Biografie

Giorgio de Chirico

NameGiorgio de Chirico

Geboren am10.07.1888

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortVolos (GR).

Verstorben am19.11.1978

TodesortRom (I).

Giorgio de Chirico

Der italienische Maler war ein Mitbegründer und Hauptrepräsentant der "Pittura metafisica". Sie ist eine Strömung, die den Stil der Surrealisten rund zehn Jahre vorwegnahm und bis zum Jahr 1920 andauerte. Die Künstler verbanden in ihren Werken reale und imaginäre Elemente, die untereinander keinen reellen Bezug mehr herstellen. Giorgio de Chirico malte Stadtansichten in traumähnlicher Aufmachung, in deren Leere sich lediglich Statuen oder sogenannte manichini, Gliederpuppen, sich wiederfanden. Seine Bildverfremdungen entstanden durch ungewöhnliche Gegenüberstellung von Gegenständen oder durch die Auswahl widersprüchlicher Perspektiven. Giorgio de Chirico erreichte somit die Darstellung des magischen Charakters der Dingwelt...
Giorgio de Chirico wurde am 10. Juli. 1888 im griechischen Volos geboren.

Giorgio de Chirico verbrachte seine Kinder- und Jugendjahre in Griechenland. Früh fand er zur Malkunst. Zunächst absolvierte er ein Studium der Ingenieurswissenschaft. Im Anschluss daran studierte er zunächst in der Malklasse des Polytechnikums in Athen. Nach dem Tod seines Vaters verließ er Griechenland und siedelte nach München über. Auf Wunsch seiner Mutter studierte er dort ab dem Jahr 1906 an der Akademie der Schönen Künste weiter. Er war unter anderem ein Schüler des deutschen Malers, Bildhauers und Grafikers Franz von Stuck, einem der bedeutendsten Vertreter des Münchener Jugendstils.

Im Jahr 1909 schloss er die Ausbildung ab. In dieser Zeit studierte er intensiv die Werke der beiden Philosophen Friedrich Nietzsche und Arthur Schopenhauer. In München kam er erstmals mit den Werken des Schweizer Malers Alfred Böcklin und des deutschen Malers, Bildhauers und Grafikers Max Klinger in Kontakt. Sie übten einen maßgeblichen Einfluss auf das Schaffen von Giorgio de Chirico aus. 1910 verließ er München und siedelte nach Florenz über. Dort schuf er eine Serie von Landschaftsbildern wie zum Beispiel das Werk mit dem Titel "Rätsel eines Herbstnachmittags".

Im Jahr darauf ließ sich Chirico in Paris nieder. Dort präsentierte er in einer Ausstellung des "Salon d`Atumne" und bei den "Indépendants" seine Bilder. Er kam in der französischen Kunstmetropole mit bedeutendenden Künstlern seiner Zeit zusammen, wie zum Beispiel mit dem spanischen Künstler Pablo Picasso, mit den französischen Malern André Derain und Constantin Brancusi oder mit dem französischen Dichter und Kritiker Guillaume Apollinaire (Wilhelm Apollinaris de Kostrowitzky). Giorgio de Chirico malte einsame Plätze mit Türmen, die Unbewegtheit der Zeit signalisierte er durch Uhren und Statuen. Die traumhafte Verzerrung erfassten Häuser und Gegenstände.

So entstand im Jahr 1914 das Bild "Geheimnis und Melancholie einer Straße", das durch seine matte Oberfläche eine unbelebte Stimmung erzeugt. 1915 verließ er Paris wieder und zog in das italienische Ferrara. Dort konzentrierte er sich auf die drei Motive Städte, "Manichini" als Gliederpuppen und Interieurs. Er gründete mit seinem Bruder Alberto Savivio und dem italienischen Futuristen Carlo Carrà die Schule der Pittura metafisica. Sie ist eine Strömung, die den Stil der Surrealisten rund zehn Jahre vorwegnahm und bis zum Jahr 1920 andauerte. Die Künstler verbanden in ihren Werken reale und imaginäre Elemente, die untereinander keinen reellen Bezug mehr herstellen. Die künstlerische Phantasie wurde zum Bestandteil des Bildaufbaus.

Durch den assoziativen Charakter der Werke wurden traumähnliche Bilder bewirkt, in denen eine magisch-metaphysische Stimmung herrscht. 1918 befand sich Chirico unter den Mitbegründern der Valori Plastici in Rom. Diese Bewegung ging namentlich auf die von Mario Broglio gegründete Zeitschrift zurück und stand der Pittura metafisica nahe. Dagegen wurden Futurismus, Kubismus und Expressionismus abgelehnt. Ab dem Jahr 1920 wandte sich die Bewegung der nationalen Tradition des Quattrocento zu. 1919 war ein Stilwechsel in seiner Malweise festzustellen. Giorgio de Chirico begann in dieser Zeit realistischer zu malen, und er richtete sich nach dem akademischen Stil aus. In dieser Weise entstand im Jahr 1926 das Werk mit dem Titel "Zwei Akte".

Im Jahr 1924 war er einer der Gründer der Zeitschrift "La Revolution Surrealist". 1929 erschien sein Roman mit dem Titel "Hebdomeros", der von den Surrealisten gefeiert wurde. Erst im Jahr 1969 erschien eine deutsche Ausgabe. In den dreißiger Jahren wandte sich de Chirico ganz von der Pittura metafisica ab, dennoch waren seine metaphysischen Bilder bestimmend für die Surrealisten. Im Jahr 1970 wurde die erste Chirico-Retrospektive in Mailand und Hannover organisiert.

Giorgio de Chirico starb am 19. November 1978 in Rom.

NameGiorgio de Chirico

Geboren am10.07.1888

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortVolos (GR).

Verstorben am19.11.1978

TodesortRom (I).

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