Biografie

Alexander Archipenko

Der russische Bildhauer schuf Werke, die zu den bedeutendsten der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts gehören. Sein Frühwerk war beeinflusst vom Kubismus. Von diesem künstlerischen Standpunkt aus bildete Alexander Archipenko seine Techniken weiter aus und verwendete Materialien wie Glas, Holz oder Metall für Darstellungen, die im Sinne des abstrakten Stils eher auf Plastizität verzichteten. Beeinflusst vom Konstruktivismus erfand Archipenko eine Art bewegliche Malerei, die er "Archipentura" nannte. Später schuf er Lichtmodulatoren – innen beleuchtete Plastiken aus Plexiglas...
Alexander Archipenko wurde am 30. Mai 1887 in Kiew geboren.

Alexander Archipenko studierte in der Zeit von 1902 bis 1905 erst Malerei und später Bildhauerei an der Kunstschule in Kiew. Danach zog er für zwei Jahre nach Moskau. 1908 siedelte er nach Paris über, wo er Avantgardekünstlern wie Pablo Picasso, Georges Braque und Amedeo Modigliani begegnete. In dieser Zeit wurde er durch den Kubismus angeregt. Seine 1911 entstandene Plastik "Die sitzende Frau" gibt davon in ihrer unplastischen Darstellungsweise ein gutes Beispiel. Ein Jahr zuvor stellte er seine Werke im "Salon des Indépendants" aus.

Es folgte 1911 Archipenkos erste Einzelausstellung im "Salon d`Automne". Im Jahr darauf gründete er in Paris seine Kunstschule, und er gehörte den Gründungsmitgliedern der Gruppe "Section d`Or" an, in der unter anderem auch Robert Delaunay, Pablo Picasso oder Marcel Duchamp Mitglieder waren. Auf der Suche nach seinem individuellen Formstil stieß Alexander Archipenko 1912 auf eine dreidimensionale Konstruktion. Dazu verwendete er nicht sehr plastische Materialien wie Glas, Metall und Holz, die er auch bemalte. 1913 schuf er Reliefs aus Gips, wie zum Beispiel das Werk "Carrousel-Pierrot".

Seine künstlerische Intention zeigte Archipenko in der Mechanisierung des menschlichen Körpers mit abstrakten Elementen. Dabei wandte er sich ab vom Naturalismus und von der plastischen Darstellung, behielt aber eine kontrastreiche Farbgebung und die Technik der Collagierung bei. 1914 mündeten seine künstlerischen Aktivitäten in die sogenannte "Sculpto-Peinture". Während des Ersten Weltkrieges hielt er sich in Südfrankreich, in Cimiez bei Nizza auf. Nach Kriegsende nahm er an Reisen durch Europa teil. Von 1919 bis 1921 verzeichnete Alexander Archipenko eine rege Ausstellungstätigkeit. 1923 siedelte er nach New York über. Dort gründete er eine Kunstschule.

Dann, 1924, entwickelte der Künstler die "Archipentura" – angeregt durch den Konstruktivismus. Dabei handelt es sich um eine Art beweglicher Bilder, die durch einen Motor mobilisiert werden. In Chicago rief Archipenko 1937 die "Schule für schöpferische Kunst" ins Leben, und er lehrte an der "New Bauhaus School of Industrial Arts". Zwei Jahre später, 1939, zog er wieder nach New York zurück. Danach beschäftigte er sich mit Plastiken aus Plexiglas, die von innen beleuchtet sind, sogenannte Lichtmodulatoren. Archipenkos Alterswerk ist von geometrischen Formen gekennzeichnet, wie unter anderem das Monumentalwerk "Cleopatra" (1957) verdeutlicht.

Seine Experimentierfreudigkeit und seine Suche nach neuen Ausdrucksformen brachten ihm den Rang als einer der bedeutendsten Stilkünstler im 20. Jahrhundert ein. Ausgehend vom kubistischen Stil entwickelte er sich zu einem Bildhauer mit semi-abstrakter und abstrakter Formaussage.

Alexander Archipenko starb am 25. Februar 1964 in New York.

NameAlexander Archipenko

Geboren am30.05.1887

SternzeichenZwillinge 22.05. - 21.06

GeburtsortKiew (Ukraine)

Verstorben am25.02.1964

TodesortNew York City (USA)