Biografie

Alfred Louis Heinrich Bauer

Der gelernte Drucker und Setzer baute in der Zwischenkriegszeit die elterliche Verlagsdruckerei zu einem ansehnlichen Unternehmen aus, das sich im Bereich der Rundfunkzeitschriften betätigte. Doch erst in den beiden ersten Nachkriegsjahrzehnten entwickelte Alfred Bauer seinen Verlag im Zuge des Wiederaufbaus und Wirtschaftswunders zum zweitgrößten Unternehmen seiner Branche. Der "Heinrich Bauer Verlag" beherrschte seither durch TV-, Frauen- und Jugendzeitschriften den bundesdeutschen Markt der "Yellow Press"...

Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens
Alfred Louis Heinrich Bauer wurde am 14. April 1898 in Hamburg geboren.

Seine Eltern betrieben dort eine 1875 gegründete Verlagsdruckerei. Nach der Schule absolvierte er während des Ersten Weltkriegs eine Lehre zum Drucker und Setzer. 1918 begann Bauer im elterlichen Unternehmen zu arbeiten, wo er u.a. die Sportzeitung "Extrablatt am Montag" herausgab. 1923 gründete Bauer in Hamburg eine zweite Verlagsdruckerei. Zum Verlagsprogramm seines Unternehmens zählten auflagenstarke Zeitschriften, die eine hohe Gewinnspanne erreichten.

So gab Bauer seit 1926 auch die "Rundfunk-Kritik" in einer Auflage von 500.000 Exemplaren heraus. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs musste die Publikation, die inzwischen unter dem Titel "Funk-Wacht" erschien, 1942 mangels Papiers eingestellt werden. Durch die Kriegsereignisse wurde der Unternehmenssitz zerstört. Erst 1949 konnte die Zeitschrift erneut erscheinen. In der Nachkriegszeit gelang es Bauer, sein Unternehmen im Zuge des Wiederaufbaus und des Wirtschaftswunders in der Bundesrepublik zu einem der größten westdeutschen Verlage auszubauen.

Durch den Erwerb anderer Verlagshäuser und von Zeitschriften avancierte der "Heinrich Bauer Verlag" bis 1968 zum zweitgrößten Unternehmen seiner Branche in der Bundesrepublik. Der "Heinrich Bauer Verlag" beherrschte seither den wachsenden Markt der "Yellow Press", auf dem er mit Illustrierten wie "TV Hören und Sehen", "Quick", "Neue Revue" und der Zeitschrift "Praline" vertreten ist. Mit der "Neuen Mode" behauptete sich Bauer ab 1958 auch im Bereich der Modezeitschriften.

Das Verlagsprogramm umfasst überdies die typischen Groschenromane aus dem Landsermilieu und aus dem Bereich der Trivialliteratur. 1968 übernahm der "Heinrich Bauer Verlag" das Jugendmagazin "Bravo", das sich zu einem der erfolgreichsten Publikationsprojekte des Hauses entwickelte.

Alfred Bauer starb am 20. Mai 1984 in Hamburg. Die Verlagsgeschäfte werden von seinem Sohn Heinz Bauer fortgeführt.


Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens

NameAlfred Louis Heinrich Bauer

Geboren am14.04.1898

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortHamburg (D).

Verstorben am20.05.1984

TodesortHamburg (D).