Biografie

Eric Clapton

Der britische Musiker und Komponist zählt seit den 1960er Jahren zu den besten Gitarristen der Welt. Als "Slowhand" prägte er die Entwicklung des Bluesrocks seit dieser Zeit wesentlich mit. Sein Können gilt als virtuos, seine Spieltechnik wird als perfekt bezeichnet. Seine musikalische Wurzeln liegen im Blues der 1930er und 1940er Jahre. Eric Clapton spielte mit dem Yardbirds, den Bluesbreakers, mit Cream und Blind Faith. Seit den 1970er Jahren arbeitete er als Solist mit Musikern wie Phill Collins, George Harrison oder Tina Turner. Den Höhepunkt in seiner Karriere feierte Clapton in den 1990er Jahren, in denen er 13 seiner 20 "Grammy" gewinnen konnte. Sein kommerziell erfolgreichstes Album wurde "Unplugged", mit mehr als 16 Millionen verkauften Tonträgern; gesamt erreichte er über 70 Millionen Albumverkäufe. 2004 wurde er von Queen Elizabeth II. für seinen Beitrag für das Königreich mit dem Titel Commander of the British Empire ausgezeichnet. Zu seinen bekanntesten Titeln gehören "Wonderful Tonight", "Layla", "I shot the Sheriff" und "Tears in Heaven"...
Eric Clapton wurde am 30. März 1945 unter dem Namen Eric Patrick Clapp als uneheliches Kind geboren.

Seine Mutter Patricia Molly Clapton war bei seiner Geburt erst 16 Jahre alt; der Vater, Edward Walter Fryer, war ein in England stationierte 24-jährige
kanadische Soldat, der bei der Geburt das Land
bereits verlassen hatte
. Er wuchs bei seinen Großeltern in Rippley (England) auf. Clapton besuchte später die Kunstschule, brach sein Studium aber zugunsten einer Musikerkarriere ab und schloss sich 1963 für kurze Zeit einer Gruppe an, in der auch das spätere "Rolling Stones"-Mitglied Brian Jones spielte. Clapton war dann Mitglied verschiedener Bands, bis er 1966 das Trio "Cream" gründete und mit dieser Band neue Maßstäbe in der Rockmusik setzte. Zu diesem Zeitpunkt verehrten ihn seine Fans bereits als "Gitarrengott". 1970 gründete der Gitarrist die Band "Derek & The Dominos", mit der er das gefeierte Doppelalbum "Layla" aufnahm. Des Weiteren war er als Studiomusiker für Stars wie John Lennon tätig.

Er spielte 1971 auch beim "Concert For Bangla Desh", um sich kurz darauf in sein Haus in Surrey zurückzuziehen, wo er die nächsten Jahre in einer Art inneren Emigration verbrachte. Wie er in einem Interview 1974 zugab, nahm er während dieser Zeit für drei Jahre Heroin. Erst 1973 konnte Clapton durch Pete Townshend von "The Who" wieder zu einem Konzert bewegt werden. Im Januar trat er bei einem All-Star-Konzert im Londoner Rainbow Theatre auf, zog sich danach aber sofort wieder zurück. 1974 kehrte Clapton mit seiner LP "461 Ocean Boulevard" auf die Bühne zurück, wobei er mit der Cover-Version von Bob Marleys "I Shot The Sheriff" einen großen Chart-Erfolg erzielte. Seine Tourneen durch Europa und Amerika waren ausverkauft. Nach 1975 änderte Clapton seinen musikalischen Stil und ließ mehr Gesang in seine Stücke einfließen, was ihm viel Kritik bescherte. Im selben Jahr war er für Bob Dylan im Studio, um mit ihm dessen Super-Hit "Knockin´ On Heaven’s Door" aufzunehmen. Als Clapton nach weiteren Alben 1981 durch Amerika tourte, erlitt er nach starkem Alkoholkonsum und Magengeschwüren einen Zusammenbruch.

Nach seiner Genesung startete er ein erneutes Comeback, gründete sein Label "Duck Records" und arbeitete für Phil Collins. Dieser war im Gegenzug für zwei Clapton-Alben als Produzent tätig. 1988 wurde Clapton im Londoner Savoy-Hotel von Ex-"Beatles"-Mitglied George Harrison für sein Lebenswerk geehrt und ausgezeichnet. Der Musiker startete danach eine Welttournee, an deren Ende er vor 70.000 Fans in Mocambique ein kostenloses Konzert gab. 1990 wurde Clapton von den Lesern des "Rolling Stone Magazin" zum besten Gitarristen der Welt gewählt. Im selben Jahr stand er für 18 Konzerte in der Londoner Royal Albert Hall auf der Bühne. Ein Jahr später begann der "Grammy"-Regen für Clapton. Er wurde als "Bester Rocksänger" ausgezeichnet und erhielt die Trophäe 1993 sechs weitere Male, unter anderem für den Song "Tears In Heaven". Diesen Song hatte Clapton seinem Sohn Connor gewidmet, der 1991, im Alter von nur vier Jahren, aus dem offenen Fenster von Claptons Apartment im 53 Stockwerk in den Tod gestürzt war. "Tears In Heaven" spielte der Gitarrist das erste Mal für die "MTV Unplugged-Session" 1992. Das hierbei aufgenommene Album "Unplugged" verkaufte sich in nur einem Jahr über 4,5 Millionen Mal.

Die 1990er Jahre waren für Clapton zwar das erfolgreichste Jahrzehnt seiner Karriere - sie waren jedoch auch voller tragischer Ereignisse. Nach dem Tod seines Sohnes (aus der Ehe mit der Schauspielerin Lori Del Santo) kamen bei einem Flugzeugabsturz sein Freund Stevie Ray Vaughan und drei seiner Crew-Mitglieder ums Leben. Außerdem ging seine Beziehung zu der Musikerin Sheryl Crow in die Brüche. In den Jahren 1988 und 1995 kamen die beiden 4-CD-Sets "Crossroads" auf den Markt, in denen Clapton sein Lebenswerk beschrieb. Für diese Veröffentlichung wurde er weltweit mehreren mit Preisen und Auszeichnungen geehrt. Unter anderem überreichten ihm Queen Elizabeth II. und Prinz Charles je eine OBE-Medaille. 1996 trat Clapton gemeinsam mit "The Who" und Bob Dylan zu einem Mega-Konzert vor 150.000 Fans im Londoner Hyde Park auf, was ihm einen weiteren "Grammy" bescherte. Der Preis bezog sich auf seinen Titel "Change The World", der als "Bester Song des Jahres" ausgezeichnet wurde.

Eric Clapton engagierte sich auch im humanitären Sektor, indem er im Herbst 1998 auf der Karibik-Insel Antigua sein Crossroads Centre ins Leben rief - eine Drogenklinik, in der ein Drittel der Patienten Einheimische sind, die für ihre Heilung nicht bezahlen müssen. Clapton ließ sich dieses Projekt fünf Millionen Dollar kosten und versteigerte dafür 100 seiner Gitarren. Im Januar 2004 wurde Eric Clapton von Königin Elizabeth II. mit dem Orden des "Commander of the British Empire" (CBE) für seine Verdienste um das Vereinigte Königreich ausgezeichnet. Nach "Live from Madison Square Garden", mit Steve Winwood, (2009) folgte 2010 mit "Clapton" sein 19. und 2013 mit "Old Sock" sein 20. Studio-Album als Solo-Künstler.

Eric Clapton ist mit seiner Frau Melia verheiratet, mit der er drei gemeinsame Töchter hat.
Studioalben/Solo-Künstler

1970: Eric Clapton
1974: 461 Ocean Boulevard
1975: There’s One in Every Crowd
1976: No Reason to Cry
1977: Slowhand
1978: Backless
1981: Another Ticket
1983: Money and Cigarettes
1985: Behind the Sun
1986: August
1989: Journeyman
1992: Rush
1994: From the Cradle
1998: Pilgrim
2001: Reptile
2004: Me and Mr. Johnson
2004: Sessions for Robert J
2005: Back Home
2010: Clapton
2013: Old Sock

NameEric Patrick Clapp

AliasEric Clapton

Geboren am30.03.1945

SternzeichenWidder 21.03 - 20.04

GeburtsortRippley (GB).