Biografie

Heinz Heinrich Bauer

Der gelernte Schriftsetzer und Buchdrucker übernahm vom Vater das zweitgrößte Verlagshaus der Bundesrepublik. Seit über drei Jahrzehnten ist Heinz Bauer Komplementär der "Heinrich Bauer Verlag KG", deren beherrschende Position auf dem Markt der Jugend-, Frauen- und Programmzeitschriften er seither im In- und Ausland verteidigen und weiter ausbauen konnte...

Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens
Die 100 reichsten Deutschen
Heinz Heinrich Bauer wurde am 28. Oktober 1939 in Hamburg geboren.

Sein Vater, Alfred Bauer, betrieb in der Elbmetropole ein gleichnamiges Verlagshaus, das durch die Kriegsereignisse zerstört wurde. Nach der Schule stieg Bauer jr. in die Fußstapfen seines Vaters, um eine Ausbildung zum Schriftsetzer und Buchdrucker zu machen. Während sein Vater das Verlagshaus in den ersten Nachkriegsjahrzehnten zum zweitgrößten Unternehmen seiner Branche entwickelte, arbeitete sich Bauer nach der Lehre in die verschiedenen Abteilungen des Betriebs ein.

Im Jahr 1972 wurde Bauer Komplementär der "Heinrich Bauer KG", in der er zunächst nur 10% der Anteile hielt, während die Mehrheit im Besitz seines Vaters blieb. Infolge des Todes von Alfred Bauer vereinigt Heinz Bauer seit 1984 96% der Unternehmensanteile auf sich. Der neue Verlagschef bemühte sich in den ersten Jahren vor allem um eine Konsolidierung des Unternehmens. Eine Beteiligung am Privatkanal "SAT.1" machte Bauer bald wieder rückgängig.

Zugleich trieb er die Internationalisierung der Geschäftsaktivitäten im Printbereich voran, deren Schwerpunkte sich auf die USA, Frankreich und Großbritannien konzentrierten. Dort wurden u.a. die Zeitschriftenprojekte "First for Women" (USA), "Marie France" (Frankreich) und "Bella" (Großbritannien) ins Leben gerufen. 1990 erwarb das Rastatter Tochterunternehmen "Verlagsunion Pabel-Moewig" die Verlage "Hestia", "Diana" und "Neff".

Im Zuge der deutschen Wiedervereinigung übernahm der "Heinrich Bauer Verlag" die "Magdeburger Volksstimme". Mit "Unserer Illustrierten" suchte Bauer ab 1991 außerdem der Konkurrenz des "Burda Verlags" in den neuen Bundesländern zu begegnen. Der erneuten Beteiligung Bauers am privaten Fernsehgeschäft ("RTL2") stand 1992 die Einstellung der langjährigen Publikation "Quick" gegenüber. Trotz des Misserfolgs einiger Neuerscheinungen gelang es Bauer, die Marktposition des Verlags unter den sich verschärfenden Wettbewerbsbedingungen zu verteidigen.

Neben seiner beherrschenden Position auf dem Inlandsmarkt der Programm-, Frauen- und Jugendzeitschriften stärkte Bauer in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre besonders die Expansion des Verlags ins vor allem osteuropäische Ausland. Um die Jahrtausendwende gab der "Heinrich Bauer Verlag" 51 Zeitschriften im Ausland heraus, denen 31 deutsche Publikationen gegenüberstanden. 1998 unterstützte Bauer durch den Erwerb von Anteilen das in der Öffentlichkeit umstrittene Großprojekt eines Festspielhauses in Baden-Baden.

Bauer behielt sich die Entscheidungsbefugnis in allen bedeutenden Fragen der Unternehmensführung auch gegenüber der obersten Geschäftsführung des Verlagskonzerns vor. In den folgenden Jahren zeigte er sich mit wachsendem Geschäftsinteresse um die ertragreichen Märkte des Privatfernsehens und der neuen elektronischen Medien bemüht. Zum Jahresende 2003 konnte Bauer einen stabilen Auslandsumsatz vermelden, der etwa zu einem Drittel den Gesamtgewinn des Verlages ausmachte.

Heinz Bauer ist verheiratet und Vater von fünf Kindern, von denen ein Sohn früh verstarb.


Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens
Die 100 reichsten Deutschen

NameHeinz Heinrich Bauer

Geboren am28.10.1939

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortHamburg (D).