Biografie

Isaac Newton

Der englische Physiker, Mathematiker, Astronom, und Philosoph war Verfasser der "Philosophiae Naturalis Principia Mathematica" (1687). Isaac Newton läutete mit seinen Lehren das moderne Zeitalter der Physik und der klassischen Mechanik ein. Dazu entwickelte er unter anderem die drei berühmten Bewegungsgesetze, die Lehre von der Gravitationskraft, er entdeckte die Zusammensetzung des Lichtes, betrieb erfolgreiche Grundlagenforschung in der Aerodynamik und Akustik und lieferte die Erklärung zu dem Phänomen von Ebbe und Flut. In der Mathematik entwickelte er die Infinitesimalrechnung (Differential- und Integralrechnung). Darüber hinaus verfasste Newton wichtige chemische, alchemistische, chronologische und theologische Schriften...

Erfinder, Entdecker, Erleuchtete
Isaac Newton wurde am 4. Januar 1643 als Sohn eines Landwirts in dem englischen Dorf Woolsthorpe in Lincolnshire geboren.

Bereits vor der Geburt war sein Vater verstorben. Mit drei Jahren kam er zu seiner Großmutter, bei der er bis zu seinem zehnten Lebensjahr aufwuchs. Danach kehrte Newton zu seiner Mutter zurück. Er besuchte die Schule in dem nahe gelegenen Grantham. Ab 1665 studierte er am Trinty College in Cambridge. Unter anderem wurde er dort von dem Theologen, Philologen und Mathematiker Isaac Barrow unterrichtet. Im Januar 1665 erhielt Newton das Bakkalaureat (Abitur). Eine Beulenpestseuche führte zur Schließung des Colleges. Newton kehrte ins Elternhaus nach Woolsthorpe zurück. In dieser Zeit beschäftigte er sich mit der Infinitesimalrechnung, mit der Natur des Lichtes und der Gravitation.

Erst 1667 nahm er seine Studien in Cambridge wieder auf. Dabei befasste er sich mit den Werken von Johannes Kepler, Galileo Galilei und Robert Boyle. Newtons Entwicklung der Infinitesimalrechnung (Fluxionsrechnung) war in der Mathematik wegweisend, konnte man doch bisher nur mit festen Größen wie Zahlen umgehen. Newtons Entwicklung eröffnete die Möglichkeit, zeitlich veränderliche Größen wie physikalische Kräfte oder Geschwindigkeiten in Zahlen auszudrücken. Unabhängig von Newton entwickelte der Philosoph, Mathematiker und Forscher Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz etwa zur gleichen Zeit einen Lösungsweg zu diesem mathematischen Problem durch seine Differential- und Integralrechnung. Seine Namensgebung als Infinitesimalrechnung setzte sich letztlich durch.

Im Jahr 1669 verbesserte Newton das Teleskop zu einem Spiegelteleskop, indem er nach innen gewölbte Linsen zur Lichtbündelung benutzte. Im gleichen Jahr wurde er Professor in Cambridge; damit trat er die Nachfolge seines Lehrers Barrow an. 1671 führte er seine Erfindung der Londoner Royal Society vor. Seine erste wissenschaftliche Veröffentlichung über die Entdeckung der Natur des Lichtes überreichte Newton 1672 der Royal Society. Im gleichen Jahr wurde er ihr Mitglied. Experimentell konnte er nachweisen, dass das weiße Licht aus einer Mischung aus farbigen Lichtkomponenten besteht. Damit widersprach er der bis dato gängigen Auffassung, dass das farbige Licht komplex und das weiße Licht einfach sei. Newton erklärte das Licht aus Korpuskeln bestehend.

Erst 1704 erschien sein wissenschaftliches Werk "Optics". 1687 veröffentlichte Newton seine drei berühmten Bewegungsgesetze in dem Buch "Philosophiae Naturalis Principia Mathematica". Die Anfänge dieser Theorie lagen in der Pestzeit, die zur Unterbrechung seiner Studien und zum Aufenthalt in seinem Elternhaus führten. In diesem auch nur "Principia" genannten Buch legte er außerdem sein Newtonsches Gravitationsgesetz nieder: Jedes Stück Materie verfügt über eine sogenannte schwere Masse, der Ursache für ihre Anziehungskraft. – Die Schwerkraft zwischen zwei Körpern verhält sich proportional zum Produkt ihrer Massen. – Die Änderung der Schwerkraft verhält sich invers proportional dem Quadrat ihres Abstandes. Eine Anekdote erzählt, dass Isaac Newton auf das Gravitationsgesetz stieß, als ihm ein Apfel auf dem Kopf fiel.

Newton soll daraus geschlossen haben, dass die Schwerkraft auch auf dem Mond wirken und die Umlaufbahn des Mondes sich aus zwei sich ausgleichenden Kräften bestehen müsse – einmal aus der Zentripetalkraft, die die Körper zum Mittelpunkt der Umlaufbahn zieht, und andererseits aus der Zentrifugalkraft, die vom Mittelpunkt wegstrebt. In den drei "Prinzipia"-Büchern befasste sich Newton, neben den Bewegungsgesetzen, mit den Planetenbahnen, Flüssigkeiten und Gasen, der Widerlegung einer Wirbeltheorie sowie der Abhängigkeit der Schwerkraft von der Masse. Von 1689 bis 1690 wurde Newton zum Abgeordneten der Universität Cambridge. 1693 erlitt er einen schweren Nervenzusammenbruch, der ihn von weiteren Forschungen abhielt. Danach beschäftigte er sich mit Alchemie und religiösen Fragen. 1696 wurde er zum Münzwardein, zum Aufsichtsbeamten der königlichen Münze ernannt.

Drei Jahre später erfolgte der Aufstieg zum Münzmeister, heute vergleichbar mit dem Finanzminister. 1700 verließ Newton Cambridge und zog nach London. 1703 wurde er dort Präsident der Royal Society. 1705 wurde er als erster Wissenschaftler der Royal Society zum Ritter geschlagen. In den Jahren 1713 und 1726 wurde das dreibändige Werk "Principia" zum zweiten beziehungsweise zum dritten Mal aufgelegt.

Sir Isaac Newton starb am 31. März 1727 in London.


Erfinder, Entdecker, Erleuchtete

NameIsaac Newton

Geboren am04.01.1642

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortWoolsthorpe (GB).

Verstorben am31.03.1727

TodesortLondon (GB).

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