Biografie

Hans-Olaf Henkel

Der deutsche Manager stellte von 1995 bis 2001 den Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Hans-Olaf Henkel hat sich als streitbarer Kämpfer für die deutsche Industrie, sowohl im Inland als auch im Ausland, einen Namen gemacht. Nie verlegen um eine Meinungsäußerung oder ein Statement hat er sich mehr der Sache als Personen oder Parteimitgliedern verschrieben. So setzt er sich kritisch mit der Wirtschaftspolitik der Regierungsparteien und der Opposition im Interesse der Unternehmer auseinander...

Bedeutende deutsche Wirtschafts- und Gewerkschaftsfunktionäre
Hans-Olaf Henkel wurde am 14. März 1940 in Hamburg geboren.

Henkel durchlief nach seinem Realschulabschluss eine Ausbildung zum Kaufmann in der Speditionsfirma "Kühne & Nagel". Im Anschluss daran studierte er an der Hamburger Hochschule für Wirtschaft und Politik. Ab dem Jahr 1962 war Henkel bei dem Unternehmen IBM in Deutschland zunächst im Produktionsbereich beschäftigt. Dort absolvierte er innerhalb von zwei Jahren ein firmeninternes Ausbildungsprogramm. Schnell arbeitete sich Henkel bei IBM hoch. Es folgten insgesamt 17 Jahre Auslandsaufenthalt, in denen er internationale Schlüsselpositionen in den USA, in Ostasien, Deutschland und in der europäischen Zentrale in Paris ausfüllte.

Im Jahr 1982 wurde Henkel Vize-Präsident von IBM Europa. Drei Jahre später wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der IBM Deutschland berufen. 1987 folgte er dem Ruf zum Vorsitzenden des Unternehmens, in dem er 25 Jahre zuvor als Auszubildender seine steile Karriere gestartet hatte. 1993 wurde er zum IBM-Chef Europa, Mittlerer Osten und Afrika befördert. 1994 suchte der bisherige Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), Tyll Necker, einen Nachfolger. Er nominierte schließlich Henkel, der 1995 die Funktion des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Industrie antrat. Das Amt nahm er bis 2001 wahr. Henkel wurde Mitglied in den Aufsichtsräten von IBM Deutschland, Daimler Luft- und Raumfahrt AG, Audi AG, econia.com AG, Bayer AG, EPG AG, SMS GmbH und Riegler AG.

Zudem wurde er persönliches Mitglied des Vorstandes des Stifterverbandes für die Deutsche Wirtschaft und Senator der Max-Planck-Gesellschaft. 1991 wurde Henkel die "Karmarsch-Denkmünze" der TU Hannover zuerkannt. Die Technische Universität Dresden verlieh Henkel 1992 den Titel des Ehrendoktors. Im selben Jahr wurde er vom Worldwide Fund of Nature (WWF) und dem bekannten Wirtschaftsmagazin "Capital" als "Ökomanager des Jahres 1992" ausgezeichnet. Er verdiente sich den Titel aufgrund bemerkenswerter ökologischer Maßnahmen bei IBM Deutschland. 1992 erhielt Henkel außerdem den Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft der Zeitschrift Wirtschaftswoche. 1998 wurde Henkel durch den Präsidenten Brasiliens mit dem "Kreuz des Südens" ausgezeichnet.

Im Jahr 1999 erhielt er durch den Kaiser von Japan den "Orden des Heiligen Schatzes" verliehen. Im Jahr 2000 wurde er als "Commandeur" in die Französische Ehrenlegion aufgenommen. 2001 wurde Henkel Präsident der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz. Beim Ausscheiden aus der Leibnizgemeinschaft im Jahr 2005 wurde eine neue Schmetterlingsart nach ihm benannt, die "Bracca olafhenkeli" und der "Hans-Olaf-Henkel-Preis-für-Wissenschaftspolitik" ausgelobt, der in zweijährigem Turnus vergeben wird. Seit 2001 ist Henkel Honorarprofessor an der Universität Mannheim, er lehrt "Internationales Management". 2001 wurde er mit dem Cicero-Rednerpreis des Verlags für deutsche Wirtschaft bedacht.

Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem Titel wie "Jetzt oder nie. Ein Bündnis für die Nachhaltigkeit der Politik" aus dem Jahr 1998, "Die Macht der Freiheit" aus dem Jahr 2000 und "Die Ethik des Erfolgs. Spielregeln für die globalisierte Gesellschaft" aus dem Jahr 2002. Im Jahr 2002 lehnte Henkel die Annahme des ihm verliehenen Bundesverdienstkreuzes aus Gründen hanseatischer Tradition ab. 2003 erhielt er den Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik sowie den Internationalen Buchpreis "Corine" für das Buch "Die Ethik des Erfolgs". Als ein Kämpfer für die Interessen der deutschen Wirtschaftsunternehmer stand der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie Hans-Olaf Henkel der Wirtschaftspolitik sowohl der Regierung als auch der Opposition stets kritisch gegenüber.

Gegenüber der Politik haben für Henkel Industrieunternehmen und Mittelstand die Aufgabe und Befähigung, Arbeitsplätze zu schaffen. Damit verbunden sind für ihn ein Anstieg des Wettbewerbs und die Reduzierung wohlfahrtsstaatlicher Unterstützung in einem globalisierten Wachstum. Henkel machte sich vor allem als streitbarer Interessenvertreter einen Namen, der sich ausschließlich der Sache verschrieb, ohne Rücksicht auf Personen, Funktionsträger oder Parteimitglieder. Er vertrat vehement die Interessen der deutschen Wirtschaftsträger im In- und Ausland. Seine Nachfolge als Präsident des BDI trat 2001 Michael Rogowski an.

Im Herbst 2004 erschien Henkels Buch "Die Kraft des Neubeginns. Deutschland ist machbar", in dem er ökonomischen Neoliberalismus mit kulturellen und gesellschaftlichen Konservatismus verband und somit dem vorherrschenden Weltbild der aktuellen Wirtschaftselite Deutschlands zum Ausdruck verhalf. Anlässlich des 200. Geburtstags des dänischen Dichters Hans Christian Andersen im Jahr 2005 wurde Hans-Olaf Henkel zum "Märchenbotschafter" ernannt, um so für die Arbeit der "abc-Stiftung" gegen Analphabetismus zu werben. 2006 erhielt Henkel u. a. wegen seines Eintretens gegen die Zwangsmitgliedschaft mittelständischer Unternehmen in den Industrie- und Handelskammern den "Deutschen Mittelstandspreis" des 'markt intern'-Verlages.

Im Jahr 2007 erhielt er die Auszeichnung der Hayek-Medaille. Im selben Jahr erschien mit dem Titel "Kampf um die Mitte. Mein Bekenntnis zum Bürgertum" sein sechstes Sachbuch. Henkel ist Mitglied bei Amnesty International.


Bedeutende deutsche Wirtschafts- und Gewerkschaftsfunktionäre
1992
Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Dresden

1992 Ökomanager des Jahres Worldwide Fund for Nature (WWF)

1992
Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft der Zeitschrift Wirtschaftswoche

1998
Auszeichnung mit dem "Kreuz des Südens" durch den Präsidenten Brasiliens

1999
Auszeichnung mit dem "Orden des Heiligen Schatzes" durch den Kaiser von Japan

2000
Aufnahme in die Französische Ehrenlegion als "Commandeur"

2001
CICERO Rednerpreis ("Bester Redner Wirtschaft")

2003
Internationaler Buchpreis Corine für das Buch "Die Ethik des Erfolgs"

2003
Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik

2006
Deutscher Mittelstandspreis des 'markt intern'-Verlages

2007
Auszeichnung mit der Hayek-Medaille

NameHans-Olaf Henkel

Geboren am14.03.1940

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortHamburg (D).