Biografie

Jean-Paul Riopelle

Der frankokanadische Maler und Bildhauer wurde einer der wenigen Künstler Kanadas mit internationaler Bekanntheit. Ab 1945 gehörte Jean-Paul Riopelle zur Künstlergruppe "Les Automastistes". Er realisierte ab den 1950er Jahren den Stil des Action-Paintings und gab ihm sein persönliches Merkmal durch eine reichhaltige Chromatik und gespachtelte Farbflecken. Dabei orientierte er sich an Jackson Pollocks "All-over-Painting". Seine bunten mosaikartigen Bilder im Stil des Abstrakten Expressionismus haben später internationale Anerkennung gefunden. 1962 wurde Jean-Paul Riopelle auf der Biennale mit dem UNESCO-Preis geehrt...
Jean-Paul Riopelle wurde am 7. Oktober 1923 im kanadischen Montreal geboren.

Zunächst begann Jean-Paul Riopelle, im Jahr 1940 Mathematik zu studieren. Doch kurze Zeit später gab er das Studium wieder auf. Riopelle wandet sich der Malerei zu und und studierte an der Kunstakademie in Montreal. Er war Schüler des Kanadiers Paul-Emile Borduas. 1947 verließ Riopelle Montreal und zog nach Paris. Dort machte er die Bekanntschaft mit den zeitgenössischen Strömungen des Action Paintings, Surrealismus und Automatismus sowie mit Künstlern des Tachismus und Informell wie zum Beispiel mit dem deutsch-französischen Maler, Grafiker und Musiker Alfred Otto Wolfgang Schulze, besser bekannt unter der Künstlerbezeichnung Wols.

Von dessen Werken war Riopelle beeindruckt und ließ sich auf der Suche nach einer eigenen Stilsprache beeinflussen. Er selbst fand dann zum Action Painting, zu dessen bekanntester Repräsentant aus Kanada er avancierte. Zunächst realisierte er diese Technik in ihrer reinsten Form, indem er Farbe auf die Leinwand tropfen ließ. Nach 1945 schloss sich Jean Paul Riopelle einem Kreis junger frankokanadischer Künstler an, den "Les Automastistes". Sie verdanken ihren Namen ihrer spontanen Arbeitsweise. Ab dem Jahr 1950 änderte er seinen Technik.

Eine üppige Chromatik und die gespachtelten Farbflecken, die er in der Art von Jackson Pollocks "All-over-Painting" über die gesamte Bildfläche verteilte, waren bezeichnend für Riopelles künstlerische Ausdruckskraft dieser Zeit. Seine Werke schuf er in mehreren Arbeitsgängen: Er schleuderte die Farbe auf die Leinwand und zog mit der Spachtel Bahnen. Im Anschluss daran stattete er die Vorlage mit dünne Farbfäden aus, die der Oberfläche eine gitterartige Struktur verleihen. Seine bunten mosaikartigen Bilder im Stil des Abstrakten Expressionismus haben später internationale Anerkennung gefunden.

Im Jahr 1955 begegnete er der amerikanischen Malerin Joan Mitchel, die im abstrakten Expressionismus malte. Sie wurde seine Lebensgefährtin. 1956 entstand das Werk mit dem Titel "Begegnung. 1959 bezog er mit Joan Mitchel eine gemeinsame Wohnung in Paris. 1968 siedelten beide nach Vétheuil, in der Nähe von Giverny, über. Dort befand sich auch der Alterssitz von
Claude Monet. 1979 trennten sich Riopelle und Mitchell. In den Sechzigern variierte Riopelle seinen Stil, indem er farbige Formen konzentrierte und strukturierte. Die Sujets wirken wie abstrakte Landschaften. 1963 entstand in dieser Art beispielsweise der Titel "Juni" und drei Jahre später "Der Berg".

Erst in dieser Zeit wurde Jean-Paul Riopelle bekannt und seine Werke wurden von einer breiten Öffentlichkeit rezipiert. 1962 wurde Jean-Paul Riopelle auf der Biennale mit dem UNESCO-Preis geehrt. Für das Olympia Stadion in Montreal fertigte er Skulpturen und Brunnen an. Zu seinen Freunden zählten Persönlichkeiten wie der französischen Dramatiker und Erzähler Samuel Beckett, der Schweizer Bildhauer, Zeichner und Maler Alberto Giacometti sowie der französische Schriftsteller André Breton. 2002 wurden Werke Riopelles auf der Gruppenausstellung "Art Chicago 2002" gezeigt.

Jean-Paul Riopelle starb am 12. März 2002 zweiundsiebzigjährig in Ile-aux-Grues bei Quebec.

NameJean-Paul Riopelle

Geboren am07.10.1923

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortMontreal (CAN).

Verstorben am12.03.2002

TodesortIle aux Grues (CAN).