Biografie

Ulla Unseld-Berkéwicz

Die deutsche Schriftstellerin und Verlegerin stellt seit 2003 den Vorsitz der Geschäftsführung der Suhrkamp Verlagsgruppe. 1990 heiratete sie den Verleger Siegfried Unseld, der dem Suhrkamp-Verlag bis zu seinem Tod in Jahr 2002 vier Jahrzehnte Vorstand. Nach ihrem Studium an der Hochschule für Musik in Frankfurt begleitete sie Engagements in Stuttgart, München und Hamburg. Hohe Anerkennung erfuhr Ulla Unseld-Berkéwicz als Autorin zahlreicher ausgezeichneter Erzählungen, Romane und Dramen...

Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens
Ulla Berkéwicz wurde am 5. November 1951 in Gießen als Ursula Schmidt geboren.

Aufgewachsen ist sie als Tochter eines Arztes und einer Schauspielerin. Nach Abschluss der Schule mit Abitur besuchte sie die Schauspielschule und die Hochschule für Musik in Frankfurt am Main. 1970 war sie in Wedekinds "Liebestrank" der Kammerspiele München, kurz darauf bei Walter Felsenstein im Residenztheater als Thekla in "Wallenstein" zu sehen. Anschließend spielte sie im Staatstheater Stuttgart, auf den Städtischen Bühnen Köln, im Hamburger und im Bochumer Schauspielhaus sowie auf der Westberliner Volksbühne.

Während dieser Zeit übersetzte sie einzelne Stücke von Calderón, Shakespeare und Synge für die Bühne. 1980 ließ sie sich als freie Schriftstellerin in Frankfurt am Main nieder. 1982 veröffentlichte sie mit viel Beachtung ihre erste Erzählung "Josef stirbt", die im selben Jahr mit dem Stipendium des Ingeborg-Bachmann-Preises der Stadt Klagenfurt ausgezeichnet wurde. 1983 erhielt sie den Förderpreis des Andreas-Gryphius-Preises verliehen. 1984 erschien ihr Titel "Michel, sag ich".

Im Jahr 1987 folgte "Adam", das mit dem Märkischen Stipendium für Literatur ausgezeichnet wurde. 1988 erschien von Ulla Berkéwicz "Maria, Maria". Nach ihrer ersten Ehe mit dem Bühnenbildner und Regisseur Wilfried Minks, heiratete sie 1990 den Verleger Siegfried Unseld. In den 1990er Jahren erschienen ihre Bücher "Nur wir" (1991), "Engel sind schwarz und weiß" (1992), "Mordad" (1995), Zimzum (1997), "Der Golem in Bayreuth" und "Ich weiß, daß du weißt" aus dem Jahr 1999. 1995 erhielt sie den Rheingau Literatur Preis.

Nach dem Tod ihres Mannes Siegfried Unseld im Jahre 2002 wurde sie in die Geschäftsführung des Suhrkamp Verlags aufgenommen. Im selben Jahr veröffentlichte sie den Titel "Vielleicht werden wir ja verrückt". Im Oktober 2003 übernahm sie in der Nachfolge von Günter Berg den Vorsitz der Geschäftsführung. Der Suhrkamp Verlag ist zu 51 Prozent im Besitz der "Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung". 29 Prozent hält die Medienholding Winterthur, 20 Prozent Joachim Unseld. Ulla Berkéwicz war seit 2001 Poetik-Dozentin an der Heidelberger Universität und Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland.


Bedeutende Vertreter des deutschen Verlagswesens

NameUlla Unseld-Berkéwicz

Geboren am05.11.1951

SternzeichenSkorpion 24.10 - 22.11

GeburtsortGießen (D).