Biografie

Susanne Klatten

Die Tochter eines deutschen Großindustriellen und gelernte Werbekauffrau stieg als Teil-Erbin des Quandt-Imperiums zu einer der reichsten Unternehmerinnen der Bundesrepublik auf. 1982 trat sie zusammen mit ihrem Bruder Stefan Quandt offiziell ein Teilerbe ihres Vaters bei BMW an. Ein erstes öffentlich registriertes Amt übernahm sie 1993 mit 31 Jahren bei Altana als Mitglied im Aufsichtsrat, später als dessen stellvertretende Vorsitzende. Seit 1997 begleitet Susanne Klatten als Aufsichtsratsmitglied auch den wirtschaftlichen Werdegang der "BMW AG" in München. Neben 12,5 Prozent an BMW hielt sie 80 Prozent am Chemiekonzerns Altana sowie 20 Prozent am Windturbinenherstellers Nordex AG...
Susanne Hanna Ursula Quandt wurde am 28. April 1962 als Tochter eines Großindustriellen in Bad Homburg geboren.

Ihr Vater war Herbert Quandt, der sich in dritter Ehe mit Johanna Bruhn verheiratet hatte. Nach dem Abitur absolvierte sie von 1981 bis 1983 eine Ausbildung zur Werbekauffrau bei der Agentur Young & Rubicam in Frankfurt am Main. Anschließend studierte sie Betriebswirtschaftslehre an der University of Buckingham. Infolge des Todes des Vaters wurde sie 1982 zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Bruder Stefan zur Teil-Erbin des Quandt-Vermögens, das vor allem BMW-Anteile umfasste.

Nach Hospitanz bei der Deutschen Bank und MBA-Studium am International Management Development Institute (IMD) in Lausanne, absolvierte sie unter dem Pseudonym Susanne Kant im BMW-Werk Regensburg ein Praktikum. Während diesem Praktikum lernte sie ihren künftigen Ehemann, Jan Klatten, kennen. 1989 trat Klatten in den Burda Verlag in München ein, wo sie bis 1990 als Assistentin der Geschäftsführung tätig war. Nach einem vorübergehenden Auslandsstudium in Boston wurde Klatten Mitglied der Aufsichtsräte mehrerer Unternehmen. 1993 wurde sie offizielles Mitglied des Aufsichtsrats der "Altana AG" in Bad Homburg.

Indes hielt sie 12,5 % der Anteile der BMW Group (gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder 46,6 %), 40 % am amerikanischen Chipkartendrucker DataCard Corporation (gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder 100 %) und ab Juli 2008 auch 20 % am Windturbinenhersteller Nordex AG. Weiter wurde ist sie mit 80 % (2008) der Anteile Mehrheitsaktionärin des Spezialchemieunternehmens Altana AG. Als BMW-Anteilseignerin begleitete Klatten auch den Wiederverkauf von "Rover", mit dem der Automobilkonzern 2000 erhebliches Aufsehen erregte. Ebenso unterstützte sie im Mai 2002 als Hauptaktionärin der "Altana AG" deren Gang an die New Yorker Börse unter dem Vorstandsvorsitz von Nikolaus Schweickart.

Im Jahr 2004 wurde Susanne Klatten als einzige Deutsche vom US-Magazin "Forbes" auf Platz 41 in die Liste der 100 mächtigsten Frauen der Welt gewählt. 2005 belegte sie den dritten Platz der reichsten Deutschen. Das Vermögen wurde auf rund 7,8 Mrd. Euro geschätzt. Im selben Jahr, 2005, wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande geehrt; 2007 erhielt sie den Bayerischen Verdienstorden. Klatten wurde Vorsitzendenmitglied im Stiftungsrat der Herbert-Quandt-Stiftung. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern der Familie Quandt beauftragte sie 2007 einen Zeithistoriker mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der unternehmerischen Tätigkeit der Familie während der NS-Zeit.

In den Jahren 2007 und 2008 wurde Klatten Opfer einer Erpressung, die sie zur Anzeige brachte. Der Hauptbeschuldigte wurde am 9. März 2009 vom Landgericht München wegen Betrugs und versuchter Erpressung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt.

Susanne Klatten ist mit Jan Klatten verheiratet und dadurch mit dem erfolgreichen Wirtschafts- und Medienmanager Werner E. Klatten verschwägert. Das Paar hat drei Kinder und lebt in München.

NameSusanne Klatten

Geboren am28.04.1962

SternzeichenStier 21.04 - 21.05

GeburtsortBad Homburg (D).