Biografie

Gustav Otto

Der Sohn des Erfinders des Viertaktmotors tat sich als Fluglehrer und Flugzeugbauer hervor. Im Vorfeld und während des Ersten Weltkrieges erzielte Gustav Otto mit seinen "Flugmaschinenwerken" bei München großen Erfolg, an den er jedoch in der Zwischenkriegszeit nicht mehr anknüpfen konnte. Die aus seinem Unternehmen hervorgegangene "Bayerische Flugzeugwerke AG" (BFW) bildete allerdings einen Grundstein der späteren "Bayerischen Motorenwerke GmbH" (BMW)...

Persönlichkeiten der Automobilindustrie
Menschen und Marken
Gustav Otto wurde am 12. Januar 1883 in Köln als Sohn von Nicolaus August Otto geboren.

Sein Vater hatte in den 1860er Jahren den dann nach ihm benannten Viertakt-Motor erfunden. Nach der Schule studierte Otto Maschinenbau an den Universitäten Hannover, Karlsruhe und München. Otto gründete 1909 in München die "Bayerische Auto-Garage GmbH", die "Akademie für Aviatik" und die "Aeroplanbau Otto & Alberti / Gustav Otto Flugmaschinenwerke". Nachdem er ein Jahr später den Flugzeugführerschein gemacht hatte, konnte er in seiner "Akademie" die Pilotenausbildung beginnen. Mit seinen "Flugmaschinenwerken" übernahm er außerdem die Vertretung der französischen Firma Blériot und des elsässischen Doppeldecker-Bauers "Aviatik GmbH".

Durch Zukauf eines Gebäudes bei München expandierte Otto ab 1911 im Flugzeugbau. 1912 erhielt er erstmals auch Aufträge von der bayerischen Militärverwaltung. Ebenfalls 1912 rief er in Berlin die "AGO-Flugzeugwerke" ins Leben. Die Produktion stieg während des Ersten Weltkriegs weiter an, als Otto rund 700 Mitarbeiter beschäftigte und 375 Flugzeuge baute. Die Expansion verdankte sich auch der Zusammenarbeit mit dem Motoren-Produzenten Karl Rapp der in unmittelbarer Nähe die Rapp Motorenwerke betrieb. Zu Jahresbeginn 1916 drohte dem Unternehmen Ottos dennoch der Konkurs, der durch die Intervention von Banken und anderen Unternehmen verhindert werden konnte.

Im Frühjahr 1916 wurden die "Gustav Otto Flugmaschinenwerke" in die "Bayerische Flugzeugewerke AG" (BFW) umgewandelt, die unter der Leitung von Anton von Rieppel (1852-1926) stand. Schließlich kam es 1922 zur Fusion der BFW mit den von Franz Josef Popp geleiteten Bayerischen Motorenwerke GmbH (BMW) zu einem neuen Großunternehmen, das weiterhin unter der Bezeichnung BMW firmierte. Otto gründete nun mit der "Otto-Werke GmbH" in München ein neues Unternehmen, in dem er in den 1920er Jahren Motorräder herstellte. Außerdem rief er 1921 die "Otto-Werft" in Starnberg zur Produktion von Land- und Wasserfahrzeugen ins Leben. Allerdings konnte der Unternehmer in der Weimarer Republik nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen.

Auch wurde seine 1912 geschlossene Ehe mit Ada Hoff geschieden, die zudem 1925 Suizid verübte.

Gustav Otto nahm sich am 28. Februar 1926 in München das Leben.


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NameGustav Otto

Geboren am12.01.1883

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortKöln (D).

Verstorben am28.02.1926

TodesortMünchen (D).