Biografie

Jennifer Capriati

Die US-amerikanische Tennisspielerin zählte seit Anfang der 1990er Jahre zu den hoffnungsvollsten Talenten im Welttennis der Damen. Zu ihren großen frühen Erfolgen zählt unter anderem der Sieg bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona. Nach einem mehrjährigen Karriereknick feierte sie im Jahr 1999 ihr Comeback. Zu ihren jüngsten Erfolgen zählen der Grand Slam Titel bei den Australien Open 2001 und 2002, der French Open 2001 sowie die Nummer eins der Weltrangliste der weltbesten Tennisspielerinnen. Jennifer Capriatis Stärken beim Tennisspiel lagen in ihren präzisen und druckvollen Grundlinienschlägen. Sie agierte als Rechtschänderin, spielte aber ihre Rückhand beidhändig...
Jennifer Capriati wurde am 29. März 1976 in New York geboren.

Capriati beschäftigte sich bereits im Alter von drei Jahren mit dem Tennissport. Sie wurde schon früh von ihrem Vater Stephano Capriati trainiert. In ihrer Jugend wurde sie von Jimmy Evert gecoacht, dem Vater der Tennisspielerin Chris Evert. Am 5. März 1990 nahm sie im Alter von 13 Jahren zum ersten Mal in Boca Raton an der WTA-Tour teil. 1989 wurde die Dreizehnjährige US-amerikanische Juniorenmeisterin. Im selben Jahr nahm sie an den French-Open in der Juniorenklasse teil. Sie konnte das Grand Slam Turnier für sich entscheiden und war damit die jüngste Spielerin der Tennisgeschichte, die dieses Turnier gewonnen hatte.

Im Jahr 1993 wurde sie dann von der schweizerischen Spielerin Martina Hingis in diesem Rekordtitel abgelöst. 1990 startete Jennifer Capriati als Profispielerin. Im gleichen Jahr, 1990, schaffte sie es bis ins Halbfinale der French-Open. Und auch die Halbfinalteilnahme in Wimbledon ist als Erfolg der jungen Tennisspielerin zu werten. Das Wimbledon-Turnier gilt nicht nur als traditionsreichster Tenniswettbewerb der Profis, sondern zugleich als inoffizielle Weltmeisterschaft. Außerdem spielte Capriati im amerikanischen Team beim Federation Cup, den sie auch gewann. Im Folgejahr hielten ihre sportlichen Leistungen weiter an. Bei den US-Open drang sie bis ins Halbfinale vor.

Im Londoner Wimbledon-Turnier dominierte sie überraschenderweise über die routinierte Topspielerin Martina Navratilova. Den Erfolg im Federation Cup wiederholte Jennifer Capriati mit dem amerikanischen Team im Jahr 1991. 1992 erfolgte die Krönung ihrer jungen Tenniskarriere. In diesem Jahr gewann sie bei den Olympischen Sommerspielen in Barcelona die Goldmedaille. Im Finalspiel begegnete ihr die deutsche Favoritin Steffi Graf, die der Amerikanerin in drei Sätzen unterlag. Der sportliche Triumph für die erst sechzehnjährige Jennifer Capriati war perfekt. Indes managte ihr Vater die Vermarktung seiner Tochter, die zur Werbemillionärin aufstieg.

Danach ereilte sie eine persönliche Krise, die auch ihre Tenniskarriere erfasste. Jugend- und familiäre Probleme erfassten Capriati. Bis zum Jahr 1994 spielte sie noch im Turniersport mit. Dann zog sie sich für eine Zeit zurück, ehe sie im Jahr 1995 einen ersten Anlauf zum Comeback startete. Zwischenzeitlich wurde sie in der Weltrangliste der besten Tennisspielerinnen gar nicht mehr geführt. Bis zum Jahr 1996 gelang ihr der Anschluss an die Weltspitze. Doch dann zog sie sich ein zweites Mal vom aktiven Tennissport zurück, bis sie im Jahr 1999 ein zweites Comeback versuchte. Der Neuanfang wurde von Trainer Harold Solomin glücklich dirigiert. In dieser Zeit gewann sie zwei Turniere in Quebec und Straßburg.

Es folgte die Halbfinalteilnahme bei den Australian Open im Jahr 2000; erst ihre Landsmännin Lindsay Davenport, die spätere Siegerin des Grand Slam Turniers, stoppte sie. Sie wurde zur Comeback-Spielerin des Jahres gewählt. Im Jahr darauf steigerte sie sich weiter. Sie gewann den Grand Slam Titel der Australian Open. Im Endspiel stand Capriati der Schweizerin Martina Hingis gegenüber. Im selben Jahr nahm sie an den French Open 2001 teil. Auch dieses Grand Slam Turnier konnte sie für sich entscheiden. Ihr Comeback war gelungen. Im Oktober 2001 spielte sie sich hoch zur Weltranglisten-Ersten. Nach ihrem Spiel in Filderstadt wurde sie die Nummer Eins und damit Nachfolgerin von Martina Hingis. Auch im Folgejahr 2002 hielt ihre Leistungsform an.

Ihre Teilnahme an den Australian Open endete mit einem erneuten Sieg des Grand Slam Turniers. Und wieder hieß die Finalbegegnung Martina Hingis gegen Jennifer Capriati, die die US-Amerikanerin gewann. Innerhalb einer Jahresfrist konnte Capriati somit insgesamt drei Grand Slam Titel verbuchen. Jennifer Capriatis Stärken beim Tennisspiel lagen in ihren präzisen und druckvollen Grundlinienschlägen. Sie agierte als Rechtschänderin, spielt aber ihre Rückhand beidhändig. Zu ihrer Erfolgsbilanz zählen unter anderem zehn Einzeltitel. Ihr gesamtes Preisgeld soll sich auf eine Summe von 2.488.000 Dollar belaufen. Seit November 2004 spielt Jennifer Capriati keine Turniere mehr, ihr letztes Match war in Philadelphia, dort schied sie im Viertelfinale chancenlos mit 0:6 und 1:6 gegen die Russin Vera Zvonareva aus.

Zwar gab sie ihren Rücktritt bisher noch nicht bekannt, allerdings ist es wahrscheinlich, dass Capriati aufgrund anhaltender Rückenprobleme nicht mehr auf die WTA-Tour zurückkehren wird.

NameJennifer Capriati

Geboren am29.03.1976

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortNew York, (USA).