Biografie

Julie Andrews

Die britische Theater- und Filmschauspielerin, Sängerin, Autorin und "Oscar"-Preisträgerin zählt zu den romantischen Mimen der Traumfabrik Hollywood. Vor allem in Musicals und Märchenfilmen, in denen sie den liebenswerten und aufrichtigen Charakter verkörperte, avancierte Julie Andrews zum Star. Mit "My Fair Lady" und "Mary Poppins" feierte sie in den 1960er Jahren ihren internationalen Durchbruch. Mit dem humorvollen Musical "Victor und Victoria" (1982) wurde sie eine akzeptierte Größe der Film- und Musikwelt. Die Disney-Studios ernannten Andrews 1991 zur "Disney Legende"...
Julia Elizabeth Welles wurde am 1. Oktober 1935 im britischen Walton-on-Thames, Surrey, geboren.

Aufgewachsen ist Julie Andrews in behüteten, bürgerlichen Verhältnissen. Ihre Eltern erkannten das Talent der Tochter bereits während der Schulzeit. Dabei beteiligte sie sich an Theatergruppen und bestand bereits in höchst anspruchsvollen Rollen. Um das Talent weiter zu fördern, erhielt sie in ihrer Freizeit privaten Schauspielunterricht. Als Zwölfjährige spielte sie bereits 1947 in der "Starlight Roof Revue" ihre erste professionelle Rolle. Nach zahlreichen weiteren Erfolgen feierte sie 1953 mit "The Boy Friend" ihr Broadway-Debüt. Zum Durchbruch verhalf ihr 1956 die Verkörperung der frechen Blumenverkäuferin "Eliza Doolittle" in "My Fair Lady".

Im Jahr 1959 heiratete sie den Bühnenbildner Tony Walton; 1964 wurde Tochter Emma geboren. Indes spielte sie 1960 in dem Musical "Camelot" die Rolle der "Guinevere", die allein für sie geschrieben wurde. 1964 folgte der Film "Nur für Offiziere" (The Americanization of Emily). Zum internationalen Star wurde Andrews 1964 mit dem Walt Disney-Musical "Mary Poppins". Darin spielte sie die gleichnamige Fee, die als Kindermädchen Millionen von Zuschauern verzauberte. In der Verfilmung ihres Broadwayerfolges "My Fair Lady" wurde Audrey Hepburn der Vorzug gegeben. Als Begründung dafür gab es viele Spekulationen. Indes erhielt Andrews für die Verkörperung der "Mary Poppins" den "Oscar".

In "Nur für Offiziere" spielte Andrews 1964 erstmals an der Seite von James Garner und behauptete sich auch in dieser anspruchsvollen Rolle. Mit "Meine Lieder - meine Träume" aus dem Jahr 1965, lieferte Andrews einen weiteren Kassenhit. Abermals wurde der Film, wie auch schon "Mary Poppins", mit insgesamt fünf "Oscars" bedacht, und für die Rolle der "Maria" erhielt sie den "Golden Globe". 1966 erlebte man sie völlig außerhalb ihres üblichen Genres. Alfred Hitchcock wählte Andrews und Paul Newman als Darsteller für "Der zerrissene Vorhang". Mit der Star-Besetzung und unter der Regie des Altmeisters der Spannung, entstand ein Krimi der Extraklasse.

Die Ehe von Andrews und Tony Walton wurde 1967 geschieden. 1969 heiratete Andrews ihren Kollegen Blanke Edwards, mit dem sie insgesamt sechs Produktionen realisierte und 1970 in "Darling Lili" zusammen vor der Kamera stand. Einen weiteren großen Erfolg bescherte ihr 1978 die Komödie "10 - Die Traumfrau" mit Bo Derek und Dudley Moore. Darin spielte Andrews die Lebensgefährtin des Erfolgskomponisten George Webber, der während seiner Midlife-Crisis durch Zufall seine Traumfrau trifft. Ihren größten Erfolg feierte Andrews 1982 mit dem humorvollen Musical "Victor und Victoria" mit James Garner. Sie verkörperte darin eine erfolglose Sängerin im Paris der 1920er Jahre, die ihre künstlerische Karriere herbeiführt, indem sie fortan vorgibt, ein Mann zu sein.

Bis heute zählt der Soundtrack zu den erfolgreichsten Filmmusiken, und das Stück "Victor und Victoria" war mit Andrews in der Hauptrolle 1996 auch am Broadway zu sehen. Ebenfalls 1996 musste sich die Schauspielerin einer Stimmbandoperation unterziehen, die jedoch missglückte. Die Folge war der Verlust ihrer Singstimme für ein Jahr. Daraufhin begann sie als Kinderbuchautorin zu arbeiten. In den 1980er und 1990er Jahren war sie weiter in Filmen wie "Frauen waren sein Hobby" (1983), "Eine pikante Affäre" (1991), "Laß mich nicht alleine, Mutter!" (1991), "Zauber einer Winternacht" (1999) oder "Plötzlich Prinzessin!" (2001) zu sehen. Am 31. Dezember 1999 wurde sie von Königin Elizabeth II. in den Stand einer Dame Commander of the British Empire erhoben.

Privat wurde Julie Andrews Mutter von drei Kindern, von denen eines aus der ersten Ehe mit Tony Walton stammt, während zwei durch Blanke Edwards mit in die Familie gebracht wurden. Die Fortsetzung des Films "Plötzlich Prinzessin 2" kam 2004 in die Kinos. Als Autorin veröffentlichte Julie Andrews unter dessen die Titel "Dragon: Hound of Honor" (2005), "Simeon´s Gift" (2006) und "The great American Mousical" ebenso aus dem Jahr 2006. 2007 erschien unter dem Titel "Home" ihre Autobiografie. Bei den Screen Actors Guild Awards wurde die Schauspielerin im selben Jahr für ihr Lebenswerk geehrt. 2010 stand sie für "Zahnfee auf Bewährung" vor der Kamera.
1964 - Mary Poppins

1964 - Nur für Offiziere

1965 - Meine Lieder - meine Träume

1966 - Hawaii

1966 - Der zerrissene Vorhang

1967 - Modern Millie

1968 - Star

1969 - Darling Lili

1974 - Die Frucht des Tropenbaums

1979 - Zehn - Die Traumfrau

1980 - Ein reizender Fratz

1982 - Victor/Victoria

1982 - Hollywoods letzter Heuler - S.O.B.

1984 - Frauen waren sein Hobby

1986 - That's Life - So ist das Leben

1991 - Tchin-Tchin

1995 - Victor/Victoria (Broadway-Musicalfassung)

2000 - Relative Values

2001 - Plötzlich Prinzessin

2003 - Unconditional Love

2004 - Shrek 2 (Synchronstimme)

2004 - Plötzlich Prinzessin 2

2004 - Shrek 2 (Shrek 2) (Stimme)

2007 - Shrek der Dritte (Shrek the Third) (Stimme)

2007 - Verwünscht (Enchanted) (Stimme)

2010 - Zahnfee auf Bewährung

NameJulie Andrews

Geboren am01.10.1935

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortWalton-on-Thames, Surrey (GB).