Biografie

Willy Messerschmitt

Der Ingenieur war ab Ende der 1920er Jahre maßgeblich an der Entwicklung der deutschen Flugzeugtechnik beteiligt. Willy Messerschmitt trug mit dem nach ihm benannten Flugzeugwerk während der nationalsozialistischen Herrschaft jedoch auch zur Vorbereitung des Zweiten Weltkriegs bei. Seine Leistungen als Flugzeugkonstrukteur erfreuten sich dennoch internationaler Anerkennung, so dass er in der Nachkriegszeit als Rüstungslieferant für Bundeswehr und NATO dienen konnte...

Pioniere der Luft- und Raumfahrt
Willy Messerschmitt wurde am 26. Juni 1898 als Sohn eines Weingroßhändlers in Frankfurt/Main geboren.

Nach der Schule wurde er während des Ersten Weltkriegs zum Militärdienst eingezogen. Danach nahm Messerschmitt ein Studium der Ingenieurwissenschaften auf, das er 1923 abschloss. Im Anschluss daran gründete der Studienabgänger seine eigene Flugzeugfirma in Bamberg. 1927 begann Messerschmitt, mit der "Bayerischen Flugzeugwerke AG" in Augsburg zu kooperieren. Ein Jahr später wurde er in deren Vorstand berufen und zum Betriebsführer und Chefkonstrukteur ernannt. Nach dem während der Weltwirtschaftskrise erfolgten Konkurs der "Bayerischen Flugzeugwerke AG" wandelte Messerschmitt das Unternehmen in die "Messerschmitt AG" um. Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit nahm er ab 1930 einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule München wahr.

Im Jahr 1937 wurde Messerschmitt dort zum Professor berufen. Während der nationalsozialistischen Herrschaft war Willy Messerschmitt durch die Produktion von Kampf- und Jagdflugzeugen maßgeblich an der Vorbereitung und Durchführung des Zweiten Weltkriegs beteiligt. Unter technischem Aspekt von Interesse war in diesem Zusammenhang die "Me 209", die von 1939 bis 1969 mit 755,13 km/h den Geschwindigkeitsweltrekord für Propellermaschinen hielt. Messerschmitt baute 1939 mit der "Me 262" auch das erste in Serie hergestellte mit Turbinen-Luftstrahltriebwerk. Unter der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik avancierte Messerschmitt nun zum Wehrwirtschaftsführer. Man erhob ihn außerdem zum Vizepräsidenten der Deutschen Akademie für Luftfahrtforschung.

Im Jahr 1938 erhielt Messerschmitt den Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft. Nach Differenzen mit der nationalsozialistischen Luftwaffenführung legte Messerschmitt jedoch 1942 den Vorstandsvorsitz in dem Unternehmen nieder. Nach Kriegsende 1945 und einer vorübergehenden Internierung wurde Messerschmitt im Entnazifizierungsverfahren 1948 als "Mitläufer" eingestuft. Bis Mitte der 1950er Jahre ging er Beratertätigkeiten in Spanien und Ägypten nach. Ab 1955 konnte Messerschmitt wieder für die deutsche Luftwaffe Flugzeuge bauen. Auch für die NATO übernahm er nun Aufträge. Im Jahr 1969 wurde der Unternehmer Teilhaber der "Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH".

Willy Messerschmitt starb am 15. September 1978 in München.


Pioniere der Luft- und Raumfahrt

NameWilly Messerschmitt

Geboren am26.06.1898

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortFrankfurt a.M. (D).

Verstorben am15.09.1978

TodesortMünchen (D).