Biografie

Prinz Al-Walid Al-Saud

Der saudi-arabische Königsneffe zählt neben Warren Buffett, Paul Allen und Bill Gates zu den reichsten Männern des Planeten. Mit seinem erfolgreichen Investmentunternehmen finanziert Al-Walid Bin Talal aber nicht nur sozial- und entwicklungspolitische Maßnahmen im arabischen Raum: Unermüdlich tritt er auch für eine Verständigung zwischen westlicher und arabischer Welt ein, was ihm jedoch seit den Angriffen auf die USA vom 11. September 2001 gerade von der Gegenseite zunehmend schwer gemacht wird...

Die 100 reichsten Menschen der Welt
Prinz Al-Walid Bin Talal Bin Abdul Aziz Al-Saud wurde am 7. März 1957 in Riad (Saudi-Arabien) geboren.

Sein Großvater väterlicherseits war der König und Begründer Saudi-Arabiens Faisal Ibn Abd Al Aziz Ibn Saud IV.. Seine Mutter, Prinzessin Mona El-Solh, ist die Tochter des ersten Premierministers des modernen Libanon, Riad El-Solh. Der Onkel des Prinzen, König Fahd VI, regiert als aktueller König über Saudi-Arabien. Al-Walid genoss seine wissenschaftliche Ausbildung in den USA. 1979 absolvierte er ein Studium der Betriebswirtschaft am kalifornischen Menlo College, das er mit dem Bachelor abschloss. 1985 errang er das Master-Examen in Sozialwissenschaften an der Siracuse University von New York.

Die Studienzeit ließ den saudi-arabischen Prinzen in einen intensiven Austausch zum Gastland treten, der sich auch danach in einer dauerhaften Verbundenheit Al-Walids mit den USA, ihrer Wirtschaft und Kultur bemerkbar machen sollte. Nach Abschluss der Studien baute sich Al-Walid in der Heimat ein Investmentunternehmen auf, das er zur Kingdom Holding Company entwickelte und das ihm ein enormes Vermögen bescherte. Dies erlaubte ihm, sich als großer Anteilseigner in die weltgrößten Unternehmen wie etwa AOL Time Warner, Motorola, Apple, Kodak, Citigroup und andere mehr einzukaufen. Der Prinz führte in den letzten zwei Jahrzehnten die arabische Welt in das Zeitalter der drahtlosen Kommunikation und des Internet.

In seinem Land profilierte sich der Prinz durch zahlreiche von ihm finanzierte Projekte des öffentlichen Wohnungsbaus, der Wohlfahrt und Sozialpolitik. In den Jahren von 1988 bis 1999 nahm Al-Walid die Funktion des Präsidenten der "United Saudi Bank" wahr. Mit großem Respekt für kulturelle und religiöse Traditionen tritt er dennoch als unermüdlicher Fürsprecher für gesellschaftliche Reformen in dem islamischen Land ein. Seit 1997 hält Al-Walid auch Anteile an der Palestine Investment and Development Company, die Entwicklungs- und Infrastrukturmaßnahmen in den autonomen Palästinensergebieten der West Bank und des Gaza-Streifens finanziert. Im selben Jahr wirkte er in Jerusalem an der Gründung der "Jerusalem Development and Investment Company" mit, die durch die Errichtung von Wohnraum und sozialen Einrichtungen für Palästinenser deren Lebensbedingungen in Jerusalem zu verbessern sucht.

Die Angriffe auf die USA vom 11. September 2001 lösten bei dem USA-verbundenen Prinzen tiefe Betroffenheit aus. Al-Walid spendete bei einem Besuch von Ground Zero in New York 10 Millionen US$ für den Wiederaufbau des World Trade Center. Prinz Al-Walid rief bei dieser Gelegenheit jedoch auch die US-Administration auf, ihre Nahostpolitik zu überdenken und zu einer ausgewogeneren Position gegenüber der Palästinenserfrage zu kommen, da er die vorangegangene Politik als Mitursache der Terror-Angriffe betrachtete. Darauf reagierte der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani mit der Rückgabe der Spende an Al-Walid. In der anschließenden öffentlichen Auseinandersetzung relativierte der Prinz einige seiner Aussagen und erläuterte er seine Auffassung über die Ursachen des globalen Terrorismus.

Zugleich sprach er sich für eine Annäherung zwischen den USA und der arabischen Welt aus, die er durch gemeinsame Interessen verbunden sah. Der saudi-arabische Prinz gilt mit einem Vermögen von 20 Milliarden US-Dollar heute als einer der reichsten Männer der Welt. Ähnlich wie Warren Buffett verdankt er seinen Investmenterfolg der Strategie, in noch unterbewertete Unternehmen zu investieren. Al-Walid nennt mehrere Boeing sein eigen und liebt die Wüste, in deren Einsamkeit er sich gerne zurückzieht. Mit 21,5 Milliarden US-Dollar Vermögen rangierte Al-Walid 2004 auf Platz 4 unter den reichsten Menschen der Welt.

Prinz Al-Walid Bin Talal Bin Abdul Aziz Al-Saud ist verheiratet und hat zwei Kinder.


Die 100 reichsten Menschen der Welt

NameAl-Walid Bin Talal

AliasPrinz Al-Walid Al-Saud

Geboren am07.03.1957

SternzeichenFische 20.02 - 20.03

GeburtsortRiad (VAE).