Biografie

Dieter Althaus

Der Physik- und Mathematiklehrer stellte von 2003 bis 2009 den Ministerpräsidenten des Freistaats Thüringen. Er engagierte sich politisch bei der DDR-Blockpartei CDUD, um dann im Zuge der deutschen Einigung in der CDU eine Karriere in der thüringischen Landespolitik zu beginnen. Dieter Althaus war ab 1992 Kultusminister im Kabinett Bernhard Vogels und von 1999 bis 2003 CDU-Fraktionsvorsitzender im Erfurter Landtag. Von 1999 bis 2003 stellte er den Landesvorsitzenden der CDU in Thüringen. In der Nachfolge Vogels amtierte Althaus dann als Regierungschef des Freistaates; Nachfolger wurde Christine Lieberknecht...

Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland
Dieter Althaus wurde am 29. Juni 1958 im thüringischen Heilbad Heiligenstadt geboren.

Althaus legte 1977 das Abitur ab, worauf er ein Studium der Physik und Mathematik für das Lehramt an der Pädagogischen Hochschule Erfurt aufnahm. 1983 schloss er die Ausbildung mit dem Diplom ab. Nach dem Studium arbeitete Althaus als Physik- und Mathematiklehrer an der Polytechnischen Oberschule in Geismar. 1987 wurde er dort zum stellvertretenden Schulleiter erhoben. In jener Zeit begann Althaus auch sein politisches Engagement im politischen System der DDR: 1985 trat er der CDUD bei. Für seine Lehrertätigkeit wurde er 1989 noch vor der Wende mit einer Auszeichnung in Gold geehrt.

Im Zuge der Herbstrevolution von 1989, die dann im folgenden Jahr zur Auflösung der DDR und zur deutschen Wiedervereinigung führte, wurde das alte Parteiensystem der DDR aufgelöst. Althaus trat 1990 in die neu gegründete CDU ein. Bei den ersten Landtagswahlen im neuen Bundesland Thüringen zog Althaus für die CDU in dessen Parlament ein, in dem er seither vertreten ist. Auf beruflicher Ebene wechselte Althaus zu Jahresbeginn 1990 von der Lehrertätigkeit in die Funktion des Schulrates für den Landkreis Heiligenstadt. Im Mai 1990 wurde er außerdem zum Dezernenten für Schule, Jugend und Kultur berufen.

Althaus war von 1991 bis 1993 Vorsitzender des Kreisverbandes der CDU in Eichsfeld. 1992 berief ihn Ministerpräsident Bernhard Vogel als Kultusminister in sein Kabinett. 1993 erhob man ihn zunächst zum stellvertretenden Landesvorsitzenden, 2000 dann zum Landesvorsitzenden der CDU in Thüringen. Infolge der Landtagswahl von 1999 wurde Althaus zum Fraktionsvorsitzenden der CDU im Erfurter Landtag gewählt. 2000 trat er auch in den Bundesvorstand der CDU ein. Als Bernhard Vogel aus Altersgründen zurücktrat, wurde Althaus am 5. Juni 2003 zu dessen Nachfolger als Ministerpräsident des Freistaates Thüringen gewählt.

Noch im selben Jahr übernahm Althaus vom November 2003 bis Oktober 2004 turnusgemäß auch das Amt des Bundesratspräsidenten. Nachdem die rot-grüne Bundesregierung unter Gerhard Schröder in ihrer zweiten Legislatur (2002-2006) in die Krise geraten und vorgezogene Neuwahlen für September 2005 angesetzt hatte, wirkte er im Kompetenzteam der Unions-Spitzenkandidatin Angela Merkel mit, in dem er die Verantwortung für den Bereich Aufbau Ost übernahm. Am 1. Januar 2009 stieß Althaus bei einem Skiunfall im österreichischen Skigebiet Riesneralm mit einer Skifahrerin zusammen, die an den Unfallfolgen starb. Er selbst erlitt ein schweres Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnblutung.

Im März 2009 wurde er in Österreich wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33.300 Euro sowie einem Schmerzensgeld von 5.000 Euro verurteilt. Am 20. April 2009 nahm Althaus die Regierungsgeschäfte wieder auf. Nachdem die CDU bei der Landtagswahl am 30. August 2009 die absolute Mehrheit verloren hatte, trat er am 3. September 2009 mit sofortiger Wirkung als Ministerpräsident und Landesvorsitzender der thüringischen CDU zurück. Nachfolgerin wurde Christine Lieberknecht. Ab 1. Februar 2010 wurde Althaus als Vice President im Magna-Büro am VW-Hauptsitz in Wolfsburg für den österreichisch-kanadischen Autozulieferfirma Magna International tätig.

Dieter Althaus ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.


Die Ministerpräsidenten der Bundesrepublik Deutschland

NameDieter Althaus

Geboren am29.06.1958

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortHeiligenstadt (D).