Biografie

Cat Stevens / Yusuf Islam

Der einzigartige Lyriker und Instrumentalist wandelte sich vom erfolgreichen Folk- und Rocksänger zum islamischen Religionslehrer. Auch nach seinem 1978 erfolgten Abtritt aus dem Musikgeschäft gehörten die von Yusuf Islam alias Cat Stevens geschriebenen Lieder zum Repertoire der internationalen Musikkultur, in der sie bis heute zu Neuauflagen herausfordern. Nach nahezu 28 Jahren der musikalischen Abstinenz veröffentlichte er im November 2006 unter dem Namen Yusuf das Album "An Other Cup". Zu seinen bekanntesten Liedern gehören "Father And Son", "Wild World" und "Lady D'Arbanville"...

Die Studenten- und Protestbewegung von 1966-1975: Vordenker, Aktivisten, Idole
Steven Demetre Georgiou wurde am 21. Juli 1948 in London als drittes Kind eines Emigrantenpaares geboren.

Seine Mutter war Schwedin, der Vater stammte aus dem griechischen Teil Zyperns. Die Eltern betrieben ein Restaurant in London Westend, wo Stevens eine katholische Schule besuchte. Infolge der Trennung der Eltern ging er vorübergehend auch in der schwedischen Heimat seiner Mutter zur Schule. Mit 18 Jahren, 1966, feierte Stevens mit dem Song "I Love My Dog" seinen ersten Hit. Ein Jahr später machte ihn der Erfolsghit "Matthew And Son" quasi über Nacht zum Star. Eine längere Tuberkulose-Erkrankung unterbrach 1968 die Karriere des angehenden Sängers, der sich dann 1969 im Zuge von Weltreisen und seinem Rückzug ins Landleben mit ostasiatischer Philosophie, Meditation und Yoga befasste.

Zu Beginn der 1970er Jahre fand Stevens den Weg zur Plattenfirma Island, mit deren Geschäftsführer Chris Blackwell nun eine fruchtbare Zusammenarbeit begann. Als eine seiner erfolgreichsten LPs wurde 1970 "Mona Bone Jakon" produziert, in welcher der Folksänger mit typischer, kunstvoller Lyrik auf sich aufmerksam machte. Weitere LP-Erfolge waren noch im selben Jahr "Tea For Tillermann" und vor allem 1971 "The Teaser And The Firecat", die mit Songs wie "Moonshadow" und "Morning Has Broken" einen Dauererfolg landeten. Die LP "Catch Bull At Four" (1972) hielt sich für drei Wochen auf Platz 1 der US-Charts. Es folgten weitere erfolgreiche Alben. Stevens unternahm mehrere Welttourneen, auf denen er sich von einem internationalen Publikum feiern ließ. Zu Beginn der 1970er Jahre verlegte Stevens aus Steuergründen seinen Wohnort nach Brasilien.

Den dadurch gewonnenen Gewinn stellte er karitativen Organisationen als Spende zur Verfügung. Nach der missglückten LP "Numbers" (1975) konnte Stevens 1977 mit "Izitso" seinen letzten Single-Erfolg landen. Trotz seines Erfolgs und zahlreicher Tourneen blieb Stevens ein in sich zurückgezogener Folk- und Rocksänger. Er versuchte, das Rampenlicht der Medien und das Showgeschäft soweit wie möglich zu meiden. Anstatt Interviews zu geben oder in Talkshows aufzutreten, beschäftigte sich der Sänger mit Meditation und fernöstlicher Philosophie. Ein überlebter Badeunfall in Florida gab 1977 den Ausschlag für den allmählichen Rückzug Stevens vom Showgeschäft in die Spiritualität: Zum Jahresende konvertierte er zum Islam und änderte seinen Namen in Yusuf Islam. Nach dem Erscheinen seines letzten Albums "Back To Earth" (1978) trat Stevens stillschweigend von der Bühne des internationalen Musikgeschäfts ab.

Im Jahr 1979 heiratete Yusuf Islam seine Frau Fouzia Ali. Er errichtete in London eine Koranschule, in der auch selbst lehrte. Eine Neuauflage seiner schönsten Songs kam 1981 mit dem Sampler "Morning Has Broken" auf den Markt. Als Liedautor spielte Stevens auch weiterhin eine Rolle im internationalen Musikgeschäft, wo seine Stücke immer wieder mit Erfolg gecovert werden. Als Moslem meldete sich Yusuf Islam in der Folge immer wieder auf eklatante Weise zu Fragen der internationalen Politik zu Wort. Nachdem er 1989 die von islamischen Fundamentalisten gegen den Schriftsteller Salman Rushdie ausgesprochenen Todesdrohungen befürwortet hatte, setzte er sich während des Golfkrieges von 1990/91 in Bagdad für die Freilassung britischer Muslime ein, die dort in Geiselhaft gehalten wurden.

Ins öffentliche Schlaglicht geriet Yusuf Islam nochmals 1994 im deutschsprachigen Raum, als er in der "RTL-Late-Night-Show" Thomas Gottschalk in einem Exklusiv-Interview Rede und Antwort stand. Erstmals nach 17 Jahren war Yusuf Islam wieder zu Jahresbeginn 1997 bei einem Konzert in Sarajevo auf einer öffentlichen Bühne zu sehen. Mit der Wohltätigkeits-LP "I Have No Cannons That Roar" trug er 1998 zum Wiederaufbau Bosnien-Herzegowinas bei. 2000 spiegelte die CD "A Is For Allah" die nunmehr ausschließlich religiöse Motivation des Sängers wieder. Yusuf Islam wurde im Sommer 2000 an der Einreise nach Israel gehindert, da ihm die dortigen Behörden Unterstützung der palästinensischen Terrororganisation Hamas vorwarfen, die Yusuf Islam jedoch bestritt.

Infolge der Terror-Anschläge gegen die USA vom 11. September 2001 verschärften sich die Feindseligkeiten gegen die Person Yusuf Islam. Am 21. September 2004 wurde ihm die Einreise in die USA untersagt, da sein Name auf die "Blacklist" der Terrorverdächtigen gesetzt worden war. Im Februar 2005 wurde bekannt, dass Yusuf Islam erfolgreich Verleumdungsklagen gegen die britischen Printmedien "Sunday Times" und "Sun" geführt habe, die ihm terroristische Aktivitäten nachgesagt hatten. Die hohen Entschädigungssummen spendete der Musiker und Friedensaktivist an Hilfsprojekte in den durch die Flutkatastrophe vom Dezember 2004 betroffenen südostasiatischen Gebiete. Für sein Engagement gegen den Irak-Krieg und für eine Verständigung mit der islamischen Bevölkerung in der westlichen Welt, wurde Islam im Sommer 2005 mit dem "World Social Award" und der "Man of Peace"-Auszeichnung des Nobelpreis-Komitees geehrt.

Im November 2005 erhielt er für seinen humanitären Einsatz die Ehrendoktorwürde der Universität Gloucester. Nach nahezu 28 Jahren musikalischer Abstinenz veröffentlichte er im November 2006 unter dem Namen Yusuf das Album "An Other Cup". Nach all den Jahren blieb er seinem unnachahmlichen musikalischen Folk-Stil treu, auch bei den völlig neuen Songs.

Yusuf Islam ist Vater von sechs Kindern.


Die Studenten- und Protestbewegung von 1966-1975: Vordenker, Aktivisten, Idole
1967:
New Masters

1968:
Mathew And Son

1970:
Mona Bone Jakon;
Tea For Tillerman

1971:
The Teaser And The Firecat

1972:
Catch Bull At Four

1973:
Foreigner

1974:
Buddha And The Chocolate Box;
Saturday Night

1975:
Numbers

1977:
Izitso

1978:
Back To Earth;
Greatest Hits (Sampler)

1981:
Morning Has Broken (Sampler)

1985:
Footsteps In The Dark – Greatest Hits Vol. II (Sampler)

1990:
The Very Best Of Cat Stevens (Sampler)

1995:
The Life Of The Last Prophet

1998:
I Have No Cannons That Roar

1999:
Remember Cat Stevens – The Ultimative Collection (Sampler)

2000:
A Is For Allah

2001:
On The Road To Find Out (Sampler)

2003:
On The Road To Find Out (Sampler)

NameSteven Demetre Georgiou

AliasCat Stevens / Yusuf Islam

Geboren am21.07.1948

SternzeichenKrebs 22.06 - 22.07

GeburtsortLondon (GB).