Biografie

Konrad Henkel

Der promovierte Chemiker führte für rund drei Jahrzehnte einen internationalen Konzern in Düsseldorf, der bereits vor dem Ersten Weltkrieg durch Haushaltsmarken wie "Persil" internationale Bekanntheit erlangt hatte. Konrad Henkel entwickelte das gleichnamige Familienunternehmen vom Waschmittelkonzern zum global und mit breiter Produktpalette auftretenden Chemie-Unternehmen. Henkel erhielt zahlreiche Ehrungen, u.a. das Große Verdienstkreuz (1980) und die Ehrenbürgerschaft der Landeshauptstadt Düsseldorf (1976). Das "AudiMax" der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf ist nach ihm benannt...

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Konrad Henkel wurde am 25. Oktober 1915 in Düsseldorf als Sohn des Unternehmers Hugo Henkel geboren.

Sein Großvater, Fritz Henkel (1848-1930), hatte 1876 die "Henkel-Werke" in Düsseldorf gegründet. Bei der Geburt Konrad Henkels hatte das Waschmittel-Unternehmen mit Haushaltsmarken wie "Persil" bereits eine weltweite Bekanntheit erreicht. Nach dem Abitur nahm Henkel ein Chemie-Studium an der Technischen Hochschule München auf, das er an der TH Braunschweig und an der Universität Freiburg fortführte, wo er 1939 promovierte. Von 1939 bis 1945 war Henkel zunächst Mitarbeiter am Max Planck Institut für Medizinische Forschung in Heidelberg.

Im Jahr 1948 begann er im Bereich wissenschaftlich-chemischer Forschungen für die "Henkel & Cie. GmbH" tätig zu werden. Von 1949 bis 1956 fungierte Henkel als Geschäftsführer der Produktentwicklung von Henkel und der am Unternehmen angeschlossenen "Böhme Fettchemie GmbH". 1956 trat er in die Geschäftsführung der Konzernzentrale ein. Infolge des Todes seines Bruders, Jost Henkel, wurde Konrad Henkel 1961 zum Geschäftsführer des Henkel-Konzerns erhoben, den er 1969 in "Henkel GmbH, Düsseldorf" umwandelte. In dieser Funktion trieb er den Ausbau der in- und ausländischen Geschäftsaktivitäten entscheidend voran, so dass sich der Waschmittelkonzern in ein Chemie-Unternehmen mit breiter Produktpalette verwandelte.

Neben den wirtschaftlichen Herausforderungen in einem global wachsenden Markt musste Henkel auch den divergierenden Interessen der 66 Familienmitgliedern, den Unternehmenseigentümern, gerecht werden. Dabei stellte er seine Devise "Die Firma ist mehr als die Familie" in den Vordergrund. Als das Unternehmen 1975 der Rechtsform einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) zugeführt wurde, übernahm Henkel den Vorsitz der Zentralen Geschäftsführung. Das Managementprinzip Henkels, wonach es keine zwingende familiäre Hegemonie in der Unternehmensleitung geben sollte, kam auch in der Regelung seiner Nachfolge zum Tragen.

Im Jahr 1980 übergab er an Helmut Sihler und nicht an ein Familiemitglied den Vorsitz in der Zentralgeschäftsführung. Henkel hielt seinen Einfluss jedoch als Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses noch bis 1990 aufrecht. 2000 übernahm Ulrich Lehner die Geschäftsführung der "Henkel KGaA". Henkel wurde durch zahlreiche Ehrungen ausgezeichnet. 1976 erhob man ihn zum Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf, 1980 wurde ihm das Große Bundesverdienstkreuz verliehen. 1996 erhielt er den Ludger-Westrick-Preis.

Konrad Henkel verstarb am 24. April 1999 in Düsseldorf. Er hinterließ seine zweite Frau, Gabriele Hünermann, und vier Kinder.


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NameKonrad Henkel

Geboren am25.10.1915

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortDüsseldorf (D).

Verstorben am24.04.1999

TodesortDüsseldorf (D).