Biografie

Richard Gere

Der US-amerikanische Schauspieler und Musiker feierte 1980 mit dem Erotik-Krimi "American Gigolo" seinen internationalen Durchbruch. Als Hollywood-Star etablierte er sich mit Titeln wie "Ein Offizier und Gentleman" (1982) oder "Atemlos" aus dem Jahr 1983. In seinen Rollen spielte er meist mit viel Elan und großem Engagement den einfachen aber starken Mann. Trotz seiner smarten Erscheinung wurde er nie auf den Part des Schönlings festgelegt. Außerhalb der Schauspielerei nutzt der bekennende Buddhist Richard Gere seine Popularität, um auf seine politische Überzeugung aufmerksam zu machen, in der er sich für ein freies Tibet engagiert. Zu seinen erfolgreichsten Filmen zählen weiter "Pretty Woman" (1990), "Sommersby" (1993), "Begegnungen" (1994) und "Chicago" (2002)...
Richard Gere wurde am 31. August 1949 als Sohn einer Farmerfamilie in Philadelphia, USA, geboren.

Aufgewachsen ist Richard Gere in bürgerlichen Verhältnissen bei seinen Eltern. Schon als Kind war er sehr musikalisch. Er lernte früh mehrere Instrumente wie Klavier, Gitarre und Trompete. Indes komponierte er für das Studententheater. Ein Sportstipendium ermöglichte es ihm 1967 bis 1969 das Studium der Philosophie an der University of Massachusetts aufzunehmen. Im Rahmen des Ausbildungsprogramms erhielt er auch eine Rhetorik- und Schauspielausbildung. 1972 zog er nach New York und wurde in einer neugegründeten Rock-Gruppe aufgenommen, die in kleinen Nachtclubs spielte.

Anfang der 1970er Jahre erhielt er die ersten Engagements als Schauspieler in kleinen Theatern der Stadt. So spielte er unter anderem die Hauptrolle in Richard Farinas "Long time coming, and long time gone". Auch komponierte Gere zu einigen Theaterstücken die Musik. Kurz darauf folgte sein Broadway-Debüt. Zu seinen erfolgreichsten Arbeiten zählte die englische Komödie "Habeus Corpus". 1973 trat er in London im Musical "Grease" auf, in der er die Hauptrolle des "Danny Zuko" verkörperte. Danach folgten erste William Shakespeare-Stücke bei der Truppe "Young Vic Company". Doch auch in klassischen Stücken, die außerhalb Amerikas aufgeführt wurden, konnte er bestehen und sich einen Namen unter den vielversprechenden Nachwuchsschauspielern machen.

So wurde er 1975 für den Film "Der einsame Job" verpflichtet. Den Durchbruch hatte Richard Gere aber erst 1977 in "Auf der Suche nach Mr. Goodbar" mit Diane Keaton und als Soldat in John Schlesingers Film "Yanks" aus dem Jahr 1979. Zum internationalen Star wurde er 1979 in "Ein Mann für gewisse Stunden", in dem er einen Callboy darstellte, der durch einen Klienten unter Mordverdacht gebracht wird, um vom wahren Tathergang abzulenken. Trotz des Erfolges, den der Streifen hatte, zog es Gere anschließend wieder ans Theater zurück. Das Broadway-Stück "Bent", in dem er einen im Konzentrationslager von Dachau inhaftierten Homosexuellen verkörperte, wurde mit dem "Theatre World Academy Award" bedacht.

Im Jahr 1982 stand er für "Ein Offizier und Gentleman" wieder vor der Kamera. Der Streifen bedeutete ein erfolgreiches Kino-Comeback und zählt heute zu seinen besten Darstellungen. In den folgenden Jahren entstanden Streifen wie "Atemlos" (1983) oder Francis Ford Coppolas "The Cotton Club" (1984) an der Seite von John Travolta sowie weitere Werke, die eher kommerziellen Charakter hatten. 1990 erschien "Pretty Woman", in dem Gere einen hochgestellten Geschäftsmann spielte, der sich in eine Prostituierte, gespielt von Julia Roberts, verliebte. Erstmals mimte er dabei in einer humoristischen Rolle, die zwar nicht ausgezeichnet wurde, aber neben Kevin Costners "Der mit dem Wolf tanzt" zum erfolgreichsten Film des Jahres wurde.

Im Jahr 1991 heiratete er das US-amerikanische Top-Model Cindy Crawford. Diese Ehe blieb kinderlos und wurde 1995 geschieden. Schon während dieser Ehe wurde Richard Gere bekennender Buddhist, der sich lange Zeit in Tibet aufhielt. Mit dem Dalai Lama verbindet Gere seit dieser Zeit eine Freundschaft und auch sein privates Interesse gilt dem Kampf für ein unabhängiges Tibet. 1993 meldete sich Richard Gere eindrucksvoll als Charakter-Darsteller in dem Film "Sommersby" zurück, den er auch selbst produzierte. Das Liebesdrama an der Seite von Jodie Foster zeigte erneut seine darstellerischen Fähigkeiten.

Zu seinen weiteren Arbeiten in den 1990er Jahren zählen die Anwaltsgeschichte "Zwielicht" (1996), "Der Schakal" (1997) und "Die Braut, die sich nicht traut" (1999) mit Julia Roberts. 2000 erhielt er den Preis des "Chicago International Film Festival" für sein Lebenswerk. 2001 heiratete er in New York Carey Lowell. Aus dieser Verbindung stammt der gemeinsame Sohn Homer Jigme. Tochter Hannah brachte Carey mit in die Ehe. Im selben Jahr stand er für "Untreu" vor der Kamera. 2002 folgte "Chicago", wofür er mit dem "Golden Globe Award" als bester Darsteller ausgezeichnet wurde. Die 2003 mehrfach "Oscar"- prämierte Musicalverfilmung zählte damit zu seinen erfolgreichsten Arbeiten.

Im Jahr 2004 spielte er neben Jennifer Lopez in der Komödie "Darf ich bitten?". 2006 wurde Richard Gere mit dem Preis des IFCNY sowie dem "Hasty Pudding Man of the Year" ausgezeichnet. Nach "Amelia" und "Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft" aus dem Jahr 2009 stand er 2010 für "Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest" vor der Kamera. Im selben Jahr, 2010, wurde er mit der Goldene Kamera in der Kategorie Bester Schauspieler International ausgezeichnet.
1975: Der einsame Job (Report to the Commissioner)
1975: Strike Force
1976: Baby Blue Marine
1977: Auf der Suche nach Mr. Goodbar (Looking for Mr. Goodbar)
1977: Kojak - Einsatz in Manhattan. Staffel 4-Episode 1
1978: Heisses Blut (Bloodbrothers)
1978: In der Glut des Südens (Days of Heaven)
1979: Yanks – Gestern waren wir noch Fremde (Yanks)
1980: Ein Mann für gewisse Stunden (American Gigolo)
1982: Ein Offizier und Gentleman (An Officer and a Gentleman)
1983: Atemlos (Breathless)
1983: Der Honorarkonsul (The Honorary Consul)
1984: Cotton Club (The Cotton Club)
1984: König David (King David)
1986: Power – Weg zur Macht (Power)
1986: Gnadenlos (No Mercy)
1988: Miles from Home (Verweistitel: Der letzte Outlaw)
1990: Internal Affairs – Trau’ ihm, er ist ein Cop (Internal Affairs)
1990: Pretty Woman
1991: Rhapsodie im August (Hachigatsu no kyohshikyoku)
1992: Eiskalte Leidenschaft (Final Analysis)
1993: Sommersby
1993: Mr. Jones
1993: … und das Leben geht weiter (Dokudrama)
1994: Begegnungen – Intersection (Intersection)
1995: Der 1. Ritter (First Knight)
1996: Zwielicht (Primal Fear)
1997: Red Corner – Labyrinth ohne Ausweg (Red Corner)
1997: Der Schakal (The Jackal)
1999: Die Braut, die sich nicht traut (Runaway Bride)
2000: Es begann im September (Autumn in New York)
2000: Dr. T and the Women
2002: Untreu (Unfaithful)
2002: Die Mothman Prophezeiungen (The Mothman Prophecies)
2002: Chicago
2004: Darf ich bitten? (Shall We Dance)
2005: Bee Season
2006: The Hoax
2007: I’m Not There
2007: Hunting Party – Wenn der Jäger zum Gejagten wird
2007: The Flock – Dunkle Triebe (The Flock)
2008: Das Lächeln der Sterne (Nights in Rodanthe)
2009: Amelia
2009: Hachiko (Hachiko: A Dog’s Story)
2010: Gesetz der Straße – Brooklyn’s Finest (Brooklyn’s Finest)
Richard Gere
c/o Rogers and Cowan
1888 Century Park East
5th Floor
Los Angeles, CA 90067
USA
1980:
Theatre World Award für Bent

1983:
ShoWest Award

1996:
Light of Truth Award

1997:
Freedom of Expression Award des National Board of Review für Red Corner

2000:
Preis des Chicago International Film Festival für sein Lebenswerk

2003:
Golden Globe Award als bester Darsteller in der Kategorie Komödie und Musical in Chicago

2006:
Preis des IFCNY

2006:
Hasty Pudding Man of the Year

2007:
Marian-Anderson-Preis der Stadt Philadelphia für sein Engagement für die Unabhängigkeit Tibets sowie eine bessere Versorgung von Aids-Patienten.

2010:
Goldene Kamera in der Kategorie Bester Schauspieler International

NameRichard Gere

Geboren am31.08.1949

SternzeichenJungfrau 24.08 -23.09

GeburtsortPhiladelphia (USA).