Biografie

David Packard

Der US-amerikanische Elektroingenieur und Politiker gründete mit William Hewlett 1939 eines der ersten und größten Unternehmen des kalifornischen Silicon Valley. Aus einer kalifornischen Garage führte David Packard die "Hewlett Packard Company" in eine beherrschende Position auf dem Weltmarkt der Elektro- und Informationstechnologie. Packard war von 1947 bis 1964 Präsident von Hewlett-Packard und von 1964 bis 1968 dessen CEO. Von 1964 bis 1968 und von 1972 bis 1993 war er Vorsitzender des Executive Committee. Das Unternehmen wuchs zum weltgrößten Hersteller von elektronischen Test- und Messinstrumenten. Zudem wurde die Firma führender Hersteller von Taschenrechnern, Personalcomputern, Laser- und Tintenstrahldruckern...
David Packard wurde am 7. September 1912 in Pueblo (Colorado, USA) als Sohn eines Rechtsanwalts geboren.

Nach der High School nahm Packard ein Studium an der kalifornischen Stanford Universität und an der Universität von Colorado auf, das er 1939 als diplomierter Elektroingenieur abschloss. Noch während des Studiums begann er 1935 für die "General Electric Company" in Schenectady (New York) zu arbeiten. 1938 heiratete Packard Lucile Laura Salter, mit der er lebenslang verbunden blieb und vier Kinder hatte. 1939 gründete er mit seinem Studienkollegen William Hewlett ein eigenes Unternehmen: Die "Hewlett Packard Company" entstand als bescheidene Elektroschmiede in einer Garage im kalifornischen Palo Alto.

Die Firma widmete sich zunächst der Herstellung elektronischer Test- und Messgeräte, wobei sie mit einem Auftrag für die "Walt Disney Company" und durch militärische Aufträge während des Zweiten Weltkriegs schnell expandieren konnte. Packard fungierte darauf von 1947 bis 1964 als Präsident des Unternehmens. Von 1964 bis 1968 nahm er die Funktionen des Chairman und Chief Executive Officer wahr. Gegen Ende 1968 wurde Packard als Stellvertreter des Verteidigungsministers Melvin Laird für drei Jahre in die US-Administration unter Richard Nixon berufen. Er unterbrach daher seine unternehmerische Tätigkeit und legte seine Funktionen bei "Hewlett Packard" vorübergehend nieder.

In seiner Funktion als stellvertretender Verteidigungsminister wirkte Packard an der Reform des Militär- und Verteidigungsapparats mit, bei der er wirtschaftlich-kaufmännische Kriterien in die Behörde einführte. Nach dem Rücktritt von seinem politischen Amt im Dezember 1971, wandte sich Packard erneut seinem Unternehmen zu. Dort fungierte er ab 1972 wieder als Chairman und Chief Executive Officer. Nun stieg die "Hewlett Packard" ins Computergeschäft ein. Packard machte die Firma durch seine offene und kommunikative Unternehmensführung zu einem erfolgreichen Konzern. Während der 1980er Jahre zog sich Packard allerdings mehr und mehr aus den direkten Führungsaufgaben zurück. Ab 1993 trat er ganz in den Ruhestand.

Zwei Jahre später konnte der von ihm mitgeschaffene Konzern auf über 100.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von 31 Milliarden US$ verweisen. 1995 erhielt er den Lifetime Achivement Award des Lemelson-MIT Prize. Die bereits in den 1960er Jahren gegründete "David and Lucille Packard Foundation" setzte ihr Milliardenkapital für Stipendien und Unterstützungen ein, die jungen Wissenschaftlern, Angehörigen rassischer Minderheiten, Projekten zur Erhaltung von Naturschutzgebieten und dem Opernhaus von San Francisco zugute kommen.

David Packard starb am 26. März 1996 in Stanford.


Bedeutende Vertreter der Informations- und Kommunikationsrevolution
Der DOW JONES Index
Menschen und Marken

NameDavid Packard

Geboren am07.09.1912

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortPueblo, Colorado (USA).

Verstorben am26.03.1996

TodesortStandford, Kalifornien (USA).