Biografie

Manfred Lehmbruck

Der deutsche Architekt, Sohn des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck, machte sich einen Namen als bedeutender Gestalter des Bauhauses. Von 1968 bis 1979 hatte der 1942 in Hannover promovierte Planer eine Professur an der Technischen Universität Braunschweig. Manfred Lehmbruck war unter anderem für die Planung des "Reichssportfeldes" (1935) in Berlin verantwortlich. Seine bedeutendsten Bauten konzipierte er in den 1950er und 1960er Jahren, so das Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg, das Reuchlinhaus in Pforzheim, das Federseemuseum in Bad Buchau, das Stadtbad Stuttgart-Feuerbach (mit Glasmalereien von HAP Grieshaber) und verschiedene Bauten für die Textilfabrik PAUSA AG in Mössingen...

Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.
Manfred Lehmbruck wurde am 13. Juli 1913 in Paris, als Sohn des deutschen Bildhauers Wilhelm Lehmbruck, geboren.

Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog die Familie nach Berlin. Hier blieb sie jedoch nur für zwei Jahre. 1916 erfolgte die Übersiedlung nach Zürich. Nach Kriegsende kehrte man 1919 nach Deutschland zurück, um sich in München niederzulassen. Begleitet wurde Lehmbrucks Jugend und Schulzeit von zahlreichen Auslandsreisen nach Frankreich. 1932 legte Lehmbruck an einem humanistischen Gymnasium in München das Abitur ab. Im selben Jahr zog er nach Berlin, um als Hospitant am Bauhaus Berlin zu studieren, das nach Schließung des Bauhauses in Dessau von Ludwig Mies van der Rohe als Privatinstitut geleitet wurde.

Im Berlin machte Lehmbruck die Bekanntschaft mit Wassily Kandinsky, Albers, Hilberseimer, Reich und Peterhans. Nach der Schließung des Bauhauses durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933, nahm er das Architekturstudium an der Technischen Hochschule in Berlin bei Hans Poelzig und Heinrich Tessenow auf. 1935 machte Lehmbruck erste Berufserfahrungen bei Werner March mit der Planung des "Reichssportfeldes" in Berlin. 1935 erfolgte die Fortsetzung seines Architekturstudiums an der Technischen Hochschule in Stuttgart. Sein Diplom machte Lehmbruck hier 1938 bei Paul Bonatz. Im Anschluss an seine Ausbildung kehrte er nach Paris zurück.

Bis 1939 fand Lehmbruck hier seinen beruflichen Einstand als Mitarbeiter im Planungsbüro von Auguste Perret. 1941 musste er den Kriegsdienst im Zweiten Weltkrieg antreten. Dennoch konnte er 1942 seine Promotion an der Technischen Hochschule Hannover bei Gerhard Graubner ablegen. Nach Kriegsende kehrte Lehmbruck nach Deutschland zurück und ließ sich für zwei Jahre in München nieder, bis er 1947 wieder in die Schweiz übersiedelte. In den Jahren von 1947 bis 1949 wurde er im Büro von Alfred Roth tätig. 1949 heiratete er die Architektin und Bildhauerin Dora Sutner, mit der er nach Stuttgart umzog.

Seine bedeutendsten Bauten konzipierte er in den 1950er und 1960er Jahren, so das Wilhelm-Lehmbruck-Museum in Duisburg, das Reuchlinhaus in Pforzheim, das Federseemuseum in Bad Buchau, das Stadtbad Stuttgart-Feuerbach (mit Glasmalereien von HAP Grieshaber) und verschiedene Bauten für die Textilfabrik PAUSA AG in Mössingen. 1968 wurde Lehmbruck an die Technische Universität Braunschweig berufen. Hier erhielt er den Lehrstuhl für Gebäudelehre und Gebäudeentwürfe. 1979 erfolgte Lehmbrucks Emeritierung.

Nach zahlreichen Ehrungen verstarb Manfred Lehmbruck am 26. November 1992 in Stuttgart.


Die einflussreichsten Architekten des 20. Jhs.

NameManfred Lehmbruck

Geboren am13.06.1913

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortParis (F).

Verstorben am26.11.1992

TodesortStuttgart (D).