Biografie

Eduardo Chillida

NameEduardo Chillida

Geboren am10.01.1924

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortSan Sebastian (ES).

Verstorben am19.08.2002

TodesortSan Sebastian (ES).

Eduardo Chillida

Der spanische Bildhauer, der seine Objekte im konkreten Stil realisierte, zählte neben Richard Sierra zu den bedeutendsten Vertretern der abstrakten Metallplastik. Eduardo Chillida Juantegui begann sein künstlerisches Werk mit Steinfiguren. Anfang der 1950er Jahre entstanden die ersten Eisenplastiken, angeregt durch das Werk des spanischen Metallplastikers Julio González. Ende der 1950er Jahre versuchte er sich in Holzplastiken. Chillidas Interesse in seinem Kunstschaffen konzentrierte sich eher auf die Räumlichkeit als auf die plastische Form. Merkmal seiner plastischen Kunstwerke ist die homogene Materialität und die Unterteilung in Figurenformen...
Eduardo Chillida Juantegui wurde am 10. Januar 1924 in San Sebastian im spanischen Baskenland geboren.

Chillida begann 1943 ein studium der Architektur am Colegio Mayor Jiménez de Cisneros an. Er brach das Studium ab. 1947 schrieb er sich auf der privaten Kunstakademie Circulo de Bellas Artes in Madrid ein. Chilida formte hauptsächlich in Gips und Ton. 1949 und im Folgejahr hatte er Ausstellungen in den Salons de Mai. Seine Skulpturen wurden von der Kritik wohlwollend aufgenommen. 1949 hielt sich der Künstler in Paris auf. Dort begann er, Skulpturen aus Eisen zu realisieren. Damit lag er im Trend der plastischen Kunst, in der in den 1950er und 1960 Jahren durch Materialien wie Eisen die traditionelle künstlerische Tätigkeit wie das Modellieren von Ton oder das Meißeln des Steins abgelöst wurde durch Schweißarbeiten.

Im Jahr darauf, 1950, beteiligte er sich an einer Ausstellung der Künstlergruppe "les mains éboulies". Von Paris kehrte Chillida wieder nach Spanien zurück. Dort ließ er sich in Hernani nieder. 1950 entstand die abstrakte Skulptur mit dem Titel "Ilarik". Bereits in diesen Kunstwerk realisierte Eduardo Chillida seine Auffassung von der plastischen Kunst, in der der Raum im Vordergrund stand. Fortan beherrschten die Grenzen des Raumes als das zentrale Thema die Skulpturenkunst des Künstlers, der nicht die Form durch den Raum bestimmt, sondern umgekehrt die Räumlichkeit über die Objektform festlegt. Aber auch seine druckgraphischen Arbeiten werden von dem Raum-Thema beherrscht. In dieser Weise stehen das Graphik- und Skulpturenwerk von Chillida in Verbindung.

Darüber hinaus lebt der künstlerische Wert seiner Druckgraphiken vom Kontrast zwischen weißen und schwarzen Flächen. Eine Entsprechung findet sich bei den Skulpturobjekten, in denen die Materialität mit den umgebenden Räumen kontrastieren. 1979 fand die erste Einzelausstellung in der Madrider Galerie Clan statt. 1980 präsentierte er Werke in der Berner Kunstschau "Eisenplastik". Nachdem Chillida Bekanntschaft mit dem Philosophen Martin Heidegger geschlossen hatte, schuf er für dessen 1969 entstandenen Buchtitel "Die Kunst und der Raum" Litho-Collagen. 1973 entstanden Holzschnitte für die Gedichtsammlung des spanischen Dichters Jorge Guillén. 1972 wurde eine Ausstellung zu Chillidas graphischen Arbeiten im Museum von Ulm veranstaltet.

Eduardo Chillida Juantegui wurde ein viel geehrter Künstler. 1958 erhielt er den Großen Preis für Skulpturen auf der Biennale in Venedig . Zwei Jahre später wurde er mit dem Kandinsky-Preis ausgezeichnet. 1964 nahm er den Carnegie International Prize entgegen. 1979 wurde er mit dem Andrew Mellon Prize geehrt. In den Jahren 1959, 1964, 1968 und 1977 nahm er an der Kasseler Kunstausstellung documenta teil. 1980 widmete ihm das Guggenheim Museum eine Retrospektive in New York. 1989 wurden Retrospektiven der Skulpturen und des graphischen Werkes im Städtischen Kunstmuseum in Bonn und im westfälischen Landesmuseum in Münster veranstaltet. Es folgten weitere Ausstellungen.

Eduardo Cillida verwendete neben Eisen auch die Materialien wie Holz, Beton, Keramik, Alabaster oder Granit für seine plastischen Kunstobjekte. Darüber hinaus ergänzen Buchillustrationen und Graphiken sein Gesamtwerk. Chillida lebte in San Sebastian. Die Plastiken des Künstlers waren geprägt von ihrer Unterteilung. Dabei legte er Wert auf die Form der Figur und auf die Verwendung von einheitlichem Material. Ein großer Teil seiner druckgraphischen Werke ist im Saarland Museum zu sehen. Die Titel seiner Werke in der Druckgraphik wie auch in der Skulpturenkunst verweisen auf die Vorliebe des Künstlers zur Musik. Dabei spricht er bestimmte Komponisten wie Johann Sebastian Bach oder den Harfenspieler Nicanor Zabaleta an.

Zu seinen Werktiteln zählen unter anderem "EUZKADI IV" (1976), "Hutsune I." (1968), "Gezna IV" (1969), "Gravitation S.14" (1991), "o.T." (1991) oder "Besarkada VI" (1992).

Eduardo Chillida starb am 19. August 2002 in San Sebastián.

NameEduardo Chillida

Geboren am10.01.1924

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortSan Sebastian (ES).

Verstorben am19.08.2002

TodesortSan Sebastian (ES).

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