Biografie

Ernst Heinkel

Der Flugzeugkonstrukteur zählte in den 1930er und 1940er Jahren zu den bedeutendsten Entwicklern von militärischen und zivilen Flugzeugen. Als Gründer der gleichnamigen Flugzeugwerft in Warnemünde lieferte Erst Heinkel das strategische Wissen zum Aufbau der Schlagkraft der Deutschen Luftwaffe im sogenannten "Dritten Reich" unter Adolf Hitler. Als Wehrwirtschaftführer der NSDAP und Entwickler zahlreicher Kampfflugzeuge war Heinkel maßgeblich an der Vorbereitung und der Durchführung des Zweiten Weltkriegs beteiligt...

Pioniere der Luft- und Raumfahrt
Ernst Heinrich Heinkel wurde am 24. Januar 1888 in Grunbach, Württemberg geboren.

Nach seiner Ausbildung zum Maschinenbauer begann Ernst Heinrich Henkel in Frankfurt am Main mit dem Bau eigener Flugzeuge. 1911 überlebte er, mit dem ersten selbst gebauten Flugzeug, einen Absturz. 1912 wurde er von der Luftverkehrsgesellschaft "LVG" als Ingenieur eingestellt. Als Chefkonstrukteur der "Albatros Werke" verdiente er sich 1914 mit der Entwicklung der "B II", die im Ersten Weltkrieg eingesetzt wurde, große Anerkennung. Im selben Jahr wechselte er zu den "Hansa Brandenburg Werken", für die er zahlreiche Wasserflugzeuge konstruierte.

Im Jahr 1922 gründete er die "Ernst Heinkel Flugzeugwerke" in Warnemünde. Gemeinsam mit der Kaiserlich Japanischen Kriegsmarine entwickelte Heinkel ein leichtes Aufklärungsflugzeug, das mittels eines Katapults von Schiffen aus starten konnte. Ebenso konstruiere er eine Vielzahl neuer Flugzeugtypen, wie 1932 das erste europäische Schnellverkehrsflugzeug, die "He 70", die als "Heinkel-Blitz" bekannt wurde. Nach der Machübernahme Hitlers konzentrierte sich Heinkel als Mitglied der NSDAP wieder auf den Bau militärischer Flugzeuge. Die zunächst noch für zivile Zwecke konstruierte "He 111" trat daher früh ihren Dienst als Transporter der Reichs Luftwaffe an.

Im Jahr 1937 wurde er durch Adolf Hitler zum Wehrwirtschaftführer ernannt. Im selben Jahr, 1937, brach Heinkel den internationalen Geschwindigkeitsrekord für Flugzeuge mit der "He 119". Darauf wurde Heinkel zusammen mit Fritz Todt, Ferdinand Porsche und Willy Messerschmitt von Adolf Hitler mit den Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft ausgezeichnet. Auf Anregung von Wernher von Braun baute Heinkel 1939 das erste Flugzeug mit Turbinenluftstrahl-Triebwerk, die "He 178", sowie das erste Raketenflugzeug, die "He 176".

Kurz nach Willy Messerschmitt baute Heinkel 1939 mit der "He 178" das zweite Düsenflugzeug der Welt, das in Serienproduktion ging. 1943 wurde die Luftwaffe Hauptauftraggeber von Heinkel, was die Gründung der "Ernst Heinkel AG" zu Folge hatte. Heinkel behielt die Mehrheitsanteile, wechselte jedoch in den Aufsichtsrat. Die Belegschaft von rund 50.000 Mitarbeitern bestand vorwiegend aus Zwangsarbeitern und KZ-Häftlingen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges waren die größten Teile der Werkshallen zerstört. Verbliebene Maschinen und Produktionsstätten wurden durch die Alliierten demontiert.

Heinkel geriet in Kriegsgefangenschaft und wurde der Mittäterschaft angeklagt. Erst Ende 1948 wurde Heinkel durch einen Kontakt, den er zum Widerständler Wilhelm Canaris hatte, als Minderschwer eingestuft und entlassen. 1950 wagte Heinkel in Stuttgart einen unternehmerischen Neubeginn, zunächst mit dem Bau von Motoren, später mit der Entwicklung von Motorrollern. Ab 1955 bauten die "Heinkel Werke" einen zweisitzigen Kabinenroller, der aufgrund seiner Flugzeugähnlichen Bauart das Straßenbild der Nachkriegszeit und der Wirtschaftswunderjahre prägte.

Ab 1958 konstruierte Heinkel in Speyer wieder Flugzeuge. Jedoch konnte er an alte Erfolge nicht anknüpfen.

Ernst Heinkel starb am 30. Januar 1958 in Stuttgart.


Pioniere der Luft- und Raumfahrt

NameErnst Heinkel

Geboren am24.01.1888

SternzeichenWassermann 21.01 - 19.02

GeburtsortGrunbach (D).

Verstorben am30.01.1958

TodesortStuttgart (D).