Biografie

Wolf D. Prix

Der österreichische Architekt gilt als einer der innovativsten Gegenwartsplaner im deutschen Sprachraum. Er vertritt die experimentelle Architektur und realisiert seine Projekte im Trend des Dekonstruktivismus. Wolf D. Prix gründete zusammen mit seinem Partner das Architekturbüro "Coop Himmelb(l)au". Das renommierte Büro hat sich durch seine kühnen Konstruktionen international Anerkennung erworben. Zu den bekanntesten Werken zählen unter anderem das Museum in Groningen in den Niederlanden oder das UFA-Kino-Center in Dresden. Zu weiteren Großprojekt zählt der Bau des Akron Art Museum, Akron (Ohio), USA und die BMW Welt, München...

Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.
Wolf D. Prix wurde am 12. Dezember 1942 in Wien geboren.

Nach seinem Schulabschluss studierte Prix an der Technischen Universität Wien Architektur. Dann wechselte er ans Southern California Institute of Architecture (SCI Arc) in Los Angeles und an die Architectural Association in London. Er ist Professor der Meisterklasse für Architektur an der Universität für Angewandte Kunst in Wien. 1984 war Prix Adjunct Professor der Architectural Association in London. 1990 wurde er Visiting Professor an der Harvard University in Cambridge. In der Zeit von 1985 bis 1995 lehrte er als Adjunct Professor am Southern California Institute of Architecture (SCI Arc.) in Los Angeles. In der Zeit von 1995 bis 1997 war er Mitglied des Architekturbeirats im Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung.

Im Jahr 1968 gründete Prix zusammen mit seinem Partner Helmut Swiczinsky das Architekturbüro "Coop Himmelb(l)au" in Wien. Nebenbei unterhält Wolf D. Prix ein weiteres Architekturbüro Los Angeles. Das Architekturbüro arbeitet an internationalen Projekten in Europa, in den USA und in Japan. Prix hat sich zunächst der experimentellen Architektur verschrieben. Später orientierte er sich am Stil des Dekonstruktivismus. Der progressive Baustil ist gekennzeichnet von einander überlagernden oder sich durchdringenden Teilen. Das Büro "Coop Himmelb(l)au" wurde national und international vielfach ausgezeichnet. Zu den Preisen gehören unter anderem der Deutsche Architekturpreis (1999) und der Große Österreichische Staatspreis (1999). Das Büro konnte auch bei zahlreichen internationalen Wettbewerben einen herausragenden Platz einnehmen.

Zudem präsentierte sich die Architektengemeinschaft auf internationalen Ausstellungen. So vertrat das Büro 1996 Österreich auf der bedeutenden Architektur-Biennale in Venedig. Prix hatte sich ebenfalls um das Projekt "Guggenheim-Museum in Bilbao" beworben, unterlag aber dem ebenfalls renommiertem Architekten Frank Goldberg, der den Zuschlag für den Auftrag erhielt. Zu den bekanntesten Projekten Prixs zählen unter anderem die Reiß-Bar in Wien (1977), das Atelier Baumann in Wien (1984/85), die Melun-Dénart Städteplanung in Frankreich (1987), der Dachausbau in der Falkestraße in Wien (1987/88), das Projekt zur Revitalisierung des Theaters Ronacher in Wien (1987), die "Construire le Ciel"-Ausstellung des Centre Pompidou in Paris (1992), das Bürogebäude Forschungszentrum Seibersdorf in Deutschland (1995), das Haus Rehak in Los Angeles (1995) und der SEG-Tower in Wien (1998).

Weiter entstanden Großprojekte wie das Science-Museums in Lyon und das Entertainment Center im mexikanischen Guadalajara. Nach der Jahrtausendwende entstanden Prestigeplanungen wie etwa das Gasometer B, Wien (2001), das Expo.02: Forum Arteplage, Biel/Bienne, Schweiz, (2002), die Akademie der Bildenden Künste, München (2005) sowie die BMW Welt, München (2007).


Die einflussreichsten Architekten und Designer des 20. Jhs.

NameWolf D. Prix

Geboren am12.12.1942

SternzeichenSchütze 23.11 - 21.12

GeburtsortWien (A).