Biografie

Klaus J. Behrendt

Der deutsche Schauspieler wurde vor allem als gefragter Serien-Darsteller ab 1992 in der Rolle des etwas tölpligen "Tatort"-Ermittlers Max Ballauf bekannt. Zwei Jahre zuvor schaffte er in seiner ersten großen TV-Rolle den Durchbruch in der zweiten Serienstaffel "Rote Erde". Klaus J. Behrendt wirkte bislang in mehr als 70 Film- und Fernsehwerken mit. Angefangen hatte der gelernte Bergmechaniker und ausgebildete Darsteller als Theaterschauspieler am Schauspielhaus Bremen, in dem er auch in klassischen Stücken wie "Sommernachtstraum" oder "Danton" zu erleben war...
Klaus J. Behrendt wurde am 7. Februar 1960 als Sohn eines Kinderarztes im westfälischen Hamm geboren.

Seine Kindheit verbrachte er in Ibbenbüren. Nach der Schule absolvierte er eine Ausbildung als Bergmechaniker, weil er sich für den Bergbau interessierte. In dem Beruf arbeitete er vier Jahre lang. Als 20-Jährige entschloss er sich, Schauspieler zu werden. Er besuchte bis 1984 die Hamburger Schule Hedi Höpfner, wo er Schauspielunterricht nahm. Danach folgte ein drei Jahre währendes Theater-Engagement in Bremen. Behrendt wechselte zum Fernsehen und brillierte 1990 in seiner ersten großen Rolle als Jupp Kowolla in der Ruhrgebiet-Saga "Rote Erde II". Zwei Jahre später debütierte er in der internationalen Krimiserie "Tatort" als Assistent Max Ballau, neben Martin Lüttge als Hauptkommissar Bernd Flemming.

Diese Rolle spielte er insgesamt acht Mal. Nebenbei wirkte er von 1985 bis 1998 in 26 Folgen der Sat 1-Krimiserie "A.S." als Privatdetektiv Alexander Stein mit. 1997 nahm Klaus Behrendt wieder seinen "Tatort"-Job auf, diesmal als Leiter der Mordkommission Max Ballauf. Unterstützt wurde er seitdem von seinem langjährigen Freund Dietmar Bär, der als Kommissar Freddy Schenk ermittelt. Das Duo spielte sich zum Publikumsliebling der "Tatort"-Reihe. Um diese Zeit spielte Behrendt, der sich den Namen Joachim für die Abkürzung "J" selbst zulegte, um sich von einem gleichnamigen Schauspielkollegen zu unterscheiden, auch in Fernsehfilmen wie "Das Tor des Feuers", "Fähre in den Tod" (beide 1996) oder "Ein Vater unter Verdacht" (1997) mit.

In "Appartement für einen Selbstmörder" von 1996 war er an der Seite von Katja Flint zu sehen. 2000 wurde er zusammen mit seinem Kollegen Dietmar Bär in der Sparte "Bester Seriendarsteller" für sein "Tatort"-Engagement mit dem Deutschen Fernsehpreis prämiert. Drei Jahre später wurde ihm der Emmy für seine Rolle in den Fernsehfilm "Mein Vater" sowie der Publikumspreis des Grimme-Preises in der Rolle des Sohns Jochen in dem TV-Drama "Mein Vater" an der Seite von Götz George zuteil. Klaus J. Behrendt zeichnet sich durch eine breite Palette schauspielericher Darstellungskunst aus. So zeigte er unter anderem sein Können in dem Sat 1-Fernsehdrama "Das Wunder von Lengede" (2003) oder in der Politsatire "Das Kanzleramt" (2005).

Klaus J. Behrendt wurde Vater von zwei Söhnen und einer Tochter aus erster Ehe. Heute lebt er mit seiner zweiten Frau Karin und ihrem Sohn in Berlin-Charlottenburg. Dort betreibt er auch die zwei Gaststätten "Blue Goût" und "Zucca". Zu seinen Hobbys zählen Judo, Schwimmen und Joggen.
Filmographie von Klaus J. Behrendt (Auswahl):

1988: Großstadtrevier: Speedy
1989: Schulz & Schulz
1990: Tatort: Schimanskis Waffe
1991: Schulz & Schulz II
1992: Schulz & Schulz III
1993: Polski crash
1993: Leo und Charlotte
1993: Schulz & Schulz IV
1993: Schulz & Schulz V
1995–1998: A.S. – Gefahr ist sein Geschäft (29 Folgen)
1996: Fähre in den Tod
1997: Ein Vater unter Verdacht
1998: Kai Rabe gegen die Vatikankiller
2003: Mein Vater
2003: Das Wunder von Lengede
2004: Die Stunde der Offiziere
2005: Kanzleramt
2005: Das Gespenst von Canterville
2006: Der Untergang der Pamir
2007: Einfache Leute
2007: Das Inferno – Flammen über Berlin
2008: Guter Junge
2008: Die Bienen – Tödliche Bedrohung
2009: Fünf Tage Vollmond
2010: Ungesühnt
2010: Wie ein Licht in der Nacht
2011: World Express - Atemlos durch Mexiko
2011: Isenhart – Die Jagd nach dem Seelenfänger

Klaus Behrendt in Tatort-Folgen: 1992–1994, ab 1997: Tatort

1992: "Unversöhnlich"
1992: "Tod eines Wachmanns"
1992: "Der Mörder und der Prinz"
1993: "Mord in der Akademie"
1993: "Deserteure"
1993: "Gefährliche Freundschaft"
1993: "Flucht nach Miami"
1994: "Die Frau an der Straße"
1997: "Willkommen in Köln"
1997: "Bombenstimmung"
1997: "Manila"
1998: "Bildersturm"
1998: "Restrisiko"
1998: "Streng geheimer Auftrag"
1998: "Bittere Mandeln"
1999: "Drei Affen"
1999: "Kinder der Gewalt"
1999: "Licht und Schatten"
1999: "Martinsfeuer"
1999: "Trittbrettfahrer"
2000: "Die Frau im Zug"
2000: "Direkt ins Herz"
2000: "Mördergrube"
2000: "Quartett in Leipzig"
2001: "Bestien"
2001: "Kindstod"

NameKlaus J. Behrendt

Geboren am07.02.1960

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortHamm (D).