeiterleben zeigten. Seit 1920 Präsident der Preußischen Akademie der Künste und seit 1927 Ehrenbürger Berlins, wurde Max Liebermann nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten (1933) als Jude verächtet und als Künstler der "entarteter Kunst" mit dem Berufs- und Arbeitsverbot belegt...
Max Liebermann wurde am 20. Juli 1847 in Berlin als Sohn des wohlhabenden jüdischen Industriellen Louis Liebermann und seiner Frau Philippe (geborene Haller) geboren.

Ab 1859 lebte die Familie Liebermann mit vier Kindern in einem Haus am Pariser Platz. Bei Eduard Holbein und Carl Steffeck bekam er schon in der Schulzeit privaten Malunterricht. Erste Ölbilder entstanden ab 1865. Nach dem Abschluss der Schule mit Abitur, studierte Liebermann an der Philosophischen Fakultät der Universität von Berlin. 1868 beendete er sein Studium in Berlin und von 1869 bis 1872 studierte er an der Kunstschule in Weimar. Angeregt von der zeitgenössischen Kunst, reiste Liebermann 1873 nach Paris und drei Jahre später nach Holland. 1878 kehrte er nach Deutschland zurück, wo er sich in München niederließ. Zugleich wurde er als freier Künstler tätig. 1884 heiratete er Martha Marckwald in Berlin. Ein Jahr später, 1885, kam ihr einziges Kind Käthe zur Welt.

Im Jahr 1889 wurde Max Liebermann bei der inoffiziellen Beteiligung deutscher Künstler Mitorganisator für den deutschen Beitrag der Pariser Weltausstellung, nachdem das Deutsche Reich sich wegen "antimonarchistischer Tendenzen" nicht beteiligen wollte. Nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1892 zog Liebermann mit seiner Familie in das elterliche Palais am Pariser Platz. Zwei Jahre später starb auch der Vater, Max Liebermann wurde Erbe das Palais und eines Millionenvermögens. Der Künstler, der mittlerweile unter dem Einfluss der modernen Künstler Frankreichs arbeitete, beteiligte sich 1894 an der Pariser Ausstellung "Salon". Max Liebermann wurde an seinem 50. Geburtstag 1897 zum Professor der Königlichen Akademie der Künste in Berlin ernannt. Im selben Jahr folgte eine Sonderschau im Rahmen der Großen Berliner Kunstausstellung.

Im Jahr 1898 wurde er Mitbegründer der Künstlervereinigung "Berliner Secession", deren Vorsitz er als Präsident ab 1899 innehatte. Zum Verständnis seiner Arbeit, veröffentlichte er 1904 einen Aufsatz mit dem Titel "Die Phantasie in der Malerei". Nachdem 1910 von der "Berliner Secession" einige Werke von expressionistischen Künstlern zurückgewiesen wurden, kam es unter den Mitgliedern zu solch heftigen Auseinandersetzungen, dass sich die Gruppe spaltete. Auch Max Pechstein verließ die Vereinigung, der daraufhin Mitbegründer der "Neuen Secession" wurde. Max Liebermann reagierte im nächsten Jahr mit seinem Rücktritt als Vorstand. Lovis Corinth wurde sein Nachfolger und 1914 schloss sich auch Liebermann der "Neuen Secession" an.

Zum 70. Geburtstag von Liebermann 1917 wurde in der Königlichen Akademie der Künste eine große Gesamtschau seiner Arbeiten gezeigt. 1920 erfolgte die Berufung zum Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste. Des Weiteren wurde er zum Ehrenbürger Berlins erhoben. Liebermann, der sich die letzen Jahre immer häufiger in sein Haus am Wannsee zurückzog, wurde 1932 zum Ehrenpräsident der Preußischen Akademie der Künste ernannt. Nach der Machtergreifung der NSDAP durch Adolf Hitler wurde dem jüdischen Künstler Arbeits- und Ausstellungsverbot erteilt. Anschließend erklärte er seinen Austritt aus allen Ämtern und der Akademie.

Max Liebermann starb am 8. Februar 1935 im Alter von 87 Jahren in Berlin.

NameMax Liebermann

Geboren am20.07.1847

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am08.02.1935

TodesortBerlin (D).