Biografie

Johanna Quandt

Die Unternehmergattin avancierte als dritte Ehefrau des Industriellen Herbert Quandt, mit einer Großbeteiligung an der Münchner BMW AG (Bayrische Motorenwerke AG), zu einer der reichsten Frauen Deutschlands. Nach dem Tod ihres Mannes (1982) entwickelte sie seine vielfältige Unternehmertätigkeit weiter. Als graue Eminenz des Automobilherstellers vertrat Johanna Quandt ihren Einfluss auch im Aufsichtsrat von BMW. Als Gründerin der "Johanna Quandt Stiftung" erfuhr die medienscheue Großindustrielle auch gesellschaftliches Ansehen. Ende der 1990er-Jahre übertrug sie große Anteile von BMW an ihre beiden Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten. Ihr Vermögen wurde zuletzt auf 13,9 Milliarden US-Dollar geschätzt...
Johanna Quandt geb. Bruhn wurde am 21. Juni 1929 in Berlin als Tochter eines Kunsthistorikers geboren.

Nach dem Abschluss der Schule absolvierte sie eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Mitte der 1950er Jahre erhielt sie eine Anstellung als Sekretärin im Büro des Großindustriellen Herbert Quandt. Nach einer Karriere im Unternehmen wurde sie dessen persönliche Assistentin mit weitgehendem Einfluss auf Entscheidungen. Im Alter von dreißig Jahren heiratete sie 1960 Herbert Quandt. Aus dieser Beziehung gingen die zwei Kinder Susanne und Stefan hervor. 1970 wurde in Anerkennung der Verdienste Herbert Quandts um das Unternehmen BMW die Herbert Quandt Stiftung gegründet. Johanna wurde Mitglied im BMW Aufsichtsrat.

Nach dem Tod ihres Ehemanns im Jahr 1982 wurde sie, neben weiteren Industriebeteiligungen, Erbin von 46% des Stammkapitals der BMW AG. Ende der 1990er Jahre teilte sie ihre BMW-Anteile mit den Kindern Stefan Quandt und Susanne Klatten. Johanna Quandt führte indes ein zurückgezogenes Leben. Sie mied öffentliche Auftritte ebenso wie Interviews. Dennoch genoss sie, insbesondere als Gründerin der "Johanna Quandt Stiftung" aus dem Jahr 1995, gesellschaftliche Akzeptanz. "Die Johanna-Quandt-Stiftung setzt sich dafür ein, das Verständnis für die marktwirtschaftliche Ordnung und für die Bedeutung des privaten Unternehmertums als Träger der wirtschaftlichen Entwicklung in der Öffentlichkeit und den Medien zu fördern".

Im Jahr 2005 wurde Quandt aufgrund ihres Engagements für die Behandlung krebskranker Kinder im Universitätsklinikum und der Frankfurter Kinderkrebshilfe zur Ehrensenatorin der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main ernannt. Gemeinsam mit dem Berliner Universitätsklinikum Charité hatte Quandt im Dezember 2005 die "Stiftung Charité" in Leben gerufen. 2009 wurde sie mit dem Großen Bundesverdienstkreuz geehrt. Privat zählte sie, zu gunsten der CDU, zu den größten Parteispendern in Deutschland. Ihr Vermögen wurde zuletzt auf 13,9 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Johanna Quandt starb im 3. August 2015 in Bad Homburg vor der Höhe im Alter von 89 Jahren.


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NameJohanna Quandt

Geboren am21.06.1929

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortBerlin (D).

Verstorben am03.08.2015

TodesortBad Homburg vor der Höhe (D).