Biografie

Diether Krebs

Der Schauspieler, Sänger und Moderator wurde vor allem durch seine Rolle als Schwiegersohn von "Ekel Alfred" in "Ein Herz und eine Seele" bekannt. Schnell avancierte der Komödiant auf dem Bildschirm, nicht nur als Verwandlungskünstler in zahlreichen Comedy-Serien zum Publikumsliebling. Acht Jahre lang, von 1978 bis 1986, gab er neben Werner Kreindl und Bernd Herzsprung den stets mürrischen Kriminalobermeister "Dieter Herrle" in der Serie SOKO 5113. Ein Auftritt als Tatort-Kommissar folgte 1979. Nur einmal verkörperte Diether Krebs in der Folge "Alles umsonst" unter der Regie von Hartmut Griesmayr den Ermittler Nagel. Als Gaststar war er jedoch häufiger im Tatort zu sehen, später auch im "Polizeiruf 110" und in "Der Alte"...
Diether Krebs wurde am 11. August 1947 in Essen geboren.

Er wuchs in einfachen Verhältnissen bei seinen Eltern auf. Die Eltern besaßen ein Schreibwarengeschäft. Der Wunsch Schauspieler zu werden entwickelte sich schon während der Schulzeit. Krebs spielte in Laiengruppen und besuchte nach dem Abschluss des Gymnasiums die Folkwang-Schauspielschule in Essen. Krebs war in allen Fassetten der Schauspielkunst talentiert, von der Klassik bis zur Komödie. So bekam er sein erstes Engagement am Stadttheater Oberhausen. Der Durchbruch gelang ihm aber im Fernsehen: Als Schwiegersohn von "Ekel Alfred" spielte er sich 1974 und 1975 in "Ein Herz und eine Seele" in die Herzen der Fernsehzuschauer.

In der Folgezeit blieb Krebs in zahlreichen Rollen auf dem Bildschirm präsent, sowohl in leichten Unterhaltungsserien als auch in anspruchsvollen Fernsehspielen: 1975 holte ihn Peter Zadek neben Heinz Bennent, Hannelore Hoger und Hermann Lause für Eiszeit vor die Fernsehkamera; 1980 spielte er neben Eberhard Feik eine Hauptrolle in "Die Judenbuche" nach der Erzählung von Annette von Droste-Hülshoff. 1975 verließ Diether Krebs die Serie und wechselte das Genre. Er wurde der Kriminalkommissar in der ZDF-Serie "SOKO 5113". Im Jahr 1978 war Krebs als Kommissar Nagel im "Tatort" zu sehen; er war der jüngste Tatort-Kommissar in der Geschichte der Erfolgsserie. Auch im Kino war Krebs vertreten: 1975 in "Eiszeit", 1980 in "Orgia De Ninfomanas" und 1991 in "Go, Trabi, Go".

In Jahr 1979 heiratete er Bettina Freifrau von Leoprechting. Aus dieser Ehe gingen die Söhne Moritz und Till hervor. Anfang der 1980er Jahre wechselte Krebs wieder zur Comedy und war in den Serien "Sketchup" und später in "Voll daneben" zu sehen. Aus "Sketchup" schied Krebs aus, da er sich für seine Sketche mehr politischen Spielraum gewünscht hatte, der ihm aber nicht gewährt werden konnte. Auch in den Charts war Krebs zu finden. Mit dem Titel "Ich bin der Martin, ne" aus dem Jahr 1991 war er 18 Wochen in den Top 20 gelistet. Seine letzte Fernsehsendung hatte er mit seinem belgischen Kollegen Carry Goossens im Jahr 1998 unter dem Titel "Der Dicke und der Belgier".

Kurz vor Beginn der Serie musste sich Diether Krebs einer schweren Herzoperation unterziehen. Noch im selben Jahr wurde "Der Dicke und der Belgier" mangels Zuschauerzahlen abgesetzt. 1993 wirkte er in der Katastrophenfilm-Satire "Moebius" mit und 1997 war er der "Willi Wiesenkamp" in der legendären Kurzfilmversion von Peter Thorwarths "Was nicht passt, wird passend gemacht". Zuletzt sahen die Kinozuschauer Diether Krebs 1999 als "Werner Kampmann" in der Ruhrpott-Gangsterkomödie "Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding", ebenfalls von Regisseur Peter Thorwarth.

Diether Krebs starb am 4. Januar 2000, im Alter von 52 Jahren in Hamburg an einem Krebsleiden.
1970 - Die tollkühnen Penner

1973/1974: Ein Herz und eine Seele

1974 - Die Eiszeit

1979 - Tatort - Alles umsonst

1981 - Silas

1984/1987 - SketchUp

1987 - Beule - oder wie man einen Tresor knackt

1990 - Voll daneben

1990 - Go Trabi Go

1993 - R.O.S.T. - Die Diether Krebs Show

1998 - Der Dicke und der Belgier

1999 - Bang Boom Bang

NameDiether Krebs

Geboren am11.08.1947

SternzeichenLöwe 23.07 - 23.08

GeburtsortEssen (D).

Verstorben am04.01.2000

TodesortHamburg-Hohenfelde (D).