Biografie

Dominique de Villepin

Der Sohn eines französischen Handelsdirektors und Senators vollzog ab Beginn der 1980er Jahre eine glänzende Karriere im diplomatischen Dienst Frankreichs, wo er zunächst für afrikanische Angelegenheiten zuständig und dann in den Botschaften in Washington und Delhi tätig war. Als Generalsekretär des Präsidialamtes in Paris stieg Dominique de Villepin von 1995 bis 2002 zum engsten Vertrauten Jacques Chiracs auf. Als französischer Außenminister stand der ehemalige Diplomat 2002 bis 2004 an der Spitze der europäischen Opposition gegen den Irakkrieg. Als Innenminister sagte er 2004 und 2005 dem radikalen Islamismus und der illegalen Immigration in Frankreich den Kampf an. Von 2005 bis 2007 amtierte er als französischer Premierminister...

Die Europäische Union (EU):
Mitgliedsstaaten und Regierungschefs
Dominique Machrie François René Galouzeau de Villepin wurde am 14. November 1953 im marokkanischen Rabat geboren.

Sein Vater war Handelsdirektor, engagierte sich in der Politik und zog dann in den französischen Senat ein. Nach der Schule studierte de Villepin Rechtswissenschaften und Literatur. Danach besuchte er die Kaderschmiede École Nationale d'Administration in Paris. Er engagierte sich frühzeitig bei den französischen Gaullisten, deren Partei zunächst als RPR, dann seit 2002 als UMP firmiert. 1980 trat de Villepin in den diplomatischen Dienst ein. Für das französische Außenministerium war er zunächst bis 1984 für die afrikanischen und madagassischen Angelegenheiten verantwortlich.

In den Jahren 1984 bis 1989 war de Villepin als Pressechef der französischen Botschaft in Washington, 1989 bis 1992 als stellvertretender Botschafter Frankreichs im indischen Delhi tätig. In den Jahren 1992/93 arbeitete er erneut im Außenministerium in Paris als Beauftragter für Afrika und Madagaskar. De Villepin wurde 1993 zum Stabschef des Außenministers Alain Juppe berufen; diese Funktion nahm er bis 1995 wahr. 1995 wurde er zum Generalsekretär des Präsidialamtes unter dem neuen französischen Präsidenten Jacques Chirac erhoben, dem er in dieser Funktion bis 2002 diente, um zu einem der engsten Vertrauten des französischen Staatsoberhauptes aufzusteigen.

Am 7. Mai 2002 wurde de Villepin zum Außenminister berufen. In dieser Funktion führte er im Februar 2003 zusammen mit der deutschen Regierung die europäische Opposition gegen den US-amerikanischen Angriffskrieg gegen den Irak an. Die internationale Aufmerksamkeit zog der französische Außenminister durch seine unnachgiebige Haltung in dieser Frage in der Versammlung der Vereinten Nationen auf sich. Zum Ende März 2004 wechselte de Villepon auf den Posten des französischen Innenministers. In diesem Amt nahm er vor allem den Kampf gegen den radikalen Islamismus in Frankreich auf und führte er strengere Regelungen für die Immigration ein.

Infolge des ablehnenden Ergebnisses eines Volksentscheids über die EU-Verfassung am 29. Mai 2005 trat Premier Jean-Pierre Raffarin zurück. Staatspräsident Chirac berief daraufhin am 31. Mai 2005 de Villepin zum neuen französischen Regierungschef. Nach dem Sieg von Nicolas Sarkozys bei der französischen Präsidentschaftswahl übergab de Villepin am 15. Mai 2007 dem scheidenden Präsidenten Jacques Chirac sein Rücktrittsschreiben. Neben seinen diplomatischen und politischen Tätigkeiten profiliert sich de Villepin auch als Schriftsteller. So publizierte er bereits Bücher zur französischen Kultur und eine Napoleon-Biografie.

Dominique de Villepin ist verheiratet und Vater von drei Kindern.


Die Europäische Union (EU):
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NameDominique de Villepin

Geboren am14.11.1953

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortRabat (Marokko).