Biografie

Johann Georg Hamann

NameJohann Georg Hamann

Geboren am28.08.1730

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortKönigsberg (D).

Verstorben am21.06.1788

TodesortMünster (D).

Johann Georg Hamann

Der Philosoph und Schriftsteller Johann Georg Hamann wandte sich gegen die rationalistische Aufklärungsphilosophie und setzte ihr die sokratische Vernunft entgegen. Damit verfolgte er die Einsicht in die Begrenztheit des menschlichen Geistes. Nach ihm ist die sinnliche Erkenntnis entscheidend gegenüber der Verstandeserkenntnis. Doch setzte er sich gleichzeitig ein für eine Verbindung zwischen Geist und Sinnlichkeit. Die Sprache ist für ihn das Merkmal des Menschseins. Hamann glaubte an die Wirklichkeit durch das göttliche Schaffen...
Johann Georg Hamann wurde als Sohn eines Wundarztes am 28. August 1730 im preußischen Königsberg geboren.

Nach seiner schulischen Ausbildung besuchte Johann Georg Hamann die Universität Königsberg. Dort studierte er Mathematik, Rechtswissenschaft, Philosophie und Theologie. Das Studium blieb ohne Abschluss. Ab dem Jahr 1752 war er als Hauslehrer in Livland tätig. Danach füllte er die gleiche Stelle in Kurland im Hause des Generals von Witten aus. Im Jahr 1756 siedelte Hamann nach Riga über. Dort war er in dem Handelsgeschäft Berens beschäftigt. Im Jahr darauf befand er sich auf einer Reise nach London. Dort hatte Hamann durch die Lektüre der Bibel ein wegweisendes Offenbarungserlebnis.

Seit dieser Zeit vertrat er ein pietistisch gefärbtes Christentum. 1758 befand er sich wieder in Riega. Von dort zog es ihn im Jahr darauf wieder zurück in seine Geburtsstadt Königsberg. Johann Georg Hamann widmete sich dem Studium der Bibel. Zu seiner Lektüre gehörten weiterhin die Werke von Martin Luther und andere Literatur. In der folgenden Zeit bemühte sich Hamann um eine Anstellung als Erzieher am Herzoglichen Hof in Frankfurt am Main sowie bei einem Rechtsanwalt in Kurland. Ohne Ergebnis kehrte er im Jahr 1767 nach Königsberg zurück, zwischenzeitlich im Jahr zuvor war sein Vater gestorben. In Königsberg vermittelte ihm Immanuel Kant im Jahr 1767 eine Stelle als Übersetzer bei der preußischen Zollverwaltung in Königsberg.

Dort lebte er mit der Pflegerin seines geisteskranken Bruders zusammen, mit der er insgesamt vier Kinder hatte. Sein Leben lang hatte Hamann mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Das änderte sich auch nicht, als er im Jahr 1777 Verwalter des Packhofes in Königsberg wurde. Hamann pflegte einen ausgedehnten Briefverkehr mit bedeutenden Persönlichkeiten wie Fürstin Amalie von Gallitzin, Johann Caspar Lavater, Matthias Claudius, Johann Gottfried Herder oder Friedrich Heinrich Jacobi. Sein Briefwerk stellt eine Ergänzung zu seinem übrigen literarisch-philosophischen Werk dar. Ab dem Jahr 1884 hatte Hamann gegen gute Entlohnung eine Stelle als Erzieher inne.

Im Jahr 1787 unternahm er eine Reise nach Westfalen. Während dieser Zeit erkrankte er schwer. Im gleichen Jahr besuchte er den Philosophen Friedrich Heinrich Jacobi, bei dem er mehrere Wochen zur Erholung verweilte. Noch vor dem Aufbruch zur Heimreise ereilte Georg Johann Hamann der Tod. Zahlreiche Schriften von Georg Johann Hamann zeichnen sich durch einen dunklen, orakelhaften Stil aus und sind schwer verständlich. Darin wandte er sich gegen den Rationalismus der Aufklärung, dem er die sokratische Vernunft entgegensetzte. So nachzulesen in seinem Werk mit dem Titel "Sokratische Denkwürdigkeiten" aus dem Jahr 1759. Die mit der Selbsterkenntnis verbundene sokratische Vernunft führt nach Hamann zur Einsicht in die Begrenztheit der menschlichen Erkenntnis.

Seine Kritik an der rationalen Haltung betraf unter anderem die allumfassende Erklärbarkeit und ihre Abstraktion und Verkürzung der Natur. Hamann zog die sinnliche Erkenntnis, die für ihn entscheidend war, der verstandesmäßigen vor. So stellte er den Vergleich an, dass auch die Bibel in Bildern spreche. Mit Immanuel Kant verband Hamann eine freundschaftliche Verbindung, dennoch war er in seiner geistigen Haltung ein großer Kritiker von ihm. In seinem Denken stand neben seinem Glauben auch die Bemühung um die Verbindung der Gegensätze von Sinnlichkeit und Geist im Vordergrund. In seiner Vernunftkritik gegen die Aufklärer betonte er stets das Körperliche, die Geschichte und die Sprache.

Die Realität war für Hamann gemäß der Bibel durch Gottes Wort geschaffen. Dem Menschsein legte er als grundsätzliches Merkmal die Sprache bei. Zu seinen weiteren Werken zählen unter anderem "Wolken. Ein Nachspiel sokratischer Denkwürdigkeiten" (1761), "Kreuzzüge eines Philologen" (1762), "Zwei Recensionen {. . . } betreffend den Ursprung der Sprache" (1772), "Des Ritters von Rosencreuz letzte Willensmeynung über den göttlichen und menschlichen Ursprung der Sprache" (1772), "Zwey Scherflein zur neusten Deutschen Litteratur" (1780) oder "Golgatha und Scheblimini. Von einem Prediger in der Wüsten" (1784).

Georg Johann Hamann starb am 21. Juni 1788 im westfälischen Münster.

NameJohann Georg Hamann

Geboren am28.08.1730

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortKönigsberg (D).

Verstorben am21.06.1788

TodesortMünster (D).

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