Biografie

Kevin Costner

Der US-amerikanische Schauspieler feierte seinen Durchbruch 1987 mit Brian de Palmas Film "The Untouchables". Auf dem Höhepunkt seiner Karriere übernahm Costner 1990 Produktion, Regie und Hauptrolle in dem aufwändigen Western-Epos "Der mit dem Wolf tanzt". Der mehr als drei Stunden lange Streifen wurde, gegen die Erwartungen der Fachwelt, ein internationaler Kinoerfolg und mit sieben "Oscars", unter anderem für Costners Regie sowie als Bester Film ausgezeichnet. Wirtschaftlich folgten daraufhin einige Misserfolge, dennoch zählt er zu den populärsten Filmemachern und Schauspielern Hollywoods. Zu weiteren großen Produktionen mit Costner zählen "JFK - Tatort Dallas", "Bodyguard", "Perfect World", "Waterworld" und "Wo die Liebe hinfällt"...
Michael Kevin Costner wurde am 18. Januar 1955 in Lynwood, im US-Bundesstaat Kalifornien, als Sohn einer Arbeiterfamilie geboren.

Aufgewachsen ist Costner in Oklahoma. Nach dem Abschluss der Highschool studierte er Wirtschaft. Seine Leidenschaft fürs Theaterspielen wurde bereits in der Schulzeit geweckt und so beteiligte er sich auch während des Studiums an diversen Theatergruppen, in denen er meist klassische Rollen spielte. Erste professionelle Auftritte absolvierte Kevin Costner in der South Coast Actors Coop. Dort wurde er auch für den Film entdeckt. Nach kleineren Produktionen spielte Costner im Jahr 1987 im Brian de Palma Film "Die Unbestechlichen" seine erste Kinorolle. Darin verkörperte er den enthusiastischen und smarten Polizisten Elliot Ness, der im Chicago der 1920er Jahre versucht, Al Capone das Handwerk zu legen.

In dieser Produktion arbeitete er bereits mit der Spitze des internationalen Films wie Sean Connery, Andy Garcia oder Robert De Niro zusammen. Kurz darauf gründete er seine eigene Filmgesellschaft. Grund war unter anderem das Drehbuch zu dem Indianer-Epos "Der mit dem Wolf tanzt", in dem er selbst die Hauptrolle des "Leutnant Dunbar" spielte. Doch kein Produzent hatte Ende der 1980er Jahre Interesse daran, eine westernartige Liebesgeschichte mit Indianern zu verfilmen. So realisierte Kevin Costner den Film selbst und investierte für die Produktionskosten fast seine gesamten Einkünfte der letzten Jahre. 1990 war der Steifen in den Kinos zu sehen.

Der Streifen wurde nicht nur der international bestbesuchte Film des Jahres, sondern machte Costner über Nacht zum Hollywood-Star. Das Werk wurde mit sieben "Oscars" bedacht und zählt noch heute zu den erfolgreichsten Film-Produktionen der USA. Nach diesem Projekt standen Costner alle Türen offen. 1991 verfilmte er, wie schon viele andere vor ihm, "Robin Hood - König der Diebe". Galt diese Themenwiederholung als großes Wagnis, konnte Costner dafür sogar Altmeister Sean Connery zur Mitarbeit gewinnen. Dieser Film erhielt zwar keine Auszeichnungen, zählte aber ebenfalls zu den erfolgreichsten Produktionen des Jahres und löste in den 1990er Jahren eine Remake-Hysterie von alten Themen aus. Im selben Jahr, 1991, entstand mit Costner in der Co-Produktion "J.F.K - Tatort Dallas".

Oliver Stone verfilmte den Mord und die versuchte Aufklärung der wahren Mörder von John F. Kennedy. 1992 entstand der Film "Bodyguard", in dem Coster den Bewacher der Sängerin Whitney Houston spielte; gleichzeitig produzierte er diesen Streifen. In dem Sozial-Krimi "Perfect World" (1993) mit Clint Eastwood, der auch Regie führte, spielte Kevin Costner den Schwerverbrecher "Butch Haynes" mit einer besonderen Beziehung zu einem Jungen, den er entführte. Im selben Jahr, 1993, wagte sich Kevin Costner als Produzent an den Science-Fiction-Film "Waterworld". Außenstehende lehnten das Thema – wie bereits bei seinem Erfolg "Der mit dem Wolf tanzt" – ab.

Abermals machte sich Costner daran, den Film mit eigenen Mitteln zu finanzieren. Die Kosten, auf dem freien Meer zu drehen, überschritten erste Rechnungen um das Vielfache und dennoch blieb Costner wie besessen davon, den Stoff zu verfilmen. Nach der Fertigstellung wurde das Werk eine der teuersten Produktionen, die Hollywood je erlebt hatte. 1994 kam "Waterworld" in die Kinos. Bereits die Premiere fiel flau aus. Zahlreiche Kinos wollten den Film gar nicht erst zeigen oder nur außerhalb der Top-Zeit und nur in Nebenräumen. Genauso niederschmetternd waren auch die Kritiken und die Einspielergebnisse. "Waterworld" wurde ein Millionengrab. In der Liebeskomödie "Tin Cup" aus dem Jahr 1996 mimte Costner den ehemals erfolgreichen Golf-Profi "Roy McAvoy", genannt Tin Cup. Sein Gegenspieler darin ist Don Johnson.

Im Jahr 1997 entstand erneut mit Costner eine weitere, schon im Vorfeld höchst umstrittene Produktion. Wieder fand er keine Investoren und produzierte den Film selbst. Das Desaster hieß "Postman" und wurde mit fünf "Himbeeren" für den schlechtesten Film ausgezeichnet. Seit Ende der 1990er Jahre investiert Costner riesige Summen in ein neuartiges technisches Verfahren, mit dem es gelingen soll, Öl und Wasser zu trennen. Armontisieren sollen sich die Kosten bei Schiffskatastrophen mit Öltankern. In dem Polit-Thriller "Thirteen Days" (2000), in dem eindrucksvoll die Ereignisse der "Kubakrise" von 1962 dargestellt werden, spielte Kevin Costner nicht nur eine Hauptrolle, sondern war auch einer der Produzenten.

Zu Costners weiteren Filmprojekten zählt der Psycho-Thriller "Im Zeichen der Libelle" aus dem Jahr 2001, der bei vielen Kritikern nicht gut wegkam. Nach längerer Leinwandpause war Costner im Jahr 2005 in dem Drama "An deiner Schulter" und in der Komödie "Wo die Liebe hinfällt..." zu sehen.

Kevin Costner ist seit September 2004 mit der aus Österreich stammenden Christine Baumgartner verheiratet.
1984 - "The Gunrunner".

1984 - "Fandango".

1985 - "Silverado".

1985 - "Die Sieger - American Flyers".

1987 - "Die Unbestechlichen".

1987 - "No Way Out - Es gibt kein Zurück".

1988 - "Feld der Träume".

1990 - "Der mit dem Wolf tanzt".

1990 - "Eine gefährliche Affäre - Revenge".

1991 - "JFK - Tatort Dallas".

1991 - "Robin Hood - König der Diebe".

1992 - "Bodyguard".

1993 - "Perfect World".

1994 - "Wyatt Earp".

1994 - "Das Baumhaus".

1995 - "Waterworld".

1996 - "Tin Cup".

1997 - "Postman".

1998 - "Message in a Bottle".

1999 - "Aus Liebe zum Spiel".

2000 - "Thirteen Days".

2005 - "An deiner Schulter".

2005 - "Wo die Liebe hinfällt...".

2006 - "Jede Sekunde zählt".
Cevin Costner
c/o TIG Productions
100 Universal Plaza
Universal City
California 91608, USA

NameKevin Costner

Geboren am18.01.1955

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortLynwood, Kalifornien (USA).