Biografie

Jennifer Nitsch

Die gelernte Kostümbildnerin stand seit Ende der 1980er Jahre vor Film- und Fernsehkameras, wo sie sich zu einer anerkannten Vertreterin der deutschen Schauspielkunst entwickelte. Aufgrund ihrer Leistungen in Fernsehproduktionen wie "Nur eine kleine Affäre", "Die Straßen von Berlin" und "Der Schattenmann" oder in Kinofilmen wie "Diebinnen" und "Frauen lügen nicht" galt Jennifer Nitsch der Filmkritik als "deutsche Sharon Stone". Die Erfolg versprechende Karriere brach durch ihren tragischen Tod abrupt ab...
Jennifer Nitsch wurde am 10. Dezember 1966 in Köln geboren.

Als sie zwei Jahre alt war, ließen sich die Eltern scheiden. Nitsch wuchs daher in einem renommierten Internat auf, wo sie auch das Abitur machte. Nach der Schule machte sie eine Ausbildung zur Kostümbildnerin. Während ihrer Ausbildungszeit geriet Nitsch in Kontakt zur Filmwelt. Sie wirkte an einigen Dreharbeiten mit, was in ihr den Entschluss heranreifen ließ, Schauspielerin zu werden. Nitsch übernahm somit Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre ihre ersten kleineren Rollen in Fernsehserien wie "Forsthaus Falkenau", "Derrick", "Der Alte" und "Freunde fürs Leben".

Doch auch auf der Kinoleinwand war Nitsch von Anfang an vertreten: 1989 spielte sie eine kleinere Rolle in "Bumerang" von Hans Wilhelm Geißendörfer; ihre erste Kinohauptrolle hatte sie 1990 in "Allein unter Frauen" von Sönke Wortmann. Einen ersten Durchbruch und größere Popularität erlangte Nitsch dann 1993 in der Hauptrolle der ZDF-Serie "Nur eine kleine Affäre", wofür sie im nachfolgenden Jahr den Adolf-Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis erhielt. Weitere Erfolge feierte sie 1994 als abgebrühte Leiterin eines Sondereinsatzkommandos in der Pro7-Serie "Die Straßen von Berlin" und als zwielichtige Friseurin in der Fernsehproduktion "Der Schattenmann", die 1996 im ZDF zu sehen war.

Im Kino brillierte Nitsch 1996 als Bankräuberin in dem Film "Diebinnen" und 1997 in der Komödie "Frauen lügen nicht" sowie in dem Thriller "Schock – eine Frau in Angst". Neben der Schauspielerei betrieb Nitsch an ihrem Wohnort München außerdem eine Firma, die sich mit Veranstaltungsmanagement befasste.

Jennifer Nitsch stürzte am 13. Juni 2004 unter Alkoholeinfluss aus dem Fenster ihrer Münchener Wohnung in den Tod. Mitte September 2004 war die Schauspielerin mit ihrer letzten Leistung in der posthumer Premiere der ARD-Produktion "Judith Kemp" zu sehen.
1989/90:
Der Alte (ZDF);
Derrick (ZDF);
Jolly Joker (ARD);
Bumerang (Kino);
Allein unter Frauen (Kino)

1991:
Der Millionär – Luise Wernicke (ZDF);
Glückliche Reise (Pro7)

1992:
Freunde fürs Leben (ZDF);
Ein Mann für eine Frau (ZDF);
Wolffs Revier (Sat.1)

1993:
Nur eine kleine Affäre (ZDF);
Gefährliche Verbindung (ZDF);
Mittsommernacht – Überraschungsparty (ZDF);
Der Leibwächter (ZDF);
Butterfly (ital. TV)

1994:
Internationale Zone (ARD);
Das ist dein Ende (RTL);
Die Straßen von Berlin (Pro7);
Der Schattenmann (ZDF)

1995:
Spur eines Zweifels (ZDF);
Diebinnen (Kino)

1996:
Busenfreunde (Pro7);
Lebenslang ist nicht genug (Pro7);
Klassenziel Mord (RTL);
Frauen lügen nicht (Kino)

1997:
Die Falle (ZDF);
Schock – eine Frau in Angst (ZDF)

1998:
Schwarzes Blut (ZDF);
L’Elefante bianco – Der weiße Elefant (it. TV)

1999:
Ein Mann wie eine Waffe (Pro7)

2002:
Tatort: Bienzle und der Tag der Rache (ARD);
Am Ende die Wahrheit (ZDF)

2003:
Freundinnen für immer (ZDF)

2004:
Geerbtes Glück (ARD);
Judith Kemp (ARD)

NameJennifer Nitsch

Geboren am10.12.1966

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortKöln (D).

Verstorben am13.06.2004

TodesortMünchen (D).