Biografie

Christian Hülsmeyer

Der frühe Elektrotechniker gilt als der Erfinder des Radarprinzips. Mit seinem "Telemobiloskop" schuf Christian Hülsmeyer 1904 den Prototyp des modernen Radargerätes, der jedoch erst drei Jahrzehnte später wiederentdeckt und in internationalem Rahmen weiterentwickelt wurde. In den 1930er Jahren kam man in Deutschland, England, Russland und in den USA auf seine Erfindung wieder zurück. Das Funkmessprinzip wurde nun wiederentdeckt und – etwa durch Rudolf Kühnold im Oktober 1934 im nationalsozialistischen Deutschland – für die Konstruktion der ersten modernen Radargeräte weiterentwickelt...
Christian Hülsmeyer wurde am 25. Dezember 1881 in Eydelstedt in der Grafschaft Diepholz als Sohn eines Zimmermanns geboren.

Aufgewachsen ist er als jüngstes von fünf Kindern von Johann Heinrich Ernst Hülsmeyer und Elisabeth Wilhelmine Brenning. Nach der Grundschule nahm Hülsmeyer 1896 eine Ausbildung am Lehrerseminar in Bremen auf, wo er sich bereits mit physikalischen, vor allem elektromagnetischen Experimenten beschäftigte. Gegen den Willen der Eltern begann er 1899 jedoch nach Abschluss des Seminars eine Ausbildung bei Siemens-Schuckert in Bremen.

Hier befasste er sich auch mit der elektrischen Ausrüstung von Schiffen. 1902 wechselte Hülsmeyer nach Düsseldorf. Am dortigen Rheinufer führte er Reflexionsversuche mit elektromagnetischen Wellen an vorbeifahrenden Schiffen durch. Diese Experimente mündeten in die Entdeckung des Funkmessprinzips, mit dem metallische Gegenstände – wie etwa Schiffe – auch in größerer Entfernung und auch bei Dunkelheit, Nebel und Regen gesichtet werden konnten, indem die ausgesandten elektrischen Wellen von dem betreffenden Gegenstand wieder zum Sender zurückgeworfen werden.

Hülsmeyer verfeinerte die Technik seiner Erfindung und konstruierte das so genannte "Telemobiloskop", das er 1904 patentieren ließ. Diese Apparatur besaß das Potenzial, den Schiffsverkehr zu revolutionieren, und stellte den Prototyp der modernen Radargeräte dar. Hülsmeyer hatte mit seinem Funkmessprinzip erstmals den später als Radarprinzip bezeichneten technischen Vorgang entdeckt, demonstriert und patentiert: die Erfassung räumlich entfernter Objekte mittels der Reflexion elektromagnetischer Wellen.

Zunächst wurde Hülsmeyers Erfindung jedoch durch die kurz danach von Guglielmo Marconi entwickelte drahtlose Telegrafie in den Schatten gestellt. Die mit seinem Partner Mannheim in Köln gegründete "Telemobiloskop Gesellschaft Hülsmeyer & Mannheim" hatte wenig Erfolg. Entsprechende Präsentationen bei Schiffsgesellschaften und Marine, sogar bei der Firma Telefunken, stießen auf keine Resonanz.

Wegen dieses Misserfolgs rief Hülsmeyer 1907 mit der "Kessel- und Apparatebau Christian Hülsmeyer, Düsseldorf" eine Fabrik für Rostschutzfilter ins Leben, mit der er mehr Erfolg hatte. Die Konstruktion Hülsmeyers diente jedoch später als Vorbild für die Entwicklung der modernen Radartechnik. In den 1930er Jahren kam man in Deutschland, England, Russland und in den USA auf seine Erfindung wieder zurück. Das Funkmessprinzip wurde nun wiederentdeckt und – etwa durch Rudolf Kühnold im Oktober 1934 im nationalsozialistischen Deutschland – für die Konstruktion der ersten modernen Radargeräte weiterentwickelt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Hülsmeyer für seine inzwischen anerkannte Erfindung des Radarprinzips von Bundeskanzler Konrad Adenauer geehrt.

Christian Hülsmeyer starb am 31. Januar 1957 in Ahrweiler.

NameChristian Hülsmeyer

Geboren am25.12.1881

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortEydelstedt, Diepholz (D).

Verstorben am31.01.1957

TodesortAhrweiler (D).