Biografie

Michael Rogowski

Der Wirtschaftsingenieur vollzog über drei Jahrzehnte eine aufsteigende Managerkarriere bei den Singer Werke GmbH und der Voith AG. Daneben engagierte er sich auch im wirtschaftlichen Verbandswesen. Seit 1992 hatte Michael Rogowski einen Sitz im Vorstand des VDMA, wurde 1993 zum Vizepräsidenten und Schatzmeister gewählt. Im Januar 1996 wurde er Nachfolger von Jan Kleinwefers und übernahm bis 1998 die VDMA-Präsidentschaft. Beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) war Rogowski von 1997 bis 1998 Vizepräsident, dann Mitglied des Präsidiums. Von Januar 2001 bis Dezember 2004 war Rogowski dann, als Nachfolger von Hans-Olaf Henkel, Präsident des BDI...

Bedeutende deutsche Wirtschafts- und Gewerkschaftsfunktionäre
Michael Rogowski wurde am 13. März 1939 in Stuttgart als Sohn eines Ingenieurs geboren.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs besuchte er in seiner Heimatstadt die Schule, die er 1959 mit dem Abitur abschloss. Von 1959 bis 1960 studierte Rogowski zunächst in Lausanne Wirtschaftswissenschaften. Dann wechselte er an die Technische Hochschule Karlsruhe, wo er 1965 sein Diplom als Wirtschafsingenieur ablegte. Ein Jahr später begann Rogowski an derselben Hochschule als Assistent für Arbeitswissenschaft und Fertigungswirtschaft zu arbeiten. 1967 wurde er zum Leiter des Versuchsfeldes für Arbeitswissenschaft ernannt. 1968/69 war er als stellvertretender Leiter des Instituts für technische Betriebsführung an der Universität Karlsruhe tätig. 1969 legte er die Promotion in Karlsruhe ab.

Im selben Jahr, 1969, trat Rogowski in den Singer-Konzern ein, wo er zunächst bis 1970 als Assistent des Vorsitzenden der Geschäftsführung der Singer Werke GmbH in Karlsruhe und als Leiter der Stabsabteilung Kostenreduzierung und Planung tätig war. 1970 bis 1973 avancierte er zum Leiter des Bereichs Personal- und Informationswesen. 1973 berief man Rogoswki zum Geschäftsführer der SISCO GmbH in Frankfurt, einem Tochterunternehmen von Singer. Ein Jahr später, 1974, trat er in die J. M. Voith GmbH ein, wo er das Personal- und Sozialwesen leitete. 1976 stieg er zum stellvertretenden, 1978 zum ordentlichen Geschäftsführer von Voith auf, wobei er neben dem Personal- und Sozialwesen nun auch für die Materialwirtschaft als verantwortlich zeichnete. Von 1982 bis 1992 leitete Rogowski für Voith den Konzernbereich Antriebstechnik.

Zugleich avancierte er 1986 zum Sprecher der Geschäftsführung der J. M. Voith GmbH. 1992 bis 2000 war Rogowski schließlich Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der J. M. Voith GmbH. Bei Umwandlung des Unternehmens in die J. M. Voith AG übernahm Rogowski 1997 den Vorsitz des Konzernvorstandes. Seit 2000 war er Vorsitzender des Gesellschaftsausschusses und des Aufsichtsrates der AG. Nachdem Rogowski bereits seit 1992 im Vorstand des Vereins Deutscher Maschinenbau-Anstalten (VDMA) vertreten war, wurde er 1993 zu dessen Vize-, 1996-1998 zu dessen Präsidenten berufen. Zugleich amtierte Rogowski 1997 bis 1998 als Vize-Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). In den Jahren 2001 bis 2004 leitete er den BDI als Präsident.

Danach stand der er dem Bundesverband als Vizepräsident vor. Im Zusammenhang mit der von SPD-Chef Franz Müntefering ausgelösten Kapitalismus-Debatte distanzierte sich Rogowski Ende April 2005 von allen wirtschaftskritischen Äußerungen, während sein Nachfolger und BDI-Präsident Jürgen Thumann neokapitalistische Auswüchse bei einigen Wirtschaftsunternehmen einräumte.

Michael Rogowski ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Bedeutende deutsche Wirtschafts- und Gewerkschaftsfunktionäre

NameMichael Rogowski

Geboren am13.03.1939

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortStuttgart (D).