Biografie

Francesco Rosi

NameFrancesco Rosi

Geboren am15.11.1922

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortNeapel (I).

Francesco Rosi

Der Studienabbrecher und Rundfunkreporter aus Napoli assistierte in der unmittelbaren Nachkriegszeit den bedeutendsten Lehrmeistern des italienischen Neorealismo. Dank dieser Erfahrung avancierte Francesco Rosi ab Ende der 1950er Jahre zu einem der berühmtesten Regisseure des italienischen Kinos, das er für vier Jahrzehnte durch seine unerbittliche Gesellschaftskritik bereicherte, für die ihn auch ein internationales Publikum schätzen lernte. Zu seinen erfolgreichsten Film zählen "Wer erschoss Salvatore G.?" (1962), "Bataillon der Verlorenen" (1970), "Lucky Luciano" (1974) und "Chronik eines angekündigten Todes" (1987)...
Francesco Rosi wurde am 15. November 1922 in Neapel (Italien) geboren.

Sein Vater war Reeder. Nach der Schule nahm Rosi zunächst ein Jura-Studium auf, das er jedoch bald abbrach, um in Neapel als Rundfunkjournalist und Buchillustrator zu arbeiten. In der Zeit von 1944 bis 1945 war er für "Radio Napoli" tätig. In den unmittelbaren Nachkriegsjahren wechselte Rosi nach Rom, wo er mit der Filmwelt in Berührung kam. Er trat zunächst als Assistent mehrerer Regisseure auf und wirkte somit an der Entwicklung des italienischen "Neorealismo" maßgeblich mit.

Von 1947 bis 1948 assistierte Rosi etwa Luchino Visconti bei den Dreharbeiten zu dem Meisterwerk des Neorealismo "La terra trema". Neben der Mitwirkung an weiteren Filmen von Visconti lernte er auch bei Michelangelo Antonioni. 1957 feierte Rosi mit "La sfida" sein Regie-Debüt. Der Erfolg zog in den nachfolgenden Jahrzehnten eine lange Reihe von Filmen nach sich, die sich mitunter mutig mit unangenehmen und kritischen Themen der italienischen Nachkriegsgesellschaft befassten.

Rosis Filme wie "Le mani sulla città" (1963), "Cadaveri eccellenti" (1976) und "Cristo si è fermato a Eboli" (1979) widmen sich der unbarmherzigen Analyse von Ereignissen der italienischen Zeitgeschichte und Gegenwart. Dabei denunziert der Regisseur die aus Krieg, Kriminalität und Korruption hervorgehenden Missstände mit unverblümter Schärfe als gesellschaftliche Vorgänge, die von der politischen Macht geduldet, akzeptiert oder gar beabsichtigt werden.

Mit der Verfilmung der Oper "Carmen" (1984) und des Romans von Gabriel García Márquez "Cronaca di una morte annunciata" (1987) näherte sich Rosi unter Abkehr seiner bisherigen materialistischen Analyse gefühlsvollen Inszenierungen an. Beide Filme bleiben allerdings dem Grundthema von Rosis Schaffen, dem italienischen Süden, verbunden, das der Regisseur durch die pessimistische Studie über den globalen Charakter der italo-amerikanischen Mafia in "Dimenticare Palermo" (1989) erneut vertiefte.

Rosi erhielt für sein Schaffen zahlreiche Auszeichnungen. Sein Regie-Debüt wurde 1958 in Venedig ausgezeichnet. 1962 verlieh man ihm den Silbernen Bären von Berlin für den Film über "Salvatore Giuliano". Für sein Lebenswerk erhielt er 2000 in Montreal den "Grand Prix des Amériques".

Francesco Rosi ist mit Giancarla Rosi Mandelli verheiratet und lebt in Rom.
1957:
La sfida / Die Herausforderung

1959:
I magliari / Auf St. Pauli ist der Teufel los

1962:
Salvatore Giuliano / Wer erschoß Salvatore G.?

1963:
Le mani sulla città / Hände über der Stadt

1965:
Il momento della verità / Augenblick der Wahrheit

1967:
C’era una volta / Schöne Isabella

1970:
Uomini contro / Bataillon der Verlorenen

1972:
Il caso Mattei / Der Fall Mattei

1973:
Lucky Luciano

1976:
Cadaveri eccellenti / Die Macht und ihr Preis

1979:
Cristo si è fermato a Eboli / Christus kam nur bis Eboli

1981:
Tre fratelli / Drei Brüder

1984:
Carmen

1987:
Cronaca di una morte annunciata / Chronik eines angekündigten Todes

1989:
Dimenticare Palermo / Palermo vergessen

1992:
Diario napoletano (TV)

1996:
La tregua / Die Atempause

NameFrancesco Rosi

Geboren am15.11.1922

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortNeapel (I).

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