WHO'S WHO.
Clint Eastwood
Der US-amerikanische Schauspieler, Regisseur und Produzent begann seine Filmkarriere als Westernheld und stieg in unzähligen Streifen zum charakteristischen Star des Genres auf. Im Laufe seiner Karriere erwies er sich jedoch als wandlungsfähiger Mime mit vielfältigen Talenten. Als Filmschaffender hatte er über Generationen hinweg nachhaltigen und permanenten Einfluss auf die Filmgestaltung im Allgemeinen. Als erster Regisseur wurde er 1993 und 2005 zweimal für seine Inszenierungen mit dem "Oscar" ausgezeichnet. Damit repräsentiert Clint Eastwood wie wenige die Geschichte des Kinos. Zu seinen populärsten Filmen zählen "Für eine Handvoll Dollar", "Dirty Harry", "Perfect World", "Erbarmungslos", "Mystic River", "Million Dollar Baby" und "Letters from Iwo Jima"…
Biografie
Clint Eastwood wurde am 31. Mai 1930, als Sohn eines Buchhalters und Tankwartes, in San Francisco geboren.

Er zog mit seiner Familie an der Westküste Amerikas umher, ging dann für zwei Jahre zur Army und arbeitete als Schwimmlehrer. Danach studierte er Betriebswirtschaft und heiratete 1953 Maggie Johnson, die Sohn Kyle und Tochter Alison zur Welt brachte. Das berufliche Ziel von Eastwood war Hollywood. Er bekam zunächst einen Vertrag bei "Universal" und spielte in unbedeutenden Nebenrollen.

Frustriert ließ er die Filmbranche hinter sich und ging zum Fernsehen. Dort schaffte Eastwood 1958 den Durchbruch, als er in insgesamt 217 Folgen der Erfolgsserie "Rawhide" zu sehen war. In Deutschland lief die Serie unter dem Titel "Cowboys". Während der Dreharbeiten lernte der Schauspieler Roxanne Tunis kennen, mit der er eine jahrelange Affäre hatte. Ergebnis war Tochter Kimber, die im Jahr 1965 zur Welt kam.

Nach seinen TV-Erfolgen wurde Eastwood auch für die Filmindustrie interessant, von der er seine erste Hauptrolle in dem legendären Italowestern "Für eine Handvoll Dollar" erhielt. Es folgten die Titel "Für ein paar Dollar mehr" und "Zwei glorreiche Halunken", die Eastwood als aufrechten Westernhelden dieses neuen Film-Genres etablierten.

Danach wirkte er in zahlreichen späteren Klassikern wie "Hängt ihn höher", "Coogans großer Bluff", "Westwärts zieht der Wind", "Ein Fressen für die Geier" und "Stoßtrupp Gold". Eastwood wollte sich aber nicht auf die Schauspielerei beschränken, weshalb er 1971 unter dem Namen "Malpaso" seine eigene Produktionsfirma ins Leben rief. Es entstanden Filme wie "Dirty Harry", "Ein Fremder ohne Namen", "Den letzten beißen die Hunde", "Der Texaner" und "Der Mann, der niemals aufgibt".

Diese Streifen festigten Eastwoods Rolle in der Filmbranche und brachten ihm eine große Fangemeinde. In der Zeit von 1977 bis 1985 war Clint Eastwood mit der Schauspielkollegin Sandra Locke liiert. Erst 1980 wurde seine Ehe mit Maggie Johnson geschieden. Neben seiner Filmkarriere nahm Eastwood auch öffentliche Ämter wahr. So war er von 1986 bis 1988 Bürgermeister im kalifornischen Carmel.

Im Jahr 1988 wurde er mit dem "Cecil B. DeMille Award" ausgezeichnet. Eastwood schaffte den Absprung vom Image des Westernhelden, spielte in der Komödie "Der Mann aus San Fernando", in dem Actionfilm "Flucht von Alcatraz" und war als Bulle in "Der Wolf hetzt die Meute" zu sehen. Weitere Etappen seiner Karriere waren "Heartbreak Ridge", "Das Todesspiel", "Pink Cadillac" oder "Rookie - Der Anfänger". Einen seiner größten Erfolge stellte der Streifen "Erbarmungslos" (1992) dar. Der Film wurde in neun Kategorien für einen "Oscar" nominiert und brachte Eastwood selbst die begehrte Trophäe für die "Beste Regie" und den "Besten Film" ein.

Eastwoods Filme überschritten zu diesem Zeitpunkt die magische 100-Millionen-Dollar-Einspielgrenze, so auch der Krimi "Die zweite Chance" (1993). Eine weitere Rolle spielte er als Texas Ranger "Red Garnett" in "Perfect World" an der Seite von Kevin Costner. 1995 wurde Eastwood bei der "Oscar"-Verleihung mit dem "Irving Thalberg Award For Lifetime Achievement" ausgezeichnet. Die lange Liste seiner Filmwerke - vom Western über Action und Thriller bis hin zur Komödie - drücken die große Vielseitigkeit seines schauspielerischen Talents aus.

Für die Regiearbeit zu "Million Dollar Baby" wurde Clint Eastwood im Januar 2005 mit dem "Golden Globe" ausgezeichnet. Zugleich erhielt er als "Bester Schauspieler" eine Nominierung für die "Oscar"-Verleihung im Februar 2005. Die "Oscar-Nacht" wurde zu seinem Triumph: Für das Boxer-Drama "Million Dollar Baby" nahm Eastwood erstmals wieder nach 1993 die Trophäe für den besten Film und zum zweiten Mal für die beste Regie des Jahres entgegen. 1998 erhielt er den "Ehren-César" in Cannes.

Zwei weitere Schauspielpreise betrafen ebenfalls sein Werk: Hilary Swank wurde als beste Hauptdarstellerin, Morgan Freeman als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Mitte Oktober 2005 kündigte Eastwood an, in Zusammenarbeit mit Spielbergs Filmproduktion "DreamWorks" eine zweifache Verfilmung des Kriegsgeschehens auf der Pazifikinsel Iwo Jima vorzubereiten, deren Eroberung durch US-amerikanische Truppen im Februar 1945 den Zweiten Weltkrieg entscheidend beeinflusste.

Die Titel lauten "Flags of Our Fathers" und "Letters from Iwo Jima", die respektive eine amerikanische und eine japanische Version der Ereignisse anbieten. "Flags of Our Fathers" kam im Januar 2007 in die deutschen Kinos und wurde schon im Vorfeld von den Kritikern hoch gelobt. "Letters from Iwo Jima" folgte Ende Februar 2007 und wurde von Eastwood konsequent mit japanischen Schauspielern und in japanischer Sprache umgesetzt. Die Produktion wurde als "Bester Film" für den "Oscar" nominiert.
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Biografie
Filmografie
Nachname: Eastwood
Vorname: Clint
Geburtsdatum: 1930-05-31
Geburtsort: San Francisco, Kalifornien (USA).
Sternzeichen: Zwillinge 22.05. - 21.06
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