Biografie

Friedrich Karl Henkel

Der deutsche Unternehmer war Gründer des Henkel-Konzerns. Als Lehrersohn und Unternehmer betätigte er sich im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts in der chemischen Industrie Aachens. Mit seinem Unternehmen schuf Friedrich Karl Henkel zwischen Kaiserreich und Weimarer Republik die ersten Markenartikel der Waschmittelindustrie: "Persil", "ATA" und "iMi" ließen die Firma Henkel & Co. zum führenden Waschmittelhersteller aufsteigen. Henkel setzte dazu mit großem Geschick Werbemittel ein; als vorbildlich galten seine von Zeitströmungen und sozialer Gesetzgebung unabhängigen Maßnahmen gesellschaftlicher Fürsorge...

Menschen und Marken
Friedrich (Fritz) Karl Henkel wurde am 20. März 1848 in Vöhl bei Kassel als Sohn eines Lehrers geboren.

Nach der Schule machte Henkel eine Lehre in der Farben- und Lackfabrik der Gebrüder Gessert in Elberfeld, für die er anschließend tätig wurde. 1873 nahm er als Vertreter der Firma an der Pariser Weltausstellung teil, die ihn sehr inspirierte. Henkel heiratete 1873 Elisabeth von den Steinen, mit der er vier Kinder hatte. 1874 machte sich Henkel selbständig, indem er sich an einer Aachener Farben- und Lackgroßhandlung beteiligte. Henkel gründete 1876 mit der Henkel & Co. seine eigene Firma in Aachen. Nach intensiven Experimenten brachte er zwei Jahre später mit "Henkels Bleichsoda" seine erste Marke auf den Markt. Ebenfalls 1878 zog das Unternehmen nach Düsseldorf um.

Hier begann Henkel 1884 mit der Produktion von Wasserglas, das mit Soda zu den Bleichmitteln gehört. Im Jahr 1900 erfolgte die Errichtung größerer Fabrikanlagen in Düsseldorf-Holthausen. 1903 wirkte Henkel an der Gründung des Markenschutzverbandes mit. 1907 kam das Waschmittel "Persil" auf den Markt, dessen Rezept auf der Wirkkombination von Seife und Sauerstoff beruhte. Auf diese erste erfolgreiche Marke folgten die Scheuermittel "ATA" (1920) und "iMi" (1929). Henkel baute ein modernes Verkaufssystem für seine Produkte auf. Auch betrieb er in großem Umfang und mit neuartigen Methoden Werbung für die ersten Markenartikel in der Waschmittelindustrie.

Henkels Unternehmensleitung besaß außerdem eine soziale Ausrichtung, die untypisch für seine Zeit war. 1928 wurde er Ehrenbürger von Düsseldorf.

Fritz Karl Henkel starb am 1. März 1930 in Rengsdorf bei Neuwied.

Neben seinem Sohn Fritz (1875-1930), der auch als Teilhaber des Unternehmens auftrat, war vor allem Sohn Hugo (1881-1952) am Ausbau der Firma unter dem Nationalsozialismus und an ihrem Wiederaufbau im Nachkriegsdeutschland beteiligt.


Menschen und Marken

NameFriedrich Karl Henkel

Geboren am20.03.1848

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortVöhl bei Kassel (D).

Verstorben am01.03.1930

TodesortRengsdorf bei Neuwied (D).