Biografie

Cher

Die US-amerikanische Sängerin und Schauspielerin Cher vollzog eine beeindruckende Karriere im Show-Geschäft, die von zahlreichen Höhen und Tiefen begleitet wurde. Mit Songs wie "I Got You Babe" und "Bang Bang" wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann als "Sonny & Cher" zum "Hippie-Idol" der 1960er Jahre. Im Wandel der Zeit verschwand sie ab den 1970er Jahren von den Bühnen der Welt, um Ende der 1990er Jahre mit Hit-Singles wie "Believe", "Strong Enough" und Filmen wie "Silkwood" und "Mask" ein fulminantes Comeback zu feiern, bei dem sie mit den bedeutendsten Preisen der Branche ausgezeichnet wurde...
Cherilyn La Piere Sarkisian wurde am 20. Mai 1946 in El Centro, Kalifornien, geboren, wo sie aufwuchs und die Schule besuchte.

Erzogen wurde sie mit strenger Hand von ihrem Stiefvater Gilbert La Piere, dessen Namen sie auch übernommen hatte, und ihrer leiblichen Mutter, der Schauspielerin Georgia Holt. Ihr leiblicher Vater hieß John Sarkisian. Cherilyn, die seit ihrer Kindheit "Cher" gerufen wurde, litt unter der häuslichen Situation, brach mit 16 Jahren die High School ab und reiste alleine nach Los Angeles. Hier hielt sie sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Sie erhielt eine Anstellung als Kellnerin in einer Bar am Hollywood Boulevard. Kurz darauf lernte sie Salvatore "Sonny" Bono kennen.

Aus der Bekanntschaft wurde eine Freundschaft und wenig später begleitete sie Sonny zu Phil Spectors in die "Gold Star Studios", wo sie für eine fehlende Sängerin einspringen durfte. Ohne dass sie eine Gesangsausbildung genossen hatte, war ihr Können überzeugend und sofort wurde sie von Phil Spector als Backgroundsängerin unter Vertrag genommen. Fortan begleitete sie ihn bei allen Konzerten und Studioaufnahmen, wo Hits wie "Be My Baby" oder "You’ve Lost That Loving Feeling" gespielt wurden. Darüber hinaus versuchte sie mit Sonny Anfang der 1960er Jahre als "Caesar and Cleo" eine Duo-Karriere zu starten, wofür sie ihre Zusammenarbeit mit Phil kündigen musste.

Der Erfolg blieb jedoch Jahre lang aus und beide bekamen den rauen Wind des Showgeschäfts zu spüren. Cher musste nun in "Tingeltangel Bars" auftreten, um Geld für das Nötigste zu verdienen. An schöne Kostüme bei den Auftritten war kaum zu denken, und so trug sie alte und viel zu keine Fummel, die sie in der Gardarobe fand. Trotz zahlreicher Demütigungen ließ sie sich nicht entmutigen und arbeitete hart an ihrer Karriere weiter. 1964 versuchten sie nochmals eine Duo-Karriere. Nach kleineren gemeinsamen Auftritten als "Sonny & Cher", gelang ihnen mit Hits wie "I Got You Babe" 1965 der unglaubliche internationale Durchbruch.

Mit weiteren Songs wie "The Beat Goes On" und "Bang Bang" wurden die Beiden zu den Hippie-Idolen der 1960er Jahre. Zur selben Zeit hatte das Duo fünf Songs gleichzeitig in der internationalen Top-20. Ab 1967 wurde es um das Duo wieder ruhiger und ihr teurer selbstproduzierter Film "Chastity" erwies sich als ein beachtliches Geldgrab. 1971 versuchen Sonny & Cher, die mittlerweile die gemeinsame Tochter Chastity bekamen, ein Comeback. Sie erhielten unter dem Titel "The Sonny & Cher Comedy Hour" ihre eigene Fernsehsendung und mit "All I Ever Need is You" konnten sie einen kurzen Erfolg feiern. Die Sendung wurde jedoch nur kritisiert, da sie nicht zum Image der Darsteller passte.

Nach wenigen Monaten wurde sie wieder abgesetzt. Diesen Rückschlag konnte ihre Ehe nicht verkraften und so trennten sie sich beruflich und privat. Ein Umstand, der Cher alleine unvermarktbar machte. Sie war regelrecht abgeschrieben. Verluste, die durch die Filmproduktion entstanden, rissen große Löcher in ihre Kasse, weshalb sie gezwungen war, weitere Platten aufzunehmen. Kein Produzent war jedoch davon zu überzeugen, dass sie auch ohne Sonny Erfolg haben könnte. In Folge dessen verkaufte sie ihr Haus und blieb, trotz endloser Bemühungen um Annerkennung ihrer Arbeit, knapp 11 Jahre ohne Engagement.

Mitte der 1970er Jahre heiratete sie den Gitarristen Greg Allman. Diese Ehe blieb kinderlos und wurde nach wenigen Monaten wieder geschieden. In den Folgejahren sorgte Cher mit zahlreichen Affären und modischen Ausrutschern für zerstörend negative Presse. 1980 zog sie nach New York, wo sie sich nun um eine Anstellung am Theater bemühte und ihr Album "Black Rose" präsentierte. Einem glücklichen Umstand hatte sie es zu verdanken, dass sie 1982 eine Rolle in der Off-Broadway Inszenierung von "Komm zurück, Jimmy Dean" erhielt. Cher lieferte dabei ein schauspielerisches Glanzstück und die Kritiker überschlugen sich vor Lob.

Bereits im nächsten Jahr stand sie für das Anti-Atomkraft-Drama "Silkwood" vor der Kamera, das ihr neben einer Oscar-Nominierung auch noch den Golden Globe für die beste weibliche Nebenrolle einbrachte. Für ihren Beitrag in dem Streifen "Mask" wurde Cher, die die Mutter eines behinderten Jungen verkörperte, bei den Filmfestspielen in Cannes in der höchsten Kategorie, "Bester Hauptdarsteller des Jahres" ausgezeichnet. Fortan spielte Cher mit den namhaftesten Vertretern der Traumfabrik. So entstand 1986 die Horror-Komödie "Die Hexen von Eastwick" mit Jack Nicholson und Michelle Pfeiffer, sowie 1987 "Suspekt - unter Verdacht".

Für ihre überragende schauspielerische Leistung in "Mondsüchtig" wurde Cher 1989 mit dem Oscar für "Die beste weibliche Hauptrolle" und dem Golden Globe bedacht. Nun kehrte sie auch erfolgreich zur Musik zurück, nach dem Hit "I Found Someone" veröffentlichte sie 1989 das Album "Heart of Stone" mit den Singles "Just Like Jesse James" und "If I Could Turn Back Time". Mit dem Titelsong zu "Meerjungfrauen küssen besser", "The Shoop Shoop Song" wurde sie seit "Sonny & Cher" erstmals wieder in der internationalen Top-10 gelistet. Nach weiteren Film- und Musikproduktionen, sowie ihrem Regie-Debüt, landete sie 1998 mit dem Album "Believe" den Megaerfolg und den Sommerhit des Jahres.

"Believe" wurde nicht nur eines der bestverkauftesten Alben des Jahres, sondern katapultierte sie auch ins regelmäßige Programm des erfolgsverwöhnten Musiksenders MTV. Die Single "Strong Enough" übertraf nochmals alle Erwartungen und machte sie endgültig zum Popstar. Für ihr HBO Konzertspecial aus ihrer Welttournee wurde Cher für 11 Emmys nominiert. Am 5. Januar 1998 verunglückte ihr Exehemann Sonny Bono bei einem Skiunfall in Kalifornien. Der 62jährige prallte gegen einen Baum und starb kurz darauf an seinen Verletzungen. Weitere Filmerfolge feierte Cher mit "Prêt-à-Porter" und "Der Hochzeitstag". Das letzte mal stand sie 1999 für "Tee mit Mussolini" vor der Kamera.

Im Rahmen des "World Woman´s Award" überreichte ihr Michail Gorbatschow im Juni 2004 in Hamburg, für ihre Leistungen als Künstlerin, den "World Arts Award".
19xx - "I got you Babe".

19xx - "Sonny & Che;r - The Singles".

19xx - "Che;r - The Story".

1990 - "Greatest Hits".

1990 - "Take me home".

1991 - "The Best of Sonny & Che;r / The Best goes on".

1992 - "Che;r´s Greatest Hits".

1992 - "The Collection".

1993 - "Love hurts".

1993 - "Heart of Stone".

1994 - "Half Breed".

1998 - "Believe".

1999 - "Divas Live ´99".

1999 - "Greatest Hits".

1999 - "Bettersweet".

1999 - "Millenium Edition".

2001 - "Living Proof".

2001 - "The Music´s no good without you".

2002 - "Sunny".
1967 - "Chastity".

1971 - "The Sonny & Che;r Comedy Hour" / TV.

1982 - "Silkwood".

1984 - "Die Maske".

1986 - "Die Hexen von Eastwick".

1987 - "Mondsüchtig".

1987 - "Suspekt - Unter Verdacht".

1990 - "Meerjungfrauen küssen besser".

1995 - "Pret à Portier".

1996 - "Der Hochzeitstag".

1998 - "Tee mit Mussolini".

2003 - "Unzertrennlich".
Cher
c/o William Morris Agency
151 El Camino Drive
Beverly Hills California 90212, USA

NameCherilyn La Piere Sarkisian

AliasCher

Geboren am20.05.1946

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortEl Centro, Kalifornien (USA).