Biografie

Thomas Bach

Der deutsche Jurist, Sportfunktionär und ehemalige Fechter stellt seit 2013 den 9. Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Davor vollzog er eine eindrucksvolle Karriere in der Sport- und Wirtschaftswelt. Als Spitzensportler im Fechten wurde Dr. jur. Thomas Bach Weltmeister und gewann olympisches Gold. Als Wirtschaftslenker avancierte er zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Weinig International AG in Tauberbischofsheim, sowie zum Mitglied des Verwaltungsrates der Siemens Schweiz AG. Von 2000 bis 2004 sowie von 2006 war er ehrenamtlicher Vizepräsident des IOC. Weiter wurde Bach 2006 ebenfalls zum ehrenamtlichen Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes gewählt...
Thomas Bach wurde am 29. Dezember 1953 in Würzburg geboren.

Erste sportliche Erfolge feierte er 1971, als er in Chicago die Bronzemedaille der Junioren-Weltmeisterschaft im Florett gewann. 1973 wurde er in Göteborg Vizeweltmeister im Mannschafts- Florett. 1975 wurde Bach Diplom-Fechtmeister ADFD und Aktivensprecher des DFB bis 1979. 1976 wurde er Olympiasieger im Mannschafts-Florett sowie im selben Jahr Weltmeister im Mannschafts-Florett in Montreal. Nach Abschluss der Schule mit Abitur studierte Bach von 1973 bis 1978 Rechts- und Politikwissenschaften an der Universität in Würzburg. 1979 legte er hier sein erstes Staatsexamen ab. 1977 wurde er in Buenos Aires erneut Weltmeister im Mannschafts- Florett. 1978 wurde Bach Deutscher Florett Meister im Einzel und Europa-Cup Sieger der Landesmeister im Mannschafts- Florett in Paris.

Im Jahr 1979 gewann er die Bronzemedaille der Weltmeisterschaft in Melbourne. Im selben Jahr, 1979, fand Thomas Bach seinen beruflichen Einstand in diversen juristischen Stellungen, wie der öffentlichen Verwaltung und beim Deutschen Bundestag in Bonn. Davor war Bach bereits von 1977 bis 1979 Mitglied des Beirats der Aktiven des Bundesausschusses für Leistungssport im Deutschen Sportbund. Von 1981 bis 1988 war Bach Mitglied der neu konstituierten "Athletes’ Commission" im Internationalen Olympischen Komitee sowie von 1982 bis 1991 Persönliches Mitglied im "Nationalen Olympischen Komitee Deutschland" (NOK). 1982 legte er sein zweites Staatsexamen ab. 1983 erfolgte seine Promotion zum "doctor juris utriusque" mit dem Thema: "Der Einfluss von Prognosen auf die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts". 1984 erhielt er die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg.

Darauf ließ er sich in Tauberbischofsheim als Rechtsanwalt nieder. Seinen Einstand in die Wirtschaft fand Bach 1985 als Direktor für Internationale Beziehungen beim Sportbekleidungshersteller adidas. Dieses Amt begleitete er bis 1987. Von 1988 bis 1990 fungierte er als Koordinator des mittelständischen Beraterkreises des Bundesministers für Wirtschaft. 1991 wurde Bach Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und 1996 Mitglied des Exekutivkomitees des IOC. 1998 wurde Thomas Bach zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Maschinenfabrik "Michael Weinig AG" berufen. 2000 erfolgte seine Berufung zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der "Weinig International AG". Weiter wurde er 2000 Mitglied des Verwaltungsrates der Siemens Schweiz AG. Ebenso 2000 wurde Thomas Bach zum Vizepräsident des IOC bestellt.

Im Jahr 2002 erfolgte seine Berufung zum Stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der "Wall AG". 2004 wurde er mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Turnusgemäß wurde er im August 2004 aus diesem IOC-Amt entlassen. Am Rande der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin wurde er wieder in dieses Amt gewählt. Im Mai 2006 wurde Bach auf Wunsch der Siemens AG zum Präsidenten der "Arab-German Chamber of Commerce and Industry e.V." berufen. Bei der 125. IOC-Vollversammlung, am 10. September 2013 in Buenos Aires, wurde Thomas Bach für acht Jahre zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees gewählt. Der 59-jährige trat die Nachfolge des Belgiers Jacques Rogge an, der nach zwölf Jahren aus dem Amt schied.

NameThomas Bach

Geboren am29.12.1953

SternzeichenSteinbock 22.12 - 20.01

GeburtsortWürzburg (D).