Biografie

Alberto Giacometti

Der schweizerische Bildhauer, Zeichner und Maler zählt zu den herausragendsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Sein alleinstehendes Werk wurde zunächst beeinflusst durch die Kunst der Naturvölker und des Surrealismus, ehe es keiner Richtung mehr zuzuordnen war. Seine späteren räumlichen Konstruktionsfiguren weisen überlange Extremitäten auf. Die eindringlichen Figuren mit ihrer Räumlichkeit beeinflussten die plastische Kunst. Immer fließen auch Fragen nach dem menschliches Sein in das Werk des Künstlers. Speziell befasste er sich mit dem weiblichem Körper. Seine Gedanken kreisten um das Entstehen und die Form der Erscheinung. Zu seinem Werk zählen darüber hinaus Zeichnungen und Gemälde, die das Verlorensein des Menschen im leeren Raum betonen...
Alberto Giacometti wurde am 10. Oktober 1901 als Sohn des neoimpressionistischen Malers Giovanni Giacometti in Stampa, Graubünden geboren.

Bereits im Jahr 1913 malte Alberto Giacomettis sein erstes Ölgemälde. Im Jahr darauf entstanden seine ersten Skulpturen aus Plastilin. In den Jahren von 1919 bis 1920 besuchte er die Kunstgewerbeschule in Genf. Danach machte er eine zweijährige Reise durch Italien. 1922 zog er nach Paris. In der französischen Hauptstadt studiert er an der Académie de la Grande Chaumière. Er war in den Jahren von 1922 bis 1925 Schüler des Bildhauers Emile-Antoine Bourdelle. Sein Hauptaugenmerk legte Giacometti dabei auf die Bildhauerei, widmete sich aber nebenbei auch der Malerei. 1925 kam sein Bruder Diego nach Paris. Er blieb zeit seines Lebens sein Assistent.

Sie bezogen zusammen ein Atelier, in dem Diego Giacometti als Designer und Raumgestalter eigene Möbel entwarf. Ende der 1920er Jahre hatte Alberto Giacometti Kontakt mit surrealistischen Künstlern, denen er sich bis 1936 anschloss. Daraus gewann er Anregungen für sein plastisches Werk, dem er eine phantastische Form verlieh. Davon zeugen beispielsweise die Werke "Palast um vier Uhr morgens" (1930) und "Aufgehängter Ball" (1931). 1927 entstand die Arbeit mit dem Titel "Löffelfrau" nach kubistisch-surrealistischem Stil. 1940 traf er Simone de Beauvoir und Jean Paul Satre, mit denen er sich befreundete. Der Eindruck der Zerbrechlichkeiten bei Giacomettis plastischem Werk nahm zu. Seine Gemälde in den Tönen Grau und Weiß gewannen mehr und mehr an sensiblem Ausdruck.

Im Jahr 1948 hatte der Künstler in der Galerie von Pierre Matisse, dem Sohn des berühmten Malers Henri Matisse, in New York eine Einzelausstellung, die ihm zum künstlerischen Durchbruch auch international verhalf. Zu dem Erfolg trug auch Jean Paul Satres Aufsatz "The search for the absolute" bei, der sich auf das Werk Giacomettis bezieht. In dieser Zeit lernte Giacometti auch James Lord kennen, seinen späteren Biographen. In den Jahren des Zweiten Weltkrieges zog sich Alberto Giacometti in die Schweiz nach Genf zurück. Danach, im Jahr 1946 siedelte er wieder nach Paris über. 1951 machte er die Bekanntschaft des irischen Dramatikers Samuel Beckett, woraus sich eine Freundschaft entwickelte. 1962 wurde Giacometti mit dem großen Preis für Skulptur auf der Biennale in Venedig geehrt.

In der Zwischenzeit fand der Künstler seine eigene Ausdruckssprache. Seine Figuren nach seiner surrealistischen Phase sind geprägt von einer auffallenden Überlänge der Extremitäten und Köpfe. Ihr Ausdruck weist eher auf eine geistige Ebene als auf eine Ausdruckskraft durch das Material. Den dünnen Figuren haftet eine gewisse Zerbrechlichkeit an. Ihre Dünnheit wird bezeichnend für Giacomettis künstlerischen Ausdruck und seine Motivation. Immer fließen auch Fragen nach dem menschliches Sein in das Werk des Künstlers. Speziell befasste er sich mit dem weiblichem Körper. Seine Gedanken kreisten um das Entstehen und die Form der Erscheinung.

Mit seinen Plastiken und seinem Malwerk offenbart der Künstler das Verlorensein des Menschen und seiner Einsamkeit wie zum Beispiel in der Arbeit "La clairière" (1950, zu deutsch: Die Lichtung). Sein Werk wird darüber hinaus beherrscht von den Strömungen des Kubismus, Surrealismus und Existentialismus. Es umfasst neben Skulpturen und Gemälden Zeichnungen, Aquarelle und Druckgraphiken. 1965 wurde die Alberto Giacometti-Stiftung gegründet.

Alberto Giacometti starb am 12. Januar 1966 im schweizerischen Chur.

Giacomettis graphisches Hauptwerk mit dem Titel "Paris sans fin" wurde nach seinem Tod im Jahr 1969 veröffentlicht. 1983 erschien eine Biographie über den Künstler von dem Schriftsteller James Lord.

NameAlberto Giacometti

Geboren am10.10.1901

SternzeichenWaage 24.09 - 23.10

GeburtsortStampa (CH).

Verstorben am12.01.1966

TodesortChur (CH).