Biografie

Utz Claassen

Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler begann seine berufliche Laufbahn als Unternehmensberater bei Mc Kinsey und nahm dann leitende Positionen in der Automobilindustrie (Ford Europa, Volkswagen, SEAT) wahr. Von 1997 bis 2003 stellte Utz Claassen den Vorstandsvorsitzenden der Sartorius AG in Göttingen. Von 2003 bis 2007 bemühte er sich erfolgreich als Vorstandsvorsitzender der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe um die Sanierung des damals noch defizitären Energieversorgungsunternehmens...
Utz Claassen wurde am 7. Mai 1963 in Hannover geboren.

Nach dem Abitur mit 17 Jahren und einem Notendurchschnitt von 0,7 studierte Claassen Wirtschaftswissenschaften an der Universität Hannover, wo er 1985 mit dem Diplom abschloss. Im Anschluss daran absolvierte er bis 1987 ein Auslandsstudium an der Universität Oxford. Dann machte er seine Promotion an der Universität Hannover, die er 1989 erlangte. 1987 stieg der Diplom-Ökonom bei der Unternehmensberatung Mc Kinsey in Düsseldorf ein, für die er bis 1989 tätig war. Danach wechselte er zu Ford Europa, für das er in Großbritannien und Köln in verschiedenen leitenden Positionen bis 1992 arbeitete.

Im Jahr 1992 wurde Claassen für die Volkswagen AG tätig. Dort war er zuletzt Bereichsleiter für das Controlling der Produktlinien. 1994 kam er zu SEAT nach Barcelona, wo er bis 1997 als Finanzvorstand und Vertreter des Präsidenten fungierte. Von 1997 bis 2003 war er als Vorstandsvorsitzender für die Sartorius AG in Göttingen tätig. Im Januar 2003 wurde er als "Wissensmanager des Jahres 2002" ausgezeichnet und im Februar 2003 mit dem Verdienstkreuz Erster Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens bedacht. Im März erfolgte seine Bestellung zum Mitglied des Stiftungsrats der Georg-August-Universität Göttingen Stiftung Öffentlichen Rechts.

Im Mai 2003 wurde Claassen in der Nachfolge von Gerhard Groll zum Vorstandsvorsitzenden der EnBW Energie Baden-Württemberg AG in Karlsruhe berufen. In dieser Funktion bemüht er sich durch eine harte Sanierungspolitik, das Unternehmen aus den roten Zahlen herauszuführen. Im Oktober 2003 wurde er Mitglied des Vorstandsrats des Verbands der Elektrizitätswirtschaft e.V. (VDEW), Frankfurt. Im November 2003 wurde Claassen Stellvertretender Vorsitzender des Vorstands des Verbands der Verbundunternehmen und Regionalen Energieversorger in Deutschland -VRE- e.V., Berlin.

Ab 2004 unterstützte er als Mitglied die vom Bundeskanzler initiierten Aktion "Partner für Innovation" mit Verantwortung für den "Impulskreis Energie". Im Laufe seine Amtszeit bei EnBW sah er sich mehrfach großer Kritik und Anschuldigungen ausgesetzt. Staatsanwaltliche untersuchungen gegen Claassen wurde jedoch alle fallengelassen. Im Juli 2005 wurde Claassen als erster Ausländer ausgezeichnet mit dem Kreuz des Ordens des Heiligen Nikolaus, Moskau. Am 19. Juni 2007 teilte die EnBW mit, Claassen werde für eine Verlängerung seines zum 1. Mai 2008 auslaufenden Vertrages nicht zur Verfügung stehen.

Als Classens Nachfolger wurde am 6. Juni 2007 der E.on-Manager Hans-Peter Villis vorgestellt. Neben seiner Tätigkeit für Wirtschaftsunternehmen ist Claassen auch weiterhin in der Wissenschaft tätig. Im selben Jahr veröffentlichte er das Buch "Mut zur Wahrheit - Wie wir Deutschland sanieren können". Er wurde Mitglied des Stiftungsrates der Universität Göttingen und lehrt seit Ende 2001 als Honorarprofessor an der Universität Hannover. Claassen ist außerdem Mitglied in mehreren Wirtschaftsverbänden wie etwa im Vorstand des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft.

Utz Claassen ist verheiratet und lebt derzeit in Karlsruhe.

NameUtz Claassen

Geboren am07.05.1963

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortHannover (D).