Biografie

Max Bill

NameMax Bill

Geboren am02.12.1908

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortWinterthur (CH).

Verstorben am09.12.1994

TodesortBerlin (D).

Max Bill

Der schweizerische Maler, Architekt, Möbeldesigner und Kunsttheoretiker war als "Zürcher Schüler" Hauptvertreter der "Konkreten Kunst". Seine Werke entstehen ohne äußere Orientierung an die Natur und abstrahieren auch nicht von ihr. Sie sind geprägt von einem funktions- und materialgerechten Charakter. In seinen objektiven Plastiken variierte der Künstler seine ausgewählten Grundthemen. Darüber hinaus war Max Bill auch als plastischer Künstler tätig. Als Leiter des Bereichs "Bilden und Gestalten" war Bill von 1961 bis 1964 Architekt für die schweizerische Landesschau von Lausanne; von 1961 bis 1968 war er als Mitglied des Gemeinderates der Stadt Zürich sowie von 1967 bis 1971 im Schweizer Nationalrat...
Max Bill wurde am 2. Dezember 1908 im schweizerischen Winterthur geboren.

Bill studierte in den Jahren von 1924 bis 1927 an der Züricher Kunstgewerbeschule. Seine Studien setzte er in den Jahren von 1927 bis 1929 am Bauhaus in Dessau fort. Dabei machte er die Bekanntschaft der internationalen Konstruktiven Maler wie Lázló Moholy-Nagy, Oskar Schlemmer oder Josef Albers. Durch die Bauhaus-Zeit wurde in ihm die Vorstellung von einer Einheit aller Künste geprägt sowie von der Kunstform, die der Funktion und dem Material gerecht wird. Ab dem Jahr 1929 lebte Bill in Zürich. Dort war er zunächst als Architekt tätig. Im gleichen Jahr hatte er dort seine erste Ausstellung. 1932 traf er auf den niederländischen Maler und Begründer des Neoplastizismus Piet Mondriaan.

Max Bill übernahm von dessen Stil und Werken maßgebliche Anregungen für das eigene Schaffen. Er schloss sich der Pariser Gruppe "Abstraction-Création" an, von der er sich aber im Jahr 1936 löste. Bill realisierte in seinen Gemälden und Grafikwerken die Vorstellungen der "Konkreten Kunst", womit er sich der Theorie des niederländischen Malers Theo van Doesburg, mit bürgerlichem Namen Christiaan Emil Marie Küpper, anschloss. Dabei folgte sein Schaffen den Gesetzmäßigkeiten und Mitteln der Kunst. Es orientierte sich daher nicht sichtbar an der Natur und abstrahierte auch nicht von ihr. Bill gestaltete seine Werke wie naturwissenschaftliche Konstruktionen.

Dies trifft beispielsweise in den Form- und Farbvariationen für die in den Jahren von 1935 bis 1938 entstandenen Werke mit dem Titel "Fünfzehn Variationen über ein Thema" zu. In der Arbeit mit dem Titel "Konstruktion mit zehn Vierecken" aus dem Jahr 1940 realisierte der Maler die drei Primärfarben und die Mischfarben erster Ordnung auf einem weißen Untergrund, dabei durchkreuzen schwarze Balken die Flächen genau in der Mitte. Bill widmete sich auch der plastischen Kunst, in der er ausgewählte Grundthemen immer wieder in neuen Variationen schuf. Dabei achtete er auf den objektiven Charakter der dreidimensionalen Werke und vermied die individuelle Note.

Der Schweizer Künstler und Architekt gestaltete ab dem Jahr 1945 Gebrauchsgegenstände, die er im künstlerischen Ergebnis als "Produktform" bezeichnete. Bill wurde im Jahr 1951 als Gründungsdirektor der Hochschule für Gestaltung in Ulm berufen. In dieser Funktion leitete er die Ausbildungsstätte bis zum Jahr 1956. Darüber hinaus war er einer der Architekten des Hochschulgebäudes, das in den Jahren von 1953 bis 1955 entstand. Dazu plante er den Entwurf des "Ulmer Hockers" für diese Einrichtung. Diese Arbeit machte ihn als Möbeldesigner bekannt. Ab dem Jahr 1967 war er Professor an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Ein Jahr später bekam er den Kunstpreis der Stadt Zürich verliehen. Bills Schaffen wurde seit dem Jahr 1928 in zahlreichen Ausstellungen von Galerien der Öffentlichkeit weltweit präsentiert. Viele seiner konstruktiven plastischen Arbeiten zieren öffentliche Plätze in Amerika, Europa und Asien. Zu seinem Gesamtwerken zählen gleichfalls Druckgrafiken und vierzehn bibliophile Mappenwerke. Bills praktische künstlerische Arbeit wurde begleitet von einem theoretischen Werk. So wurde 1946 die Schrift mit dem Titel "Von der abstrakten zur konkreten Kunst" veröffentlicht. 1949 kam sein theoretisches Werk "Die mathematische Denkweise in der Kunst unserer Zeit" heraus. Darin fordert er eine neue Kunst, die auf einer mathematischen Gestaltung basiert.

Im Jahr 1952 erschien die Schrift "Form". 1944 organisierte er die Ausstellung "Konkrete Kunst" in Basel, wodurch er seine theoretische Auffassung untermauerte. Von 1967 bis 1974 wurde er als Professor für Umweltgestaltung an die Hochschule für Bildende Künste in Hamburg berufen. 1987 folgte eine große Ausstellung in der Schirn-Kunsthalle, Frankfurt am Main. 1990/91 zeigte das Wilhelm-Hack-Museum eine Retrospektive des Künstlers.

Max Bill starb am 9. Dezember 1994 während eines Aufenthaltes in Berlin.

NameMax Bill

Geboren am02.12.1908

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortWinterthur (CH).

Verstorben am09.12.1994

TodesortBerlin (D).

google-site-verification: google44cc944cebb47e16.html