Biografie

Kurt Beck

Der Politiker stellte von 2006 bis 2008 den Bundesvorsitzenden der SPD. Daneben war er von November 2006 bis Dezember 2008 Vizepräsident der Sozialistischen Internationale. Kurt Beck engagierte sich seit 1972 in der SPD, bei der er im Kreis Südliche Weinstraße seine politische Karriere begann. In der Landespolitik profilierte sich der Politiker von 1985 bis 1991 als Parlamentarischer Geschäftsführer und von 1991 bis 1994 als Fraktionsvorsitzender der SPD im Mainzer Landtag. 1993 zum Landesvorsitzenden der SPD in Rheinland-Pfalz erhoben, wurde Beck 1994 zum Ministerpräsidenten des südwestdeutschen Bundeslandes gewählt...

Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland
Kurt Beck wurde am 5. Februar 1949, als Sohn von Oskar und Johanna Beck, in Bad Bergzabern geboren.

Sein Vater war Maurer. Beck wuchs in Steinfeld auf. Nach der Schule machte Beck von 1963 bis 1968 eine Ausbildung zum Elektromechaniker. 1968 heiratete er die Friseurin Roswitha Starck, ein Jahr später wurde sein Sohn geboren. Im Anschluss an den Grundwehrdienst begann er ab 1969 als Funkelektroniker zu arbeiten. Neben seiner beruflichen Tätigkeit holte Beck in den Jahren von 1969 bis 1972 auf einer Abendschule die Mittlere Reife nach. Ab 1972 wurde er von seinem Betrieb als Vorsitzender des Personalrats freigestellt. Beck trat 1972 in die SPD ein. 1974 wurde er in den Kreistag Südliche Weinstraße gewählt, in dem er bis 1994 vertreten blieb. Auf kommunalpolitischer Ebene wurde Beck 1989 zum Bürgermeister des Ortes Steinfeld gewählt. Dieses Amt nahm er bis 1994 wahr.

In der Landespolitik war Kurt Beck seit 1979 vertreten: Bei den Landtagswahlen von 1979 zog er in das rheinland-pfälzische Parlament ein, in dem er seither vertreten war. In den Jahren 1985 bis 1991 kam Beck im Mainzer Landtag als Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion zum Einsatz. Von 1991 bis 1994 stellte er im Mainzer Landtag den Fraktionsvorsitzenden der SPD. Beck wurde 1993 zum Landesvorsitzenden der SPD in Rheinland-Pfalz gewählt. Als SPD-Spitzenkandidat gewann er anschließend die Landtagswahlen von 1994. Am 26. Oktober 1994 wurde Beck zum Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz gewählt. Er regierte das südwestdeutsche Bundesland fortan in einer SPD-FDP-Koalition. Dem populären Politiker gelang der Wahlsieg auch bei den nachfolgenden Landtagswahlen von 1996 und 2001. Ab 1999 verdiente er sich auch als Vorsitzender des ZDF-Verwaltungsrats.

Weiter gewann er auch an Einfluss in der Bundespolitik: 2003 wurde Beck zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD erhoben. Das Amt des SPD-Parteivorsitzenden nahm er ab April 2006 wahr, nachdem Matthias Platzeck aufgrund gesundheitlicher Probleme das Amt niederlegte. Beck erhielt am 18. Mai 2006 bei seiner Wiederwahl zum Ministerpräsidenten 54 Stimmen und damit eine Stimme mehr, als die SPD-Fraktion Mitglieder hat. Gleichzeitig wurde er vom Präsidium als Kandidat für den ordentlichen Parteivorsitz nominiert. Seine Wahl erfolgte am 14. Mai 2006. Am 7. September 2008 erklärte Beck auf der Parteiklausur anlässlich der Bekanntgabe des Spitzenkandidaten, Frank-Walter Steinmeier, für die Bundestagswahl 2009 seinen Rücktritt als Bundesparteivorsitzender.

Der SPD-Parteivorsitz wurde daraufhin von Steinmeier kommissarisch übernommen. Aus gesundheitlichen Gründen kündigte er als Ministerpräsident am 28. September 2012 seinen Rückzug aus der Politik an. Seine Nachfolgerin soll Anfang 2013 die Ministerin für Soziales, Gesundheit und Demografie im Kabinett Beck Malu Dreyer werden.


Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

NameKurt Beck

Geboren am05.02.1949

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortBad Bergzabern (D).