Biografie

James Brown

Der US-amerikanische Sänger, Musiker, Bandleader und Musikproduzent avancierte vom Baumwollpflücker zum Multi-Millionär. In einer beeindruckenden Karriere wurde der Südstaatler zum "Godfather of Soul". James Brown wurde mit seinen Songs zum Vertreter der schwarzen Underdogs und im neuen Stils des Soul und des Funk zu einem der einflussreichsten afroamerikanischen Musiker in der Geschichte der Musik. Als Multitalent spielte er Orgel, Klavier, Gitarre und Schlagzeug; jedoch trat fast ausschließlich als Sänger und Tänzer auf. Brown machte jedoch auch mit Gefängnisstrafen und Körperverletzungen Schlagzeilen. Zu seinen populärsten Hits zählen "Please, Please, Please", "Try Me", "Prisoner of Love", "Live At The Apollo", "Sex Machine" und "Livin' In America"...
James Joe Brown jr. wurde auf einer Südstaatenfarm bei Toccoa, Georgia, USA, geboren.

Die Angaben über seinen Geburtstag schwanken vom 3. Mai 1928 bis zum 4. Juni 1933. Er wuchs elternlos auf und wohnte in einer Holzhütte und später im Bordell seiner Tante Handsome Washington. Er schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und arbeitete als Baumwollpflücker, Wagenwäscher und Schuhputzer. Ebenso war er Autodieb und Einbrecher. Ende der 1940er Jahre wurde er wegen bewaffneten Überfalls verurteilt. Durch die Unterstützung des Sängers Bobby Byrd wurde er vorzeitig unter Auflagen aus der Haft entlassen. Er sang im Gospelchor der örtlichen Kirche und lernte Schlagzeug. Mit eisernem Willen und Durchsetzungsvermögen schaffte er es schließlich 1956 seine erste Platte "Please Please Please" aufzunehmen.

Brown kaufte Sendezeit bei Radiostationen und verschaffte sich so erste Aufmerksamkeit. Die Platte wurde ein Riesenerfolg und Brown stieg zur Identifikationsfigur der schwarzen Bürger Amerikas auf. Ab Mitte der sechziger Jahre füllte er große Konzerthallen und mit Hits wie "Prisoner of Love" (1963), "I Got You" (1965), "Papa's Got A Brand New Bag" (1965), "It's a Man's World" (1966), "Say it Loud" (1967) und "I'm Black and I'm Proud" (1968). Seinen Erfolg setzte er mit Chart-Hits auch in den 1970er Jahren fort. Insgesamt erhielt Brown über 40 Goldene Schallplatten. Er baute sich ein Imperium aus Radiostationen, Fernsehsendern, Musikverlagen, einer Plattenproduktion, einer Künstleragentur, einer Immobilienfirma und einer Restaurant-Kette auf.

Seine Popularität nutzte er aber auch, um in Schulen der Schwarzenghettos die Notwendigkeit einer Ausbildung und den Kampf gegen Drogen zu predigen. Seine größten Feinde sah James Brown in - wie er sie nannte - den "Renommier-Negern Hollywoods" wie Sidney Poitier, Sammy Davis jr., Bill Cosby und anderen. Sie hätten nie das wahre Leben der schwarzen Ghettos in die Öffentlichkeit gebracht. 1980 trat Brown in einer Gastrolle im Kultfilm "The Blues Brothers" auf und war weiterhin ständig auf Tour. Teilweise spielte Brown bis zu 300 Konzerte pro Jahr. 1986 veröffentlichte er seine Autobiographie mit dem Titel: "James Brown - The Godfather of Soul". Aber nicht nur durch sein soziales Engagement und seine künstlerischen Aktivitäten machte er Schlagzeilen.

Seine bereits dritte Ehefrau Adrienne verprügelte er 1988 so sehr, dass sie ihn auf mehrere Millionen Dollar Schadensersatz verklagte. Sie zog die Klage aber wieder zurück. Allerdings wurde Brown noch im gleichen Jahr zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt, weil er bei einer Kontrolle wegen Waffenbesitzes versucht hatte, zwei Polizisten zu überfahren. Er wandte sich ohne Erfolg an den damaligen US-Präsidenten George H. W. Bush und forderte seine Freilassung. Brown war immer wieder wegen unerlaubten Waffen- und Drogenbesitzes mit dem Gesetz in Konflikt gekommen und musste wegen 4,5 Millionen Dollar Steuerschulden 1975 sogar einen seiner Jets und zwei Radiostationen verkaufen.

Weiter musste er nach der Scheidung von seiner zweiten Frau eine Millionen-Abfindung zahlen. 1989 musste James Brown als Freigänger bei einer Hilfsorganisation für Arme, Alte und Arbeitslose arbeiten - für 3,80 Dollar pro Stunde. 1991 wurde er auf Bewährung entlassen und ging wieder auf Tour. Dazu produzierte er die Platte "Love Over-Due". Ein Jahr später wurde er für sein Lebenswerk mit einem "Grammy" geehrt. Seine Ehe mit Adrienne wollte er 1994 scheiden, zog sein Vorhaben aber wieder zurück, nachdem sie ihn erneut wegen Misshandlung und Körperverletzung angezeigt hatte. Adrienne starb am 6. Januar 1996 nach monatelangem Drogenentzug und einer Schönheitsoperation in einem Krankenhaus in Beverly Hills.

James Joe Brown starb in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 2006 in einem Krankenhaus in Atlanta, Georgia an den folgen einer Lungenentzündung.
1956 Please Please Please
1958 Try Me!
1960 Think
1961 James Browns Presents His Band
1961 The Amazing James Brown
1961 Night Train
1962 Shout & Shimmy
1962 Tours the U.S.A.
1962 Jump Around
1963 Live at the Apollo, 1963
1963 Prisoner of Love
1964 Pure Dynamite! Live at the Royal
1964 Showtime
1964 Out of Sight
1964 Grits & Soul
1965 Papa's Got a Brand New Bag
1965 James Brown Plays James Brown
1966 I Got You "I Feel Good"
1966 James Brown Plays New Breed
1966 It's a Man's Man's Man's World
1966 Handful of Soul
1966 Mighty Instrumentals
1966 James Brown Sings Christmas Songs
1967 Sings Raw Soul
1967 Live at the Garden
1967 James Brown Plays the Real Thing
1967 Cold Sweat
1968 I Can't Stand Myself When You Touch Me
1968 I Got the Feelin'
1968 James Brown Plays Nothing But Soul
1968 Live at the Apollo, 1968
1968 James Brown Sings out of Sight
1968 James Brown Presents His Show of Tomorrow
1968 Soul Party
1968 A Soulful Christmas
1968 A Thinking About Little Willie
1969 Say It Loud, I'm Black and I'm Proud
1969 Gettin' Down to It
1969 It's a Mother
1969 The Popcorn
1969 Plays Rhythm & Blues
1969 Excitement
1970 Ain't It Funky
1970 Soul on Top
1970 It's a New Day -- So Let a Man Come In
1970 Sex Machine / live
1970 Hey America
1971 Sho Is Funky Down Here
1971 Hot Pants
1971 Revolution of the Mind / live
1971 Super Bad / live
1971 Soul Brother No. 1
1972 There It Is
1972 Get on the Good Foot
1973 Black Caesar
1973 Slaughter's Big Rip-Off
1973 The Payback
1974 Hell
1974 Reality
1975 Sex Machine Today
1975 Everybody's Doin' the Hustle
1976 Get up Offa That Thing, 1976
1976 Body Heat
1976 Hot
1977 Mutha's Nature
1977 Strangers
1978 Jam / 1980's
1978 Take a Look at Those Cakes
1979 The Original Disco Man
1979 Mister Dynamite
1980 People
1980 Hot on the One / live
1980 Soul Syndrome
1981 Nonstop!
1981 The Third Coming
1981 Live in New York
1981 Special
1982 Mean on the Scene / live
1983 Bring It On!
1985 Live in Concert
1986 Gravity
1986 James Brown`s Funky People
1987 How Do You Stop
1988 I'm Real
1988 James Brown`s Funky People Part 2
1989 Soul Session Live
1991 Love Over-Due
1992 Universal James
1995 Live at the Apollo 1995
1995 James Brown´s Funky Christmas
1998 I'm Back
1999 The Merry Christmas Album
1999 Say It Live And Loud / live
2000 Funky People Part 3
2001 Get up Offa That Thing, 2001 / live
2002 Super Bad - Live
2002 Startime Live
2002 In Concert / live
2002 The Next Step
2005 They don't want Music - mit The Black Eyed Peas
2006 Gut Bucket

NameJames Brown

Geboren am04.06.1933

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortToccoa, Georgia (USA).

Verstorben am25.12.2006

TodesortAtlanta, Georgia (USA).